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Trends im Rohstoff Sektor

Dr. Frank Schallenberger, Head of Commodity Research, spricht über die Gründe für den Anstieg der Rohstoffpreise, die er vor allem in der Globalisierung und der Nachfrageentwicklung in den Schwellenländern und in China sieht. Funds | 03.04.2012 04:40 Uhr

Der IWF prognostiziert ein Weltwirtschaftswachstum von +3,7 Prozent für dieses Jahr - so pessimistisch schätzen die LBBW Experten die Lage jedoch nicht ein. Schon alleine die Tatsache, dass die Konjunktur in den USA nicht mehr so schlecht aussieht, lässt ein besseres Ergebnis erwarten.

Wo kommt das Wachstum her?

Laut Dr. Schallenberger kommt das Wachstum vor allem aus China. Der IWF schätzt das diesjährige Wachstum in China auf +8,2 Prozent ein, die Chinesen legen die Latte mit +7,5 Prozent jedoch etwas tiefer an. Schallenberger erwartet ein soft landing - dies vor allem weil die Devisenreserven in China sehr hoch sind. Außerdem spricht auch die Zinsentwicklung  dafür, dass noch genug Spielraum besteht „um Gas zu geben“.

Indien ist auf dem Vormarsch

Trotz seiner jetzigen Vormachtstellung wird China laut dem LBBW Experten über kurz oder lang von Indien abgelöst werden. Ein Blick auf die Bevölkerungsentwicklung ist vielsagend: Aufgrund der Ein-Kind-Politik in China wird es zu einer Stagnation kommen. Bereits 2020 wird Indien’s Bevölkerungszahl mit jener von China gleichziehen und zwischen 2050-2060 wird es rund eine halbe Milliarde mehr Inder als Chinesen geben. Derzeit liegt Indien an Stelle fünf der Welt bei der Ölnachfrage. Aktuell leben 25 Prozent der Weltbevölkerung unter 25 Jahren in Indien.

Energie als wichtigster Sektor

„Momentan werden Rohstoffe aber noch von China dominiert“, hält Schallenberger fest. Der wichtigste Sektor sei nach wie vor Energie. Aktuell liegt der Rohöl Preis für Brent bei 125 USD und dies obwohl die Konjunkturaussichten lange nicht mehr so gut sind wie etwa im Vorjahr. Letztes Jahr brachte die Entwicklung in Libyen den Preis nach oben, dieses Jahr wird es wohl Syrien sein. „Wenn Israel und der Iran sich nun die Köpfe einschlagen, dann wird es nochmal kritisch werden“, prognostiziert der Experte. Schallenberger könnte sich einen Anstieg auf 150 USD dann durchaus vorstellen. In jedem Fall sei der hohe Ölpreis nicht auf die Konjunkturlage zurückzuführen, sondern resultiert rein aus den politischen Spannungen.

Öl-Verbrauch und Öl-Erzeugung

Aktuell macht sich Schallenberger keine Sorgen ,dass Öl von der Angebotsseite her knapp werden könnte. Derzeit seien die Öllager in den USA bis zum Maximum gefüllt und auch die OPEC ist kräftig am Fördern. Aktuell werden von dieser 29,5 Millionen Barrel pro Tag gefördert.

„Langfristig führt an steigenden Ölpreisen kein Weg vorbei. Die Schere zwischen Ölverbrauch und Erzeugung in China geht immer weiter auseinander. Im Februar wurden 6 Millionen Barrel am Tag importiert. Wenn nun die Bevölkerung weiter wächst, steigt natürlich auch der Verbrauch“, resümiert der LBBW Rohstoff-Experte. „Bei der Erzeugung geht man davon aus, dass 4 Millionen Barrel pro Tag der Zenit in China sind. Auch die Reserven sehen nicht besonders gut aus - es kommt einfach nicht genug nach.“

Stabilisierung bei den Basismetallen

Im Gegensatz zum Öl sind die Preise der Basismetalle nach unten gegangen vor allem weil sich die schlechten Konjunkturdaten niedergeschlagen haben. Laut Schallenberger ist aber eine Stabilisierung erkennbar und für ihn sieht es seit Herbst letzten Jahres so aus, als würde es zu einer Bodenbildung kommen. Auch in diesem Sektor spielt China eine große Rolle. In Zeiten tiefer Kupferpreise werden die Importe sofort nach oben geschraubt. In den letzten 15 Jahren sind die chinesischen Importe an Basismetallen explodiert. „Langfristig gesehen werden die Preise der Basismetalle steigen“, bringt es der Experte auf den Punkt.

Entwicklung der Edelmetalle & Zukunft des Goldes

Bei den Edelmetallen ist seit Anfang 2011 Gold am stärksten gestiegen, Silber verzeichnete heftigere Ausschläge und die schlechteste Performance lieferten Palladium und Platin. Bei den beiden Letztgenannten ist dies vor allem auf die schlechter werdenden Aussichten im Automobilsektor zurück zu führen. Wie geht es beim Gold weiter? Wird es eine Hausse ohne Ende oder ist bereits Sand im Getriebe? „Unserer Meinung nach sind die Fundamente bei Gold nicht mehr so gut wie sie schon waren. Welche Krise sollte noch kommen, damit die Leute sagen ich brauche noch mehr Gold?“, stellt Dr. Schallenberger in den Raum. „Der Goldpreis ist viel zu hoch. Bis zum Jahresende werden wir wohl die 1.700 USD erreichen.“

Silber als der neue Trend

Die LBBW Experten favorisieren dagegen eher Silber, das sie als den neuen Trend identifizieren. Gerade die gute elektrische Leitfähigkeit und die Verwendung in zahlreichen neuen Technologien, wie etwa Solar oder Photovoltaik, sprechen für einen Anstieg im Silbersektor.

Treiben Spekulanten die Nahrungsmittelpreise?

Ein Blick auf die Performances im Agrarsektor  zeigt, dass nahezu alle Preise im letzten Jahr gefallen sind. Seit Mitte der siebziger Jahre gab es lediglich eine Preissteigerung der Agrarrohstoffe von weniger als nominell zehn Prozent per Anno. Im gleichen Zeitraum ist etwa Öl um 850 Prozent gestiegen. „Nahrungsmittel und Agrarrohstoffe an sich sind meiner Meinung nach viel zu billig“ resümiert Schallenberger. „Wir werden ziemlich sicher aufgrund des Bevölkerungswachstums, der Bio-Sprit Nachfrage und anderer Faktoren eine deutliche Preiserhöhung erfahren. Es werden nicht die Spekulanten sein, die die Preise nach oben heben, sondern die Nachfrage.“

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