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Investieren in Gesundheit

Dr. Cyrill Zimmermann, CEO von Adamant Biomedical Investments AG, spricht über die Treiber in den weltweiten Gesundheitsmärkten: demographische Entwicklung, Wohlstands-Bedürfnis, Schönheit, Fettleibigkeit … Funds | 26.10.2011 04:34 Uhr

Aktuell befinden wir uns demographisch gesehen in einem mittleren Szenario: Noch 2011 soll die 7 Milliarden Grenze bei den Erdbürgern fallen. Bis 2050 ist ein Anstieg auf 9 Milliarden prognostiziert. Dies bedeutet, dass pro Jahr einmal die Bevölkerung von Deutschland auf die Welt kommt - hauptsächlich in Indien und China. In Indien erhöht sich die Einwohnerzahl um 20 Millionen pro Jahr, dagegen scheinen die 7-9 Millionen in China nahezu gering. Die Zuwachszahlen sind vor allem auf die Ein-Kind-Politik, die besonders in den Städten strikt befolgt wird, zurückzuführen.

Golden Girls and Boys

Die sogenannte Golden Ages Generation, also Personen im Alter von 60+, umfasst aktuell etwa 800 Millionen. Bis 2050 werden es bereits 2 Milliarden sein und damit wird es um 3-mal mehr ältere Menschen geben. „Ebenso ist zu beachten, dass sich die Lebenserwartung in unseren Breiten in den letzten vierzig Jahren um 13 Jahre verlängert hat. Im Durchschnitt werden Frauen heute 83 und Männer 78,5 Jahre alt. Jedes zweite Kind das heute auf die Welt kommt wird über 100 Jahre alt werden“, bringt es Dr. Cyrill Zimmermann auf den Punkt.

Aber was heißt das für den Gesundheitsmarkt?

„Derzeit verzeichnen wir ein Volumenwachstum von 2,5 Prozent im Bereich Gesundheit. Daher sehen wir Investitionen in diesen Megatrend als Muss. Der große Wachstumstreiber in diesem Sektor kommt sicherlich von der demographischen Seite her“, erklärt der Adamant Experte.

Steigende Gesundheitsausgaben pro Kopf

Den größten Nachholbedarf im Bereich Gesundheit gibt es in den BRIC Staaten. Gerade Indien und China weisen hier einen riesigen Aufholbedarf auf. Alleine China hat in den letzten 2,5 - 3 Jahren 2000 Krankenhäuser gebaut und 400 Millionen Chinesen wurden neu versichert. Diese Entwicklungen generieren eine hohe Nachfrage nach Medikamenten und medizinischen Einrichtungen bzw. Instrumenten. „In China darf man nicht vergessen, dass rund 80 Prozent der Kosten privat getragen werden. In Indien beispielsweise legt etwa die gesamte Familie ihr Geld zusammen um dem Vater oder Großvater eine größere, notwendige Operation zu bezahlen. Dort greifen weder die öffentlichen Krankenkassen noch der Staat ein wie dies bei uns der Fall wäre“, erklärt Zimmermann.

Medikamentenhersteller

Im Jahr 2010 flossen etwa 15 Prozent des gesamten Gesundheitswesens in Medikamente. Rund 600 Milliarden an Jahresumsatz vereint alleine die Pharmabranche. Das Problem hier ist, dass damit die Branche eigentlich stagniert denn es entspricht lediglich einem jährlichen Wachstum von 2 bis 5 Prozent. Das Hauptproblem sind die tiefen Produktionskosten etwa in den Emerging Markets und der Mangel an Fachkräften in unseren Breiten. „In Indien und China verlassen rund eine Million Fach-Akademiker die Universität pro Jahr. Auf der anderen Seite gibt es beispielsweise in Basel eine akute Nachfrage nach Biochemikern. Neben der USA tut sich vor allem ein Cluster Richtung Singapur, Indien und Shanghai auf. Dort werden immer mehr Arbeitsplätze in diesem Bereich aufgebaut“, so Zimmermann.

Quelle: Adamant Biomedical Investments AG

Wohlstandsbedürfnis Gesundheit

Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem GDP per Capita und den Ausgaben für Gesundheit pro Kopf. Je wohlhabender ein Land ist, umso mehr wird relativ für Gesundheit ausgegeben. In Österreich, Deutschland und der Schweiz werden etwa 11-12 Prozent des Brutto-Sozial-Produkts ausgegeben. In Indien und China liegt dieser Wert gerade einmal bei 7-8 Prozent.

Die Macht der Schönheit

In den letzten Jahren hat sich eine Schönheitsindustrie entwickelt, die alleine heute in China 20 Milliarden USD pro Jahr generiert. Gerade Chinesinnen möchten ihr Aussehen dahingehend verändern, dass ihre Gesichtszüge möglichst kaukasisch anmuten. Diese Eingriffe zählen zu den am stärksten durchgeführten in Asien. Aber es geht auch radikaler: bereits an nächster Stelle stehen Beinverlängerungen von bis zu 7 cm. Der Grund für diese Maßnahmen ist, dass sich die Asiatinnen dadurch eine bessere Chance am Arbeits- und Heiratsmarkt erhoffen. Ebenso bemerkenswert ist, dass sich ein Trend zu Brands und Luxus auftut: So wird etwa länger gespart um sich ein Hörgerät einer bekannten Marke leisten zu können bevor man Geld für ein billigeres ausgibt.

Betrachtet man die Statistik der Schönheitseingriffe pro Jahr, so ist die USA mit 3 Millionen (bei einer Bevölkerung von 315 Millionen) Spitzenreiter. Der Markt hat sich dort auch bereits das männliche Segment erobert. Brasilien folgt an zweiter Stelle mit etwa 2,5 Millionen Eingriffen. Hier stehen besonders Zahn- und Kieferkorrekturen im Vordergrund. Das Land hat auch bereits reagiert, als dass es Jungärzten gleich nach der abgeschlossenen Ausbildung einen Platz in Ärztepraxen anbietet. Damit wird gewährleistet die am besten ausgebildeten Ärzte zu erhalten und ihnen mögliche große Ausgaben zur Gründung einer eigenen Ordination zu ersparen.

Quelle: ISAPS (International Society of Aesthetic Plastic Surgery)

Die Dicken werden mehr

Die USA ist trauriger Weltmarktführer mit ca. 30 Prozent Fettleibigen (Anm. Personen mit einem BMI von über 30) in der Bevölkerung. Dieses Phänomen schwappt aber bereits auf Asien und Lateinamerika über. Mexiko erweist sich als besonders schlimm und in China ist bereits jeder dritte Großstadtbewohner fettleibig.

Biotech als Innovationsmotor

„Biotech ist als Innovationsmotor besonders spannend da bereits fünf der 10 größten Medikamente biotechnologischen Ursprungs sind. In der nächsten Zeit laufen einige Patente aus und zahlreiche Generika Hersteller scharren bereits in den Startlöchern um einige der Umsätze abzugreifen“, erklärt der Adamant CEO. „Das Problem ist nur, dass gerade biotechnologische Medikamente äußerst schwierig herzustellen sind. Eine gleichbleibende Produktion ist schwer sicherzustellen.“ Grundsätzlich spricht nichts gegen Generika für Dr. Zimmermann. Im Prinzip ist es der gleiche Wirkstoff mit den gleichen Nebenwirkungen wie es eben ein bereits existierendes, erfolgreiches Medikament aufweist. Das Risiko eines Problems mit einem Generikum ist daher gering. Chancen haben diese Produkte jedoch auch nur dort wo es bereits ein gutes Produkt, dessen Patent abgelaufen ist, gibt.

Die Generika Herstellung findet Großteils in Indien aufgrund der tiefen Produktionskosten statt. Die Firmen dort sind laut dem Adamant Experten hervorragend aufgestellt. „Mindestens die Hälfte der Arbeiter haben ein pharmazeutisches Studium absolviert. Daher ist es auch nicht verwunderlich dass die amerikanischen Gesundheitsbehörden bereits zwei Offices in Indien eröffnet haben. Sie besuchen die Produktionsstätten dort, untersuchen die Abläufen und dann steht einem Export in die USA nichts mehr im Wege.“

Vor zehn Jahren lagen die Umsätze der zehn größten Firmen bei 1,6 Milliarden Dollar und davon wurden rund 10 Prozent in die USA und Europa exportiert. Heute liegt der Umsatz bei 8,6 Milliarden und bereits ein Drittel wird nach Amerika und Europa exportiert. Indien ist nicht einer der stärksten Innovatoren, aber definitiv führend bei der Produktion.

Medtech

Im Bereich Medtech muss wieder der Blick nach Asien gerichtet werden. Das größte Wachstum bei medizinischen Geräten findet in China statt. Der Umsatz für med. Geräte und Instrumente liegt derzeit bereits bei 17 Milliarden USD und ist weiter steigend. Dies wird vor allem durch den vermehrten Einsatz von Robotern im OP Bereich gefördert. Immer mehr werden Eingriffe im Bereich Herzchirurgie (Stent), Orthopädie (Gelenksprothesen) oder Urologie von computergesteuerten Maschinen durchgeführt.

Quellen: Espicom, Adamant Biomedical Investments AG

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