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Österreicher unsicher beim Sparen und Anlegen

Sparbuch, Bausparer und Versicherungen rückläufig in Beliebtheit; Wertpapiere: stabil auf überschaubarem Niveau; Kommt der Run auf Gold? Erfahren Sie mehr über das Trendbarometer 2. Quartal 2011 vom GfK Austria hier: Funds | 14.07.2011 15:18 Uhr

Seit den 80iger Jahren erhebt die GfK Austria, welche Anlageformen für die Österreicherinnen und Österreicher über 15 Jahre - unabhängig von der Nutzung - am interessantesten sind. Jährlich werden dazu 20.000 persönliche Interviews durchgeführt, die Auswertung erfolgt quartalsweise.

Das Sicherheitsdenken überwiegt grundsätzlich bei der Geldanlage. Bei Herr und Frau Österreicher gilt im Zusammenhang mit Sparen generell: „Absicherung geht vor Risiko“. Gerade in und nach turbulenten Zeiten auf den Kapitalmärkten sind konservative Sparformen üblicherweise auf dem Vormarsch.

Sparbuch, Bausparer und Versicherungen rückläufig in Beliebtheit

Eine Renaissance feierte seit Anfang des Jahrtausends das Sparbuch. Jedoch verliert es bei den Österreichern seit dem Jahr 2010 kontinuierlich an Beliebtheit (von 52% auf 41% im 2. Quartal 2011). Aber auch der Bausparvertrag, der sich 2010 etwas rehabilitieren konnte muss in den ersten beiden Quartalen 2011 deutliche Einbußen hinnehmen und liegt in der Beliebtheit momentan bei 44% (im Vergleich zu 49% im Jahr 2010). Die Gründe dafür liegen für Alexander Zeh, Client Services Director bei der GfK, klar auf der Hand: „Die Unsicherheit der letzten 2 Jahre in breiten Teilen der Bevölkerung ist zwar verschwunden. Aktuelle Entwicklungen in Europa verunsichern die Österreicher aber weiterhin ihr Geld länger zu binden.“ Trotzdem gelingt es dem „üblichen Krisengewinner Sparbuch“ nicht an Terrain zu gewinnen. „Die derzeitigen Sparbuchzinsen sind kaum interessant für breite Teile der Bevölkerung.“ kommentiert Zeh.

Aus diesem Grund überrascht es auch nicht, dass Versicherungen in diesem Zusammenhang nicht profitieren können. Ganz im Gegenteil: sowohl die klassische Lebensversicherung (23% auf 19%) als auch die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge (19% auf 14%) verlieren in der Beliebtheit signifikant.

Wertpapiere: stabil auf überschaubarem Niveau

Das Interesse an Anlage in Wertpapiere ging bis zum Ende des Jahres 2009 zurück. Anschließend zeigte sich ein kurzer Hoffnungsschimmer, denn auch das Interesse an einer Veranlagung in Aktien, Anleihen und Investmentfonds stieg wieder tendenziell an. Daran hat sich auch in den ersten beiden Quartalen 2011 nichts geändert. Alexander Zeh: „Zwar können wir nicht davon ausgehen, dass die Topwerte aus 2007 oder früher so schnell wieder erreicht werden, aber es bleibt abzuwarten ob sich hier wieder eine Aufwärtsbewegung im Vertrauen der Bevölkerung zeigt.“

Kommt der Run auf Gold?

Letztes Jahr überraschend: Auch das Interesse an der Veranlagung in Gold blieb auch hohem Niveau: Waren es 2007 nur 7% der Österreicherinnen und Österreicher, die die Veranlagung in Gold interessant fanden, so sind es jetzt beachtliche 17%. „Fast ein Fünftel der Österreicher findet die Veranlagung in Gold interessant. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass das Vertrauen in die Krisenwährung Gold aufgrund der Ereignisse in Griechenland, Irland und Italien weiter steigt.“ Die Österreicher scheinen mehr Gold denn je zur Seite legen zu wollen, selbst wenn die Kosten dafür hoch sind.

Fazit: Klassische Anlageformen werden von Österreichern zwar nach wie vor bevorzugt, momentan ist die Verunsicherung in der Bevölkerung jedoch wieder gestiegen. Die Rangliste der beliebtesten Sparformen lautet wie folgt: Bausparvertrag (44%), Sparbuch (41%), Eigentumswohnung/Haus (26%), Grundstücke (22%), Lebensversicherung (19%) und Gold (17%).

Das Stimmungsbarometer Spar- und Anlageformen ermöglicht aufgrund der Stichprobengröße zum einen eine umfassende Subgruppenanalyse nach soziodemografischen Merkmalen wie Bildungs-, Berufs- und Kaufkraftmilieu, zum anderen aufgrund der kontinuierlichen Durchführung eine mehrjährige Trendanalyse. Aktuell erhältlich: 2. Quartal 2011 und Jahresbericht 2010 (20.000 Interviews)

Prok. Mag. Alexander ZehLeiter Client Services


Zur GfK Gruppe

Die GfK Gruppe bietet das grundlegende Wissen, das Industrie, Handel, Dienstleistungsunternehmen und Medien benötigen, um Markt-entscheidungen zu treffen. Ihr umfassendes Angebot beinhaltet In-formations- und Beratungsservices in den drei Sektoren Custom Re-search, Retail and Technology und Media. Weltweit ist die Nummer 4 der Marktforschungsunternehmen in mehr als 100 Ländern aktiv und beschäftigt über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2010 betrug der Umsatz der GfK Gruppe 1,29 Milliarden Euro.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.at oder www.gfk.com.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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