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Zeitgeist im Veranlagungs-Geschäft treffen

Andreas Bockberger, Fondsmanager des Raiffeisen-Österreich-Rent, spricht exklusiv mit e-fundresearch über die tägliche Konfrontation mit den Kapitalmärkten, das aktuelle Marktumfeld und wie er agiert. Erfahren Sie mehr über seine Strategie und Motivation hier: Funds | 28.09.2011 04:30 Uhr

 

e-fundresearch: Herr Andreas Bockberger, Sie sind Fondsmanager des Raiffeisen Österreich Rent (ISIN: AT0000859533). Seit wann sind Sie für das Management dieses Fonds verantwortlich?

Bockberger: Seit 1997.

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e-fundresearch: Orientieren Sie sich an einer Benchmark? Wenn ja, an welcher?

Bockberger: JPM EMU Austria Government 1 bis 10 Jahre.

e-fundresearch: Managen Sie aktuell auch noch andere Fonds oder Mandate?

Bockberger: 7 Spezialfondsmandate.

e-fundresearch: Wie hoch ist das Gesamtvolumen, das Sie derzeit verwalten?

Bockberger: EUR 950 Mio.

e-fundresearch: Zur Performance: welche Ergebnisse konnten Sie seit Beginn des Jahres und in den letzten fünf Kalenderjahren, d.h. 2006 und 2007, 2008, 2009, 2010 erzielen? Sowohl absolut als auch relativ gegenüber der relevanten Benchmark.

Bockberger: Siehe Produktblatt.

e-fundresearch: Wie sind Sie selbst mit Ihrer Leistung in den Vorjahren und in diesem Jahr zufrieden?

Bockberger: Eine Beobachtung der Performancebeiträge zeigt ein gemischtes Bild. Die Performance der quantitativen Modelle wurde durch den Lehman Event doch merklich gestört. Von 2006 bis 2008 lieferte das Makromodell stabile Performancebeiträge ab. Die Prognosefähigkeit des Modells litt aber in den letzten Jahren, die Divergenzen aufgrund der EMU-Schuldenkrise erwiesen sich als störender Faktor. Interessanterweise lieferte die Trendfolgestrategie in den letzten beiden Jahren, trotz hoher Volatilität an den Rentenmärkten einen stabil positiven Beitrag. Die diskretionären Durationentscheidungen der jüngeren Vergangenheit waren geprägt von der Asymmetrie am heimischen Rentenmarkt, was zumeist in einem short-Duration Bias mündete. Im Zuge der starken Risikoaversion infolge der EMU-Schuldenkrise war die Strategie nicht erfolgreich. Beimischungen in fundierten Bankschuldverschreibungen, Pfand- und Kommunalbriefen lieferten zuletzt wieder positive Beiträge, nachdem sie 2007 und 2008 unter Druck waren.

e-fundresearch: Welche Ergebnisse würden Sie in diesem Zusammenhang als sehr gut, mittelmäßig und enttäuschend bezeichnen?

Bockberger: Da die Beiträge verschiedener Strategieebenen in den letzten Jahren an Stabilität einbüßten hat sich die Einbettung von Risikobudgets im Investmentprozess bewährt. Das Strategieset erscheint ausgewogen und die Philosophie, dass keine Strategie das Ergebnis zu sehr dominieren darf, schützte vor Verlusten. Die budgetierten Zielerträge wurden in den letzten Perioden nicht erreicht, was sicher enttäuschend ist. Auf Basis des absoluten Ertrags war der Fonds für die Investoren eine gute Wahl. Im Konkurrenzvergleich hat sich der Fonds in den letzten Jahren gut geschlagen, was die Aufstellung des Fonds und die Qualität des Managements bestätigt.

e-fundresearch: Wie können Sie durch Ihre Leistung Mehrwert für Ihre Anleger schaffen?

Bockberger: Durch einen strukturierten Investmentprozess, Experten mit langjähriger Markterfahrung und einer disziplinierten Veranlagungspolitik können Anleger einen Mehrwert erzielen.

e-fundresearch: Wie lange sind Sie schon Fondsmanager?

Bockberger: Seit 1994.

e-fundresearch: Was waren bisher Ihre größten Erfolge und Misserfolge in Ihrer Fondsmanager Karriere?

Bockberger: Gemessen am absoluten Ertrag waren die letzten Jahre für den Raiffeisen Österreich Rent und damit auch für den Fondsmanager sehr gute Jahre. Betrachtet man den isolierten Managementertrag konnten zufriedenstellende Beiträge in der Vorkrisenzeit abgeliefert werden. Persönlich bleibt mir 1994 als ein sehr gutes Jahr haften, da hier der Zinsanstieg gut antizipiert wurde und die damalig betreuten Produkte versus PeerGroup und Benchmark erhebliche Outperformance erreichten. In meiner Funktion darf ich auch andere Produkte betreuen, die in den Zeiten um Lehman keinen leichten Stand hatten. Somit waren in dieser Zeit auch Misserfolge zu verbuchen, da der Investmentprozess an die Grenzen des Machbaren geriet und verschiedene Risikofaktoren schlagend wurden, die im Vorfeld, bei aller Sorgfalt, nicht in der Dimension zu kalkulieren waren.

e-fundresearch: In welchem Kapitalmarktumfeld bewegen wir uns Ihrer Ansicht nach derzeit?

Bockberger: Mit der Finanzmarktkrise gerieten die Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten ins Wanken. Der durch öffentliche Gelder subventionierte Aufschwung gab zwar kurzfristig Anlass für Optimismus, allerdings muss man Realist genug sein, um zu sehen, dass der Aufschwung nicht selbsttragend wurde. (Über-)Strapazierte Staatshaushalte, die Notwendigkeit des privaten Sektors, den Leverage zu reduzieren und eine Geldpolitik, der die Luft ausgeht, stellen zumindest ein schwächeres Potentialwachstum für die nächsten Jahre in Aussicht. Die Schuldenkrise wird uns nicht nur in der Eurozone weiter begleiten und damit dem öffentlichen Sektor kaum Platz lassen, auf schwaches Wachstum zu reagieren. Der Stress im Bankensystem geht Hand in Hand mit der Schuldenkrise; die Möglichkeiten sich sinnvoll zu refinanzieren werden immer schwieriger und die aufsichtsrechtlichen Ansprüche an Geschäftsmodelle und Kapital steigen.

Unterm Strich sind die Aussichten verhalten. Es gilt in erster Linie, Anlegerkapital zu verteidigen, Risiken zu identifizieren und nach Möglichkeit zu vermeiden. Renditen bei knapp über 2 Prozent für AAA Staatsanleihen aus der Eurozone sind sicherlich wenig attraktiv und versprechen keine hervorragenden Gewinnaussichten. Wir sehen aber im aktuellen Umfeld wenig Alternativen.

e-fundresearch: Wie agieren Sie in diesem Umfeld?

Bockberger: Vergleicht man die Portfolios mit der Zeit vor Lehman, so ist eine viel konservativere Struktur feststellbar. Der Anteil an sogenannten riskanten Assetklassen wie Peripherie oder Unternehmensanleihen wurde in vielen Mandaten zurückgefahren bzw. vollständig verkauft. Die Liquiditätsvorschriften wurden verschärft, um nicht bei einem Versagen der Marktliquidität in Probleme zu geraten. Im Raiffeisen Österreich Rent wurde die strategische Duration zurückgenommen, da das Risiko-/Ertragsprofil der EMU-Kernmärkte im Zuge der Schuldenkrise immer asymmetrischer wird. Absicherungsstrategien werden höher bewertet und fließen stärker in den Portfolioerfolg ein.

e-fundresearch: Was sind die speziellen Herausforderungen in der aktuellen Situation?

Bockberger: Raiffeisen Capital Management verstand sich lange Zeit als benchmarkorientierter Kapitalanleger, insbesondere im Rentenfondsmanagement. Diesen Ansatz gilt es in Zeiten, in denen Kapitalerhalt erste Priorität hat, zu diskutieren. Der Auftrag der Kunden verlagert sich mehr und mehr in Richtung eines Absolute Return Managements und diesen gilt es nun in unseren Investmentprozess zu übersetzen und mit Leben zu erfüllen. 

e-fundresearch: Welche Ziele haben Sie bis zum Ende des Jahres und mittelfristig für die kommenden 3-5 Jahre?

Bockberger: Bis Jahresende gilt es, den guten absoluten Return ins Ziel zu bringen und auch das relative Managementergebnis zu verbessern.

e-fundresearch: Welche Ergebnisse würden Sie in drei Jahren als sehr gut, neutral und enttäuschend empfinden?

Bockberger: Herausforderung muss es sein, einen Überschussertrag zu Geldmarktprodukten zu erreichen. Enttäuschend wäre ein negativer absoluter Ertrag bzw. eine markante Underperformance versus Peergroup.

e-fundresearch: Gibt es für Sie Vorbilder?

Bockberger: Zu Beginn meiner Berufslaufbahn im Wertpapierhandel einer österreichischen Großbank durfte ich das hauseigene Fondsmanagement betreuen und bekam so wertvolles Wissen von den agierenden Personen vermittelt. Diese Leute waren Mentoren und sicherlich auch Vorbilder in beruflicher als auch menschlicher Hinsicht.

e-fundresearch: Was motiviert Sie als Fondsmanager in Ihrem Job?

Bockberger: Die tägliche Konfrontation mit den Kapitalmärkten lässt keine Routine oder Langweile aufkommen. Die Herausforderung, gegen Benchmarken und Mitbewerb bestehen zu können, ist vielschichtig und erzeugt Spannung, die aufgrund der hohen Transparenz permanent spürbar ist. Dieser Effekt wirkt sehr positiv wenn Erwartungen getroffen werden, andererseits gibt es natürlich auch Enttäuschungspotential. Unterm Strich gleicht, bei aller Erfahrung, kaum ein Tag dem anderen, was die Tätigkeit im Fondsmanagement zu einer spannenden Berufung werden lässt.

e-fundresearch: Was wollen Sie noch erreichen bzw. was sind Ihre weiteren Ziele als Fondsmanager?

Bockberger: Das Ziel im Fondsmanagement muss es sein, den Zeitgeist im Veranlagungsgeschäft zu treffen und damit einen hohen Wert bei der Kundenzufriedenheit zu erreichen. Gelingt das, werden weitere spannende Herausforderungen in den kommenden Jahren das Berufsleben bereichern.

e-fundresearch: Welchen Beruf würden Sie gerne ausüben, wenn Sie nicht Fondsmanager wären?

Bockberger: Eine gewisse Affinität zum Handel ist vorhanden. Wäre das Fondsmanagement nicht erreichbar gewesen, wäre eine Position an einem Handelstisch wohl ein Ziel gewesen.

Abseits der Kapitalmärkte wäre ein Job im Einkaufsmanagement von Interesse gewesen.

e-fundresearch: Herzlichen Dank für das Interview!

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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