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BLOG - ETF: Genau auf die Indizes schauen!

ETF-Investoren sollten sich vor den Techniken der Indexnachbildung mit den Indizes selbst befassen. Denn diese Börsenbarometer sind nun einmal die Basen börsennotierter Indexfonds. Auch wenn sich viele von ihnen nur in Nuancen unterscheiden, sollten Anleger sich sehr genau mit den Basiswerten auseinandersetzen. Funds | 12.04.2011 12:29 Uhr

Nur so können sie gewährleisten, dass sie deren Risiko-Ertrags-Profile richtig einschätzen. Hinzu kommt, dass sich das Angebot nahezu täglich vergrößert und so immer unübersichtlicher wird. Dabei sind die ETF-Anbieter und -Investoren ebenso die treibenden Kräfte wie die Indexanbieter selbst.

Aufgrund ihrer Strukturen eignen sich aber längst nicht alle Indizes als Grundlagen für börsengehandelte Indexfonds. Während einige zu spezialisiert sind, sind andere aufgrund der Marktkapitalisierungen der enthaltenen Wertpapiere als Basiswerte ungeeignet. Zudem gibt es Indizes, die sich auf illiquide Werte wie Kunstgegenstände und ähnliches beziehen und somit nicht nachgebildet werden können.

Grundsätzlich sollten sich Investoren darüber im Klaren sein, welche Art von Index als Basiswert für den von ihnen ausgewählten Fonds dient. Hierbei hat sich in den vergangenen Jahren herausgestellt, das Investoren die sogenannten Net-Return- (NR) oder Total-Return-Varianten (TR) bevorzugen. Diese schließen im Gegensatz zu Preisindizes Dividenden- und Zinszahlungen ein - die NR-Varianten abzüglich anfallender Steuern, die TR-Varianten ohne Steuerabzug. Da dieses Ziel schwer zu erreichen ist, nutzen die meisten Fonds Preis- oder NR-Index als Basiswerte. Lyxor hat in der jüngsten Vergangenheit mehrere ETFs von Preis- auf NR-Varianten umgestellt. Das ist nicht verwunderlich. Denn bei Preisindizes kommt es leicht zu Performance-Abweichungen der ETFs, weil diesen die Dividenden- und Zinserträge immer zufallen.

Aus meiner Sicht ist das Wachstum der Anzahl verfügbarer Indizes prinzipiell gut. Denn mit  einer größeren Anzahl Basiswerte können die ETF-Anbieter auch eine größere Auswahl investierbarer Märkte zur Verfügung stellen. Allerdings gilt es hierbei zu beachten, dass nicht jedes angebotene Produkt für jeden Anleger sinnvoll ist. Denn einige Indizes und die entsprechenden ETFs wurden extra geschaffen, weil der betreffende Markt vielleicht gerade gut lief und daher in Mode war.

Somit sollten Investoren neben dem Aufbau eines Index auch immer auf die Investierbarkeit des unterliegenden Marktes achten. Schließlich kann man fast immer in jeden Markt investieren. Spannend wird es allerdings, wenn Investoren ihre Engagements in einem nicht sonderlich liquiden Markt schnell abbauen wollen.

 


Für den Inhalt der Kolumne ist allein der Verfasser verantwortlich. Der Inhalt gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder, nicht die von Thomson Reuters.

 


Über den Autor Detlef Glow, MBA (UoW):
 
Glow begann im Jahr 2005 als Leiter der Fondsanalyse für Deutschland und Österreich bei Thomson Reuters - Lipper. Seit Anfang 2007 war er dort Leiter der Fondsanalyse für Zentral-, Nord- und Osteuropa. Seit Herbst 2010 ist Herr Glow Head of Lipper EMEA Research und damit Leiter der Fondsanalyse Europa, Mittlerer Osten und Afrika. Zuvor war er als Direktor Portfoliomanagement bei der Feri Wealth Management GmbH in Bad Homburg als Portfoliomanger für vermögende Privatkunden tätig. Seine Karriere begann Glow neun Jahre zuvor bei der tecis Holding AG in Hamburg, wo er zuletzt als Leiter der Fondsanalyse sowohl für das quantitative als auch das qualitative Fondsresearch der tecis Asset Management AG verantwortlich war.

 


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