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Es wird schlechter, bevor es besser wird

In Europa haben die Sparpakete der überschuldeten Staaten und die Unsicherheit über den Weiterbestand des Euro die Gefahr einer Rezession im Jahr 2012 deutlich erhöht. Spängler IQAM Invest rät zur Untergewichtung bei Aktien und zur Übergewichtung bei Unternehmens-Anleihen. Funds | 27.12.2011 04:30 Uhr

„Die Tiefe der Rezession wird wesentlich vom Wachstum in den USA, Japan und den Emerging Markets abhängen”, prognostiziert Dr. Thomas Steinberger, CIO und Geschäftsführer bei Spängler IQAM Invest sowie Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung.

Wege aus der Staatsschuldenkrise

Die Experten von Spängler IQAM Invest zeigen fünf mögliche Wege aus der Staatsschuldenkrise auf. Das Verhältnis aus Schulden zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) kann über folgende Kanäle reduziert werden:

1. Wirtschaftswachstum: Das nominelle Wirtschaftswachstum muss höher sein als der nominelle Zinssatz.

2. Fiskalmaßnahmen / Reformen: Restriktive steuerpolitische Maßnahmen sind in den USA und Europa notwendig, um die langfristige Bedienung der Staatsschulden zu sichern. Die Reduktion der Staatsausgaben ist durch Leistungskürzungen und Effizienzgewinne möglich, Staatseinnahmen können durch Steuererhöhungen und Privatisierungen erhöht werden.

3. Unerwartete, signifikante Erhöhung der Inflation: Eine überraschende und plötzliche Erhöhung der Inflation, die den realen Wert der Staatsschuld senkt (Umverteilungseffekt).

4. Finanzielle Repression: Unter finanzieller Repression versteht man eine Staatsentschuldung durch geringe Zinsen und wesentlich höhere Inflationsraten. Für den Anleger bedeutet das eine niedrige oder
negative Realverzinsung, d.h. er zahlt für die Staatsschuldenkrise.

5. Restrukturierung der Schulden / Konkurs: In Form einer Umschuldung oder Staatskonkurs.

Fiskalmaßnahmen und finanzielle Repression als Lösungswege

„Spängler IQAM Invest geht nicht davon aus, dass das Wirtschaftswachstum alleine ausreicht und ein realistischer Weg aus der Schuldenkrise in Europa ist, nachdem selbst in optimistischeren Szenarien das nominelle Wirtschaftswachstum meist unter den nominellen Zinsen liegt”, schätzt Univ. Prof. Dr. Dr.h.c. Josef Zechner, Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung bei Spängler IQAM Invest, die Lage zur Staatsschuldenkrise ein. „Wir erwarten jedoch für 2012 einen Reformdruck in mehreren Wellen und Fiskalmaßnahmen als einen möglichen Weg aus der Staatsschuldenkrise. Eine weitere Unterstützung durch EZB oder EFSF sehen wir aber nur bei Reformzusagen”, analysiert Zechner die derzeitige Situation. Eine unerwartete, signifikante Erhöhung der Inflation erwartet Spängler IQAM Invest aber nicht. Hingegen jedoch eine finanzielle Repression: „In den vergangenen vier Jahren waren die realen Zinssätze in 21 entwickelten Volkswirtschaften in ca. 50 Prozent der Fälle negativ und in ca. 82 Prozent aller Fälle kleiner als 1 Prozent. Die finanzielle Repression könnte sich fortsetzen und verstärken”, so Zechner weiter. Zur Restrukturierung der Schulden prognostiziert Zechner: „Wir sehen für Griechenland weitere koordinierte Haircuts (orderly restructing), aber die Wahrscheinlichkeit für einen unkoordinierten Konkurs (disorderly default) eher gering.”

Stabile Inflation in Europa und weitere Zinssenkungen

Die Kerninflation in Europa bleibt derzeit bei rund zwei Prozent. Die negative Konjunkturdynamik könnte zu weiteren Zinssenkungen der EZB und daher zu negativen Realzinsen führen. Spängler IQAM Invest erwartet, dass in den USA die Geldpolitik der Fed auch in Zukunft ultra-expansiv bleibt. „Auch für 2012 rechnen wir mit einer hohen Volatilität der Kreditaufschläge, mittelfristig sind bei den aktuellen Niveaus jedoch schon attraktive Ergebnisse zu erzielen”, so Zechner.

Geringe Wachsstumsdynamik in den Emerging Markets

Die Produktionsindizes in Asien zeigen einen sinkenden Wachsstumstrend auf. Grund dafür ist die starke Exportorientierung in dieser Region. „Auch die aktuelle Erholungsphase in Japan nach dem Produktionsschock im ersten Halbjahr 2011 könnte bald wieder zu Ende sein. Vor allem in Indien und China ist die hohe Inflation ein bremsender Faktor für das reale Wachstum”, so Steinberger weiter. In den außerhalb Asiens liegenden BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) ist ebenfalls das reale Wachstum stark gebremst worden. Diese Entwicklungen scheinen auch im Jahr 2012 die Rohstoffpreise zu belasten und könnten die Ertragserwartungen auf dem Aktienmarkt drücken.

Asset Allocation Implikationen für 2012

Aktienexposure untergewichten / Corporate Bonds übergewichten

„Im Jahr 2012 sollte die Assetklasse Aktien untergewichtet werden, insbesondere Aktien Europa und rohstofflastiger Länder sollten gemieden werden”, so die Einschätzung von Steinberger. „Bei Verschärfung der Krise und einem Konjunktureinbruch wäre eine negative Performance zu erwarten”, prognostiziert Steinberger. Wenn die Gefahr einer Ausweitung der Krise erfolgreich gebannt ist, sollten Aktien wieder an Attraktivität gewinnen.

„Bei weiterer Verschärfung der Krise könnten Anleihen sicherer Länder kurzfristig interessant werden, mittelfristig werden aber signifikant negative Renditen prognostiziert. Unternehmensanleihen sind derzeit die bevorzugte Assetklasse, mittelfristig könnten bestimmte Länderrisikoprämien attraktiv werden”, so Steinberger. Bei stabiler Entwicklung wäre der Zukauf ausgewählter Peripherieanleihen (wie z.B. Irland und Italien) interessant, nach einem möglichen Zahlungsausfall Griechenlands gäbe es vermutlich günstige Einstiegsniveaus bei qualitativ hochwertigen Banken.

Rohstoffe sollten 2012 untergewichtet werden, Vorsicht ist vor allem bei zyklischen Rohstoffen wie Öl geboten. Gold scheint weiter attraktiv zu bleiben. „Die Schuldenkrise sollte jedoch weiter beobachtet werden, bei einer Stabilisierung der Situation könnten Rohstoffe stark gefragt werden”, bewertet Steinberger die Situation. Cash sollte übergewichtet werden und auf sichere Institute aufgeteilt werden. Hier sind zwar negative Realrenditen zu erwarten, aber es sichert gegen große Kapitalverluste und erlaubt eine rasche Reaktion auf entstehende Chancen.

 


 

Erfreuliche Entwicklung der Spängler IQAM Invest

„Spängler IQAM Invest hat sich seit seiner Dachmarken-Gründung im Jahr 2010 sehr positiv entwickelt und die nächsten Schritte für eine noch engere Zusammanarbeit im Jahr 2012 sind in Vorbereitung. Wir blicken optimistisch in die Zukunft”, so KR Heinrich Spängler, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Spängler KAG und Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats von IQAM. „Das Jahr 2012 wird sicher ein konjunkturell herausforderndes Jahr, aber wir haben ein starkes Team mit großem Know-how“, ergänzt Steinberger.

Spängler IQAM Invest ist die gemeinsame Dachmarke der Carl Spängler Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. und der Institut für Quantitatives Asset Management GmbH. Wir vereinen dadurch die Funktionen einer Fondsgesellschaft und eines Asset Managers unter einem Dach. Mit über 50 Mitarbeitern verfügt Spängler IQAM Invest über ein kompetentes Team und versteht es individuelle Investmentlösungen für ihre Kunden anzubieten.

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