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FVCM: U.S. Marktkommentar

Terry Riley liegt aktuell mit seiner Performance etwas hinter dem Markt. Er war von den starken Umschichtungen in defensivere Werte etwas überrascht. Er ist nach wie vor positiv und geht davon aus, dass der Markt zwar volatil bleibt, auf Jahressicht die zyklischen Werte aber die Gewinner darstellen werden. Funds | 27.06.2011 10:30 Uhr

 

Rückblick und Ausblick

Die wesentlichen Aktienmärkte haben in den letzten Wochen eine Korrektur hinnehmen müssen. Diese wurde durch schwache Wirtschaftindikatoren, angefangen beim sinkenden ISM Index (Verarbeitendes Gewerbe) der USA bis hin zu fallenden Verkaufszahlen der Automobilbranche, sowie weiter sinkenden Immobilienpreisen in China, verursacht. Investoren wurden deshalb vorsichtig und befürchten, dass die Erholung der Wirtschaft zu einem Stillstand kommt. Seit dem Hoch vom 29. April, ist der S&P 500 um 7% gefallen. Leider litt auch unsere relative Performance. Grund war, dass Aktien aus den Sektoren großen Verlierer waren. Deutlich kleinere Verluste verbuchten dagegen die Sektoren Konsumgüter (-1,7%), Gesundheitswesen (-1,2%), Telekommunikation (-3%) und Versorger (-0.8%).

Jüngste Daten deuten nach wie vor darauf hin, dass sich das BIP-Wachstum in der ersten Hälfte 2011 verlangsamt hat (das reale BIP stieg im ersten Quartal um 1,8% annualisiert). Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung lagen bei ca. 427.000 in den letzten drei Wochen, im Vergleich zu weniger als 400.000 im März. Die Neuanstellungen wuchsen nur um unbefriedigende 54.000 Stellen im Mai und stiegen mit einem enttäuschenden Monatsdurchschnitt von 157.000 in diesem Jahr. Beunruhigend war auch der Fall im Einkaufsmanagerindex, der neue Auftragseingänge zeigt, der innerhalb eines Monats von 61,7 Punkten auf 51 fiel. Gleichwohl gab es diverse temporäre Faktoren, wie die Naturkatastrophe in Japan und ihre schweren Nachfolgen in und um Fukushima, sowie die jüngsten Preisschübe für Energie. Diese und andere Faktoren hatten letztlich einen Negativeffekt auf Firmen ausgeübt, welche sich aber bald umkehren sollten.

Die USA wird von der Binnennachfrage unabhängiger. Im April stiegen die US-Exporte um 15,9% auf ein Rekordhoch von $175,6 Mrd. und das Handelsbilanzdefizit sank, von $46,8 Mrd. im März, auf $43,7 Milliarden. Das Exportwachstum vom April reflektiert Steigerungen in den Bereichen Industriezubehör- und Rohstoffe ($2.0 Mrd.); Kapitalgüter ($1,2 Mrd.) und Konsumgüter ($0,3 Mrd.). Im Laufe der letzten 12 Monate exportierte die USA Güter und Dienstleistungen im Wert von $1,935 Billionen, dies entspricht einer annualisierten Wachstumsrate von 16,8% über die letzten 12 Monate und stolzen 22,9% vs. 2009. Der schwache Dollar im Vergleich zum Euro war sicherlich ein Faktor für diese positiven Entwicklungen, aber zu bemerken ist auch, dass die Situation mit China sich dreht. Seit 2008 stiegen US-Exporte nach China um 40%, US-Importe dagegen nur um 10%. Dies reflektiert teilweise die in China steigenden Löhne und andere steigende Kosten, aber auch eine gewisse Sättigung des USMarktes im Hinblick auf chinesische Produkte. Der Dollar ist nach wie vor die Weltreservewährung und ein US-Handelsbilanzdefizit von 1-2% vom BIP wird daher auch bleiben, denn die internationale Nachfrage nach Dollar als Handelswährung sowie zum Aufbau von Fremdwährungsreserven bleibt wie gehabt bestehen. Trotzdem scheint es eine Veränderung im globalen Handel zu geben und wir gehen deswegen davon aus, dass steigende US-Exporte dem Wirtschaftswachstum in den USA helfen und die fortwährende geringe Binnennachfrage ausgleichen.

Der Ausblick für Kapitalinvestitionen der Privatwirtschaft ist gut. Im 1. Quartal 2010 trugen diese nur 11,7% zum BIP bei, der niedrigste Stand seit 50 Jahren. Unternehmen verfügen über viel Kapital, waren aber bis vor kurzem nicht gewillt dieses auszugeben. Die Investitionen der Privatwirtschaft stiegen im 1. Quartal 2011 um 7,2%. Dieses Wachstum sollte sich fortsetzen. Sicherlich wurden die durch Unternehmen zu tätigenden Kapitalinvestitionen und Neueinstellungen von der Vielzahl an neuen Gesetzen und Regularien, welche während der letzten zwei Jahre eingeführt wurden, negativ beeinflusst. Aber ein zyklischer Aufschwung der Investitionen ist unterwegs.

Im 2. Quartal wird für das reale BIP nur schwaches Wachstum erwartet. Man geht allgemein von annualisierten 2% aus, doch sehen wir eine Steigerung sobald die Sonderfaktoren wegfallen. Energiepreise sanken von den Hochs im April signifikant und die Probleme der Zuliefererketten, hervorgerufen durch die Krise in Japan, werden nach und nach gelöst. Allgemein wird ein Wachstum von ca. 3% in der zweiten Hälfte des Jahres erwartet. Diese Wachstumsraten liegen jedoch deutlich unter dem Durschnitt der sonst üblichen Zahlen, beachtet man, dass wir gerade aus einer Rezession kommen. Die Gründe sind größtenteils sicherlich dem Schuldenabbau der US-Konsumenten zuzuschreiben. Wie oben erwähnt sind auch die Fülle der neuen Regularien, Gesetze und Budgetänderungen durch die aktuelle USRegierung eine Bremse. All dies verursacht Unsicherheit bei den Unternehmern, die deswegen nur schleppend neue Stellen schaffen und ihr operatives Geschäft wenig expandieren. Die Budgetverhandlungen laufen aber auf Hochtouren und die Regierung sollte bis August zu einer Einigung kommen, welche die Staatsausgaben senkt und die Schuldendecke („debt ceiling“) anhebt. Dies sollte auch zu einem positiveren Ausblick der Investoren und Unternehmer beitragen. Desweiteren gibt es auch Bedenken wegen dem Auslaufen des QE2 (Quantitative Easing 2). Das QE2 wurde eingeführt, da Banken Ihre Kreditvergabe reduziert haben und die FED als Kreditgeber in letzter Instanz einstand um den Markt mit Liquidität zu versorgen. Man sollte nun nicht aus dem Auge verlieren, dass die FED keine drastischen Änderungen, wie zum Beispiel eine plötzliche Reduzierung der Bilanzsumme oder eine Leitzinserhöhung, plant. Und sollten Banken tatsächlich ihre Kreditvergabe erneut mindern, oder gäbe es Anzeichen einer wiederholten Liquiditätsknappheit, wird die Fed ohne Zweifel wieder einschreiten. Ein QE3 ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Einige technische Indikatoren (z.B. ein 14-Tage RSI von 33) deuten darauf hin, dass der S&P500 sich bereits im überverkauften Bereich befindet und daher die Chancen gut stehen, dass Investoren sich bald wieder auf das globale Wachstum fokussieren. Wir gehen dann davon aus, dass die Wachstumssektoren, die letztlich die größten Verlierer im Markt waren, die stärksten Gewinner der Zukunft sein werden. Insbesondere Aktien der Sektoren, Energie, Industrie, Technologie und Rohstoffe sollten ihre führende Position zurück erlangen. Dies war sicherlich eine schmerzhafte Zeitperiode für Wachstumsaktien, aber wir gehen nicht davon aus, dass defensive Werte weiter die relativen Gewinner sein werden. Globales Wirtschaftswachstum, der schwache Dollar und eine Erholung der US-Exporte sollten zyklische Unternehmen unterstützen. Dementsprechend denken wir, dass es richtig ist bei unserer aktuellen Strategie zu bleiben und auf wachstumsorientierte Werte zu setzen; trotz jüngster Marktbewegungen.

 


 

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