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Europa ist gut positioniert

Achim Wagner, Manager des BB European Opportunities, im Exklusivgespräch mit e-fundresearch über aktuelle Kernthemen und wieso er bei der Titelselektion der Angebotsseite mehr Beachtung schenkt als der Nachfrageseite. Funds | 18.07.2011 04:40 Uhr
e-fundresearch: Herr Wagner wie ist Ihr Ausblick für die europäische Wirtschaft für die zweite Jahreshälfte? (LU0449548188) Wagner: Wir werden in den nächsten Wochen in Europa bei der Binnen-Nachfrage eine Abschwächung sehen – allerdings keine signifikante. Ab dem dritten Quartal erwarten wir dann positive Impulse aus Asien, allen voran aus China. Aus Südkorea nehmen wir diese bereits jetzt wahr. Profitieren wird die europäische Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte auch von der positiven Entwicklung in Russland, der Türkei und Osteuropa. Insgesamt ist Europa in den nächsten 18 Monaten gar nicht so schlecht positioniert – auch wenn Einiges nicht so ist wie es sein sollte.

e-fundresearch: In Nord- und Zentraleuropa läuft die Wirtschaft wie am Schnürchen, werden auch die südeuropäischen Länder langsam wieder auf die Beine kommen?

Wagner: In Südeuropa ist die Lage schwierig, hier sind dringende Reformen notwendig. In einigen Ländern wird die Wirtschaft voraussichtlich auf kurze Sicht schrumpfen, was wir aber nicht als ganz so großes Problem sehen. Schließlich handelt es sich insgesamt um sehr kleine Wirtschaftsräume. Im Übrigen sehen wir dort auch positive Impulse – etwa in Spanien, wo viele Unternehmen gar nicht so spanisch sind wie es scheint. Sie forcieren Exporte und arbeiten an ihrer Effizienz. Gleichzeitig sollte man diese Dynamik aber auf kurze Sicht auch nicht überschätzen.

e-fundresearch: Stichwort: EU-Schuldenkrise. Werden Zinsanhebungen vor allem die Peripheriestaaten in Bedrängnis bringen?

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Wagner: Auch für die hoch verschuldeten Länder in der EU sollte das keine große Rolle spielen, schließlich zahlen sie bereits jetzt den doppelten und dreifachen Zinssatz. Insgesamt sollte sich die Nachrichtenlage an der Zinsfront eher wieder beruhigen - Weitere Zinsschritte sind unserer Meinung nach bereits eingepreist.

e-fundresearch: Wie wird sich das Auslaufen von QE II auf die Märkte auswirken?

Wagner: Auch das ist für uns kein großes Thema, davon hat der Markt schon seit längerem gewusst, es sollte daher sowohl am Aktien- wie auch am Rentenmarkt eingepreist sein. Wir erwarten auch keine Nachwirkungen für das Bankensystem – die Kreditvergabe sollte sich nicht wesentlich verändern. Ich möchte festhalten, dass weder die Schuldenkrise in Europa, noch das Auslaufen von QE II für uns die entscheidenden Kernthemen sind. Es gibt Wichtigeres.

e-fundresearch: Zum Beispiel?

Wagner: Etwa die weitere Entwicklung in China. Wir können zwar mit einem Rückgang des BIP-Wachstums in den USA auf zwei bis drei Prozent leben, aber nicht wenn gleichzeitig in China die Inflation nicht unter Kontrolle gebracht werden kann oder die Binnennachfrage deutlich zurückgeht. Allerdings gehen wir davon aus, dass die Inflationsrate in China bereits ihren Höhepunkt erreicht hat.

e-fundresearch: Wie schätzen Sie die aktuellen Bewertungen ein?

Wagner: Was die Aktienmarktbewertungen betrifft, machen wir uns bei einem Kurs- Gewinnverhältnis von circa zwölf keine Sorgen. Auch die Dividendenrendite von 3,5 Prozent spricht für europäische Aktien – vor allem mit Hinblick auf zehnjährige Bondrenditen von rund 3 Prozent für die Kernländer Deutschland, Frankreich, Niederlande und Großbritannien.

e-fundresearch: Wie würden Sie Ihren Investmentstil umschreiben?

Wagner: Ich sehe mich als Stockpicker der aber auch – wenngleich zu einem geringeren Teil – das Makroumfeld miteinbezieht. Ziel ist es in jedem Sektor die richtigen Unternehmen zu finden. Investiert sind wir in jedem grösseren Sektor, um das Portfolio auf einer breiten Basis hinsichtlich Renditepotenzial und Risiko zu optimieren. Unser Ziel ist es eine jährliche Outperformance von drei Prozent zu erzielen, der Tracking Error sollte eine Obergrenze von sechs Prozent nicht überschreiten, was bislang auch nicht der Fall war.

e-fundresearch: Mit welchen Risikobeschränkungen arbeiten Sie?

Wagner: Mit solchen, die für die gesamten und solchen, die für einzelne Aktien gelten. Auf der Einzelaktienebene haben wir bespielsweise eine Risikokontrolle, die wir als „Intensivstation“ bezeichnen. Hier kommt eine Aktie hin wenn sie in einem Monat eine Underperformance von 15 Prozent liefert oder ein Minus von 20 Prozent auf Zweimonatssicht. Da soll verhindern, dass Probleme unter den Tisch gekehrt werden. In der Intensivstation wird der jeweilige Investmentcase erneut geprüft – im Zweifel reduzieren oder verkaufen wir die Aktie. Bei einer guten Performance fahren wir eine Position mitunter auch zurück, um nicht zu euphorisch zu werden.

e-fundresearch: Auf welche Kriterien achten Sie bei der Titelselektion besonders?

Wagner: Wir suchen Aktien, die im Sinne der Economic Value Added-Theorie ökonomischen Mehrwert kreieren. Der Return auf das eingesetzte Kapital muss über den Kapitalkosten liegen, die künftige Mehrwertkreierung darf aber noch nicht vollständig im Aktienkurs eskomptiert sein. Im Gegensatz zu vielen anderen Portfoliomanagern analysieren wir in erster Linie die Angebotsseite. Sind die Produkte eines Unternehmens gut und passt auch das wirtschaftliche Umfeld, dann wird die Nachfrage auch gut sein. Oft gibt es allerdings zu viele Anbieter – wie etwa in der Automobil- oder Telekommunikationsindustrie – was das Renditepotential einschränkt.

e-fundresearch: Haben Sie zuletzt Änderungen im Portfolio vorgenommen?

Wagner: Wir haben angefangen das Untergewicht bei Finanzwerten zu reduzieren und bestehende Positionen zu vergrößern. Dazu gekauft wurde etwa eine portugiesische Bank. Telekombetreiber wie Telefonica oder KPN haben wir verkauft und dafür den Netzwerk-Infrastrukturhersteller Alcatel ins Portfolio genommen. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Betreiber mit starkem Preisdruck kämpfen, und gleichzeitig in den nächsten Jahren erheblich in die Modernisierung des Netzes investieren müssen – wovon wiederum der Telekomequipmentmarkt profiteren sollte.

e-fundresearch: Herr Wagner, wir bedanken uns für das Gespräch!

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