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30 Mrd. Euro neue Mittel an Fondsbranche

Während institutionelle Anleger im zurückliegenden Jahr 45 Mrd. Euro in Spezialfonds und rund eine Mrd. Euro in Mandate außerhalb von Investmentfonds investierten, flossen aus Publikumsfonds gut 16 Mrd. Euro ab. Funds | 07.02.2012 16:03 Uhr

„Der deutsche Fondsmarkt zeigt im vergangenen Jahr zwei Gesichter. Professionelle Anleger kauften, Privatanleger verkauften“, konstatierte Thomas Neiße, Präsident des BVI Bundesverband Investment und Asset Management, auf der heutigen Jahres-Pressekonferenz. Die Verkäufe seien der Suche nach Sicherheit geschuldet. Dabei gerate ein wichtiger Punkt zu selten ins Blickfeld: „Investmentfonds bieten als Sondervermögen eine einzigartige institutionelle Sicherheit. Diesen Aspekt sollten die Bürger bei ihren Finanzanlagen stärker bedenken“, so Neiße.

Publikumsfonds trotz Krisenjahrzehnt auf Wachstumskurs

Das in Publikumsfonds verwaltete Volumen ist in den vergangenen Jahrzehnten – aller Krisen zum Trotz – deutlich gewachsen. So stieg das Fondsvermögen bei privaten Haushalten sowie Organisationen ohne Erwerbszweck laut Statistischem Bundesamt von Ende 1991 bis Ende 2010 um das Sechsfache, während sich die Bestände in verzinslichen Wertpapieren oder Aktien lediglich verdoppelten. Angesichts der extremen Entwicklungen an den Wertpapiermärkten mit einem Einbruch des DAX im August von fast 20 Prozent zeigte die deutsche Fondsbranche im europäischen Vergleich eine bemerkenswerte relative Stärke. Während bis Ende November europaweit lediglich 5 Mrd. Euro in Investmentfonds flossen, sammelten die BVIPublikumsfonds und Spezialfonds mehr als das Vierfache ein.
 
An Aktienfonds führt kein Weg vorbei

Insgesamt vertrauten Anleger der deutschen Investmentfondsbranche im vergangenen Jahr rund 30 Mrd. Euro zusätzlich an. „Das Gesamtergebnis ist respektabel. Das schwierige Kapitalmarktumfeld wirkt allerdings unmittelbar auf unsere Branche ein“, sagt Neiße. Dabei sprechen die wachsende Angst vor Inflation und der Substanzwert unternehmerischer Beteiligungen für eine langfristige Aktienanlage. „Wer breit gestreut am globalen Wachstum partizipieren will, kommt an Aktienfonds nicht vorbei“, so Neiße. Man werde sich zwar europaweit zumindest in den nächsten fünf Jahren mit geringen Wachstumsraten begnügen müssen, die Weltwirtschaft expandiere jedoch trotz der Schwäche in Europa weiter mit Jahresraten von drei bis vier Prozent. Ungeachtet der europäischen Staatsschuldenkrise und der geringen Renditen von Bundesanleihen, sind auch Engagements an den Rentenmärkten sinnvoll. Allerdings hat dabei ein Paradigmenwechsel stattgefunden. „Anleihen der Industriestaaten sind nicht mehr risikolos. So muss auch die Bonität dieser Anlagen geprüft werden“, ergänzt Neiße.

Institutionelle Investoren schätzen Vorzüge der Fondsanlage

Die Fondsbranche ist die größte Investorengruppe in Deutschland. Sie verwaltet insgesamt ein Vermögen von 1.783 Mrd. Euro per 31. Dezember 2011. Der Großteil des von der deutschen Fondsbranche verwalteten Vermögens kommt von institutionellen Investoren. Ausschließlich für professionelle Anleger verwalteten Kapitalanlagegesellschaften zum Jahresultimo 846 Mrd. Euro in Spezialfonds sowie 286 Mrd. Euro in Vermögen außerhalb von Investmentfonds. Dies unterstreicht, dass Institutionelle die gesetzlich regulierten Investmentfonds mit ihrem Insolvenzschutz sehr schätzen. Die bedeutendste Anlegergruppe bei Spezialfonds sind institutionelle Altersvorsorgeanbieter. Sie stehen für rund zwei Drittel des Spezialfondsvermögens.

Finanz- und Staatsschuldenkrise verunsichert Privatanleger

Publikumsfonds, die mit rund 651 Mrd. Euro 37 Prozent des branchenweiten Vermögens ausmachen, verzeichneten Rückgaben. Unter dem Strich flossen 16,6 Mrd. Euro ab. Vor allem bei Rentenfonds überwogen die Verkäufe. Angesichts der Staatsschuldenkrise und niedriger Zinsen flossen netto 5,8 Mrd. Euro aus diesen Fonds ab. Mischfonds verzeichneten im Jahr 2011 Rückgaben im Umfang von 2,3 Mrd. Euro. Dabei setzten Anleger einerseits auf den breiten Investmentansatz und vertrauten weltweit, flexibel anlegenden Mischfonds 2,8 Mrd. Euro an. Andererseits zogen Investoren aus rentenbetonten, global investierenden Mischfonds 3,9 Mrd. Euro ab. Anhaltend verunsichert zeigten sich die Anleger über die Schwankungen der Aktienmärkte und verkauften Aktienfonds im Wert von 2,3 Mrd. Euro.

Offene Immobilienfonds führen Absatzliste an

Bei Geldmarktfonds überstiegen die Rückgaben die Käufe im Umfang von 0,3 Mrd. Euro. Auffällig ist, dass diese Gruppe bis Ende Juni 2011 unter dem Strich 2,5 Mrd. Euro Abflüsse verzeichnete. Zum 1. Juli 2011 hat der BVI markante Umgruppierungen bei Geldmarktfonds und Rentenfonds vornehmen müssen, die durch Regelungen von der Europäischen Aufsichtsbehörde ESMA vorgegeben wurden. Anleger finden demnach seit 1. Juli 2011 in der Rubrik Geldmarktfonds risikoärmere Produkte als zuvor. Offenen Immobilienfonds flossen im vergangenen Jahr per Saldo 1,2 Mrd. Euro zu. Damit führen sie die Absatzliste im Jahr 2011 an.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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