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Frontier Markets als nächster Schritt

Für Investoren, die bereits in Emerging Markets Aktien investieren, sind Frontier Markets ein nächster Schritt um Potenziale in weniger entwickelten Märkten zu nutzen und zu diversifizieren. Mark Mobius, Executive Chairman, Templeton Emerging Markets und Fondsmanager des FTIF - Templeton Frontier Markets Fund mit seiner Einschätzung. Funds | 15.03.2011 09:16 Uhr

Der wirtschaftliche Aufholprozess der Schwellenländer hatte sich in den letzten Jahren beschleunigt. Diese Entwicklung ist jedoch in den Portfolios institutioneller Investoren und Pensionsfonds noch nicht ablesbar. Mark Mobius, Executive Chairman, Templeton Emerging Markets und Fondsmanager des am 14. Oktober 2008 aufgelegten FTIF - Templeton Frontier Markets Fund: "Während der Anteil der Marktkapitalisierung der Schwellenländer an der Börsenkapitalisierung der gesamten Welt in den vergangenen zehn Jahren von acht Prozent auf 32 Prozent gestiegen ist, bewegt sich die durchschnittliche Allokation in den Portfolios von Pensionsfonds zwischen drei und acht Prozent."

Fundamentaldaten in Schwellenländern sind positiv

Analysten gehen davon aus, dass sich der Anteil der Börsenkapitalisierung der Schwellenländer in Zukunft erhöhen sollte, da auch das Wirtschaftswachstum mit knapp sechs Prozent knapp das Vierfache des Wirtschaftswachstums der entwickelten Märkte repräsentiert. China und Indien alleine werden im laufenden Jahr um real 8,9 Prozent bzw. 8,6 Prozent wachsen, während die USA um 2,7 Prozent und Japan um 1,2 Prozent wachsen sollte (Hinweis: Schätzungen vor den jüngsten Katastrophen in Japan). Auch die Währungsreserven in den Schwellenländern hatten sich deutlich besser entwickelt als jene der entwickelten Industriestaaten und lagen zuletzt bei mehr als USD 6.000 Mrd. gegenüber rund USD 3.300 Mrd. für die entwickelten Märkte (alle Zahlen exkl. Goldreserven). China lag mit USD 2.416 Mrd. deutlich an der Spitze, gefolgt von Japan mit USD 1.031 Mrd. und Russland mit USD 417 Mrd.

Solide Staatsfinanzen in den Schwellenländern

Mark Mobius: "Mit einer Staatsverschuldung von knapp über dreißig Prozent des BIP befinden sich die Schwellenländer in einer deutlich besseren Situation als die westlichen Industrieländer, deren Verschuldungsgrad zwischen 90 und 100 Prozent des BIP beträgt." Auch wenn zu den Staatsschulden jene der privaten Haushalte hinzugerechnet werden, liegen die Schwellenländer im Ranking auf den hinteren Plätzen. Angeführt wird dieses Ranking von Japan mit einer Verschuldung von mehr als 350 Prozent des BIP. Generell wird auch in Zukunft von moderaten Inflationsraten in Asien ausgegangen.

Schwellenländer günstig bewertet

Mark Mobius: "Die Bewertungen der Schwellenländer Aktienmärkte liegen aktuell bei 11x (12 Monate P/E), was zwar höher ist als während der Finanzkrise im November 2008 (7x), jedoch deutlich niedriger ist als der Höchststand im Mai 1998 (28x). Interessant ist auch, dass Emerging Markets mit 11x auch günstiger bewertet sind als die Welt-Aktienmärkte insgesamt mit 13x oder die USA mit 14x."

Frontier Markets als Investmentthema

Für Investoren, die bereits in Schwellenländern investiert sind, könnte auch eine Fokussierung auf eine Gruppe von besonders attraktiven, jedoch noch wenig entwickelten Märkten - der sogenannten Frontier Markets - durchaus Sinn machen - entweder als weitergehende Diversifikation eines EM-Aktienportfolio oder auch als Beimischung zu einem Portfolio ohne Emerging Markets Aktien. Zu den wichtigsten Frontier Markets gehören (nach IFC Definition): Argentinien, Bangladesh, Bahrain, Botswana, Bulgarien, Ecuador, Elfenbeinküste, Ghana, Jamaica, Jordanien, Kambodscha, Katar, Kasachstan, Kolumbien, Kroatien, Kuweit, Lettland, Libanon, Mauritius, Namibia, Nigeria, Oman, Pakistan, Panama, Philippinen, Peru, Rumänien, Saudi Arabien, Slowenien, Slowakei, Sri Lanka, Trinidad & Tobago, Tunesien, Ukraine, Vietnam, Vereinigte Arabische Emirate, usw.

Mark Mobius: "Frontier Markets repräsentieren 16 Prozent der Landmasse der Welt, verglichen mit 52 Prozent für die Schwellenländern und nur 32 Prozent für die entwickelten Märkte. Auch hinsichtlich der Bevölkerungsgröße liegen die Frontier Markets mit 17 Prozent auf einem ähnlichen Niveau. Schwellenländer repräsentieren hier allerdings 67 Prozent und entwickelte Märkte 16 Prozent der Weltbevölkerung. Der Anteil der Frontier Markets an der Welt-Börsenkapitalisierung liegt jedoch nur bei sechs Prozent, verglichen mit 62 Prozent für die entwickelten Märkte und 32 Prozent für die Schwellenländer."

Das Wirtschaftswachstum lag in den vergangenen Jahren in den Frontier Markets knapp unter zehn Prozent. Nachdem diese Gruppe von Ländern in vielen Bereichen noch starkes Aufholpotenzial hat, sollte das Wirtschaftswachstum auch in der Zukunft gut unterstützt sein. Die Marktdurchdringung mit Mobiltelefonen lag in den USA im Jahr 2008 bei 87 Prozent und in Nigeria, einem der wichtigsten Frontier Markets nur bei 42 Prozent. Noch deutlicher ist der Unterschied bei der Zahl der Internetnutzer, wo in den USA 74 von 100 Personen einen Internet-Zugang haben, und Nigeria wo nur 16 von 100 eine Internetanbindung haben.

Mark Mobius: "Das Portfolio des Frontier Fund weist mit einem P/E von 9x eine deutlich günstigere Bewertung aus als der MSCI Frontier mit 16x bzw. der MSCI World mit 16x. Auch die Buchwerte sind geringer."

Nigeria als Fallbeispiel

Der afrikanische Kontinent ist aus der Frontier Markets Sicht sehr interessant. Nicht nur, weil die gesamte Landmasse von Afrika eine Größe aufweist, die flächenmäßig gleich ist wie die USA, China, Indien, Mexiko, Peru, Frankreich, Spanien, Schweden, Deutschland, Japan, Norwegen, Italien, UK und eine Reihe anderer Länder ist, sondern weil auch die Gesamtbevölkerung von Afrika bei rund 1 Mrd. Menschen liegt. Nigeria ist mit 152 Mio. Einwohnern das bevölkerungsreichste Land mit einem enormen Wirtschaftspotenzial. Das Wachstum betrug im vergangenen Jahr real +6,6 Prozent bei einem pro-Kopf BIP von USD 1.636. Das Bevölkerungswachstum betrug 2,2 Prozent p. a. über die letzten zehn Jahre.

Viele Investoren assoziieren Nigeria noch mit Ölexporten und Korruption. In der Realität repräsentiert der private Konsum bereits 76 Prozent der Wirtschaftsleistung in Nigeria und nur acht Prozent entfällt auf Netto-Exporte. Einige Branchen bieten besonders viel Potenzial, beispielsweise die Getränkeindustrie und Brauereien. Während der Bierkonsum pro Kopf in Deutschland bei 111 Liter pro Jahr liegt, ist dieser Wert in Nigeria mit 9 Liter pro Kopf und Jahr vergleichsweise gering. Die Bierproduktion ist jedoch in den letzten zehn Jahren um +191 Prozent angestiegen und das Gewinnwachstum von Nigerian Breweries lag in den Jahren 2004 bis 2009 bei 37 Prozent p. a., verglichen mit +15 Prozent p. a. für Heineken. Auch im Bankenbereich gibt es in Nigeria große Potenziale für organisches Wachstum. Die relative Größe der Bankbilanz pro Einwohner beträgt nur rund ein Prozent des Wertes in der EU und etwas mehr als 10 Prozent des Wertes von Südafrika.

Risiken in Frontier Markets

Hinsichtlich der Risiken weist Mobius darauf hin, dass in den Frontier Markets mit weniger Liquidität gerechnet werden muss. Weiters gibt es auch Abwicklungsrisiken bei Transaktionen. Die Kapitalmarktvorschriften sind in einzelnen Ländern nicht sehr hoch entwickelt und auch die politischen und wirtschaftlichen Risiken in den einzelnen Ländern müssen beachtet werden.

Aktives Management in Schwellenländern

Mark Mobius: "Unsere Philosophy basiert auf einer unabhängigen Analyse des Unternehmens durch unsere Analysten. Bei der Auswahl der Unternehmen für unsere Portfolios spielt die Bewertung eine große Rolle. Wir suchen Unternehmen, die unterhalb ihres Wertes notieren. Bei der Bewertung der Unternehmen werden die zukünftigen Gewinne, Cash Flows, die Entwicklung der Vermögenswerte und der Schulden sowie weitere wichtige Faktoren berücksichtigt. Grundsätzlich sind wir ein langfristiger Investor." Mobius betont ebenfalls, dass die Aktienkurse deutlich stärker schwanken können als der unterliegende Wert des Unternehmens. Aufgabe der Analysten sei es auch, diese Ineffizienzen zu identifizieren und zu nutzen.

Der Investmentprozess ist in fünf Stufen gegliedert. Zuerst werden über diverse Selektionsmechanismen interessante Unternehmen identifizert, die danach einer genauen fundamentalen Analyse unterzogen werden. Im dritten Schritt erfolgt die Bewertung und Beurteilung durch das Investment Team. Wenn die Beurteilung positiv ausfällt, wird das Unternehmen im vierten Schritt in das Portfolio integriert. Der fünfte Schritt ist die laufende Kontrolle, Bewertung und Beurteilung des gesamten Portfolios unter Berücksichtigung der sich laufend verändernden Marktbedingungen.

Der FTIF - Templeton Frontier Markets Fund erzielte seit Auflegung am 14. 10. 2008 per 11. März 2011 eine Performance von +64,5 Prozent. Im Kalenderjahr 2009 lag die Performance bei +46,63 Prozent und im Jahr 2010 bei +27,81 Prozent. Das Fondsvolumen betrug im Januar 2011 bereits über USD 1,1 Mrd. Das Portfolio umfasst mehr als 130 Positionen, wobei die Top-Positionen, ein Energieunternehmen aus Kasachstan und ein ägyptisches Telekomunternehmen zusammen zehn Prozent repräsentieren. Die Top-10 Positionen im Fonds repräsentieren rund 30 Prozent des Gesamtportfolios.

Investments in Frontier Fonds sind vor allem auch aufgrund der komplexen Abwicklungsmodalitäten in den weniger entwickelten Aktienmärkten eine sinnvolle Alternative zum Direktinvestment und repräsentieren eine weitere Diversifikationsmöglichkeit im Emerging Markets Segment.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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