Das sich verschlechternde konjunkturelle Umfeld bereitet Co-Fondsmanger Renzo Casarotto weniger Sorgen als 2008. „Die Unternehmen sind heute deutlich besser aufgestellt“, so der Experte.
Hohe Qualität zählt
„Wir investieren ausschließlich in gut positionierte und liquide Unternehmen mit hohen Margen und starken Bilanzen“, so Warner. Besonders in Zeiten wie diesen sei hohe Qualität entscheidend. „In den letzten Wochen haben wir die Portfoliopositionen genau unter die Lupe genommen und deren Bilanzen Stresstests unterzogen, um sicherzugehen, dass sie gut positioniert sind, falls sich das Umfeld verschlechtert.“
Kein riskantes Portfolio
Genau angeschaut habe man sich vor allem kleinere Unternehmen im Bereich Exploration und Entwicklung. „Sie wären am ehesten betroffen von möglichen Finanzierungsproblemen“, sagt sie. Aktuell hätten sie einen Anteil von rund 12 Prozent am Portfolio. Vier Prozent dieser Firmen habe bereits jetzt alle Projekte ausfinanziert. „Wir sind überzeugt davon, dass wir insgesamt kein riskantes Portfolio haben.“
BHP Billiton untergewichtet
Egal ob Small-, Mid- oder Large-Caps – im First State Global Resources Fund würden sich jeweils die Klassenbesten befinden, bekräftigt die First State-Expertin. Übergewichtet sind derzeit Rio Tinto und Xstrata, während BHP Billiton untergewichtet ist. „Gerade in volatilen Zeiten wird BHP Billiton als defensive Position gesehen, was uns letztlich schaden könnte“, so Warner.
Einjahresperformance top
Seit Jahresbeginn hat der Fonds eine Performance von -6,2 Prozent zu Buche stehen. Weitaus besser schaut die Wertentwicklung mit +36,4 Prozent freilich auf Einjahressicht aus – die Benchmark (HSBC Global Mining Index) hat über diesen Zeitraum ein Plus von 32,6 Prozent vorzuweisen. Am stärksten beigetragen haben zu dieser Entwicklung Xstrata, Rio Tinto und Vale.
Diversifiziertes Portfolio
Teil der Strategie ist laut Casarotto ein diversifiziertes Portfolio. Die wichtigsten Sektoren sind derzeit Gold & Edelmetalle (Portfolioanteil: 22,9 Prozent), Energie (20,3 Prozent), Metalle (10,5 Prozent) und Kohle (8,2 Prozent). Was die regionale Allokation betrifft, haben Nordamerika (44,6 Prozent), Großbritannien (23,4 Prozent) sowie Asien-Pazifik ex Japan (23,1 Prozent) die Nase vorn.
Höheres Edelmetall-Exposure
Laut Warner wurde das Gold-Exposure in den letzten Monaten leicht erhöht auf 19,5 Prozent. „Das ist darauf zurück zu führen, dass wir die Aktien angesichts des hohen Goldpreises als attraktiv bewertet angesehen haben“, sagt sie. Insgesamt liegt das Edelmetall-Exposure des Portfolios derzeit bei 24 Prozent – jenes der Benchmark bei 19 Prozent.
Kaufsignal
In den letzten drei Monaten ist es bekanntlich zu einer Abkoppelung zwischen Goldaktien und dem Spotpreis für Gold gekommen. „Der Markt war eindeutig der Meinung, dass der Goldpreis eher fallen als weiter steigen wird“, so Warner. Dazu würden Ängste vor einer Kosteninflation in der Minenindustrie kommen. Die erfolgte Abkoppelung stellt für sie ein klares Kaufsignal für Goldaktien dar.
Robuste Cashflows
Mit Hinblick auf das schwierige konjunkturelle Umfeld, stimmt Renzo positiv, dass die Minenunternehmen im Gegensatz zu 2008 heute über starke Bilanzen und robuste Cashflows verfügen. Gute Anzeichen für eine bessere Ausgangslage wären darüber hinaus, dass viele neue Projekte und Aktienrückkaufprogramme angekündigt und auch die Dividenden erhöht wurden.