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Fund Update: Swisscanto (LU) Portf Fd Income A

Das folgende Fund Update bietet einen Rückblick auf die Performance des Fonds über die letzten sechs Kalenderjahre sowie über die aktuelle Entwicklung. Der Fondsmanager Beat Gerber zeigt die wichtigsten Punkte des Investmentprozesses und seiner Strategie auf. Funds | 09.05.2012 04:40 Uhr

Investment Prozess und Strategie - Wie investiert der Fondsmanager? (ISIN: LU0112799969)

Beat Gerber: “Anhand der spezifischen Entscheidungsfaktoren erarbeiten die Alpha-Track-Teams monatlich die Strategieempfehlungen für die jeweiligen Alpha-Quellen (Kredit, Zinsen, Währungen). Die provisorische Asset Allokation wird dem CIO vorgelegt, der sie zusammen mit dem Chefstrategen und den Teamleitern überprüft, allfällige Anpassungen vornimmt und sie verabschiedet. Bei der Titelauswahl gelten die Empfehlungen aus dem Kreditmeeting bzgl. Sektorrotation (Unter-/Übergewichtung) und Schuldnerauswahl. Für unseren Kredit-Prozess haben wir ein Kern-Universum definiert. Dieses deckt rund 50% des Barclays Global Credit Index ab. Die Auswahl beruht auf den Gewichtungen in den relevanten Indizes sowie den von uns gehaltenen Positionen. Die Beurteilung der Namen erfolgt in der Regel auf Basis einer traditionellen Sekundär-Analyse. Output der Analyse ist ein fundamentales Rating (analog der Rating-Skalen der Agenturen) und eine Trading Empfehlung. In der täglichen Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit den Portfolio Managern des Aktien-Teams ein grosser Vorteil, da es uns erlaubt, eine Gesellschaft anhand verschiedener Gesichtspunkte zu analysieren. Wir teilen eine gemeinsame Datenbank mit einer grossen Breite von fundamentalen Zahlen und organisieren in der Regel Unternehmensbesuche gemeinsam. Solche Unternehmensbesuche finden oft statt (im Durchschnitt besuchen uns zwei bis drei Unternehmen pro Woche). Analog zu den Sektor-Empfehlungen werden auch Emittenten-Empfehlungen im Rahmen der wöchentlichen Kredit-Meetings ratifiziert. Diese Meetings dienen einerseits als Qualitätskontrolle für die Arbeit der Analysten, andererseits erreichen wir damit, dass die Team Meinung allgemein akzeptiert und umgesetzt wird.

Grundsätzlich gelten für den Portfolio Manager die verabschiedeten Empfehlungen aus dem Kredit-Meeting. Daher richtet sich der Fokus auf Emittenten mit einem fundamentalen Rating, welches in unserer Ziel-Allokation liegt und wo wir ein positives Handelsergebnis in Aussicht stellen. Anschliessend identifiziert der Portfolio Manager einzelne Emittenten welche in Bezug auf Duration, Währung, Seniorität und relativer Bewertungs-Perspektive am besten in das Portfolio passen.

Wir halten in den EUR- und CHF-Obligationenportfolios an der unterdurchschnittlichen Duration fest. Auch in den USA ist die Duration leicht reduziert. Wir gewichten Firmenanleihen stärker als Staatsanleihen. Aufgrund der guten Liquiditätssituation und des konservativen Kostenmanagements sind die Ausfallrisiken unterdurchschnittlich tief. Wir halten im CHF und im JPY ein Untergewicht zu Gunsten der Rohstoffwährungen AUD und NOK. Übergewichtet wird auch der USD. Der Greenback ist stark unterbewertet, ein weiteres Unterschiessen unter den fairen Wert jedoch nicht auszuschliessen. Die Staatsverschuldungsproblematik im Euroland könnte bei einem nachlassenden Wachstum noch weiter eskalieren. Wir fühlen uns mit Engagements in den europäischen Nebenwährungen, nicht zuletzt in der SEK, welche ebenfalls übergewichtet wird, wohler als im Euro."

Performance Rückblick 2006

Beat Gerber: "In Europa verflachten sich die Zinskurven im Verlaufe des Jahres. In den USA stiegen die Geldmarktsätze sogar deutlich über die Langfristzinsen. Insgesamt resultierten an den Obligationenmärkten leicht positive Renditen. Bei den Fremdwährungspapieren wurden die Erträge in CHF allerdings stark durch die Währungsentwicklung beeinflusst. Die Übergewichtung von EUR-Obligationen zu Lasten von CHF-Papieren wirkte sich positiv auf die Performance aus. Durch die leicht verkürzte Duration in den schweizerischen und europäischen Papieren resultierte ein weiterer Beitrag an die Wertentwicklung. Das Übergewicht in Unternehmensanleihen war ebenfalls leicht positiv."

Performance Rückblick 2007

Beat Gerber: "Die Berichtsperiode war deutlich geprägt durch die vom amerikanischen Immobilienmarkt ausgelöste Finanzmarktkrise. Diese Turbulenzen führten zu tieferen Zinsen in USD, während sie in EUR und CHF noch anstiegen. Der Schweizer Franken wertete sich gegenüber USD, GBP und JPY auf, verlor jedoch gegenüber dem EUR. Insgesamt resultierten an den Obligationenmärkten in CHF gerechnet negative Renditen für GBP- und CHF-Papiere, während Titel in EUR, USD und JPY ein Plus erzielten. Unternehmensanleihen lieferten tiefere Renditen wie Staatspapiere. Da im Fonds Unternehmensanleihen stärker vertreten waren als im Referenzindex, fiel die Rendite entsprechend tiefer aus. Die Übergewichtung von EUR-Obligationen zu Lasten von CHF-Papieren wirkte sich positiv auf die Performance aus."

Performance Rückblick 2008

Beat Gerber: "Die Berichtsperiode stand im Zeichen der globalen Kredit- und Finanzkrise. Die grossen Volkswirtschaften rutschten allesamt in eine Rezession, obwohl die Zentralbanken und Regierungen global geld- und fiskalpolitisch in nie gesehenem Ausmass Gegensteuer gaben. Der geschlossene Kreditmarkt und die hohe Verschuldung im Finanzsektor zwangen die Anleger zum rigorosen Abbau von Portfoliopositionen, was zu entsprechend fallenden Kursen bei allen risikobehafteten Anlageklassen führte. Die Risikoprämien für Unternehmensanleihen nahmen weiter zu und erreichten Werte wie letztmals in den 1930er Jahren. Der Fonds blieb in der Berichtsperiode hinter dem Vergleichsindex zurück, da im Fonds Unternehmensanleihen stärker vertreten waren als im Referenzindex."

Performance Rückblick 2009

Beat Gerber: "Die zahlreichen Rettungspakete und Zinssenkungen von Seiten der Regierungen und Notenbanken führten zu einer Bodenbildung der Wirtschaftsdaten. Unerwartet gute Unternehmensergebnisse sorgten an den Finanzmärkten für eine positive Stimmung. Aus der Sicht eines CHF-Investors resultierten deutlich hohe Erträge für CHF-, EUR- und GBP-Anleihen, während Währungsverluste die Titel in USD- und JPY belasteten. Die Risikoprämien für Unternehmensanleihen bildeten sich von ihren Mehrjahreshöchstständen stark zurück. Der Fonds entwickelte sich in der Berichtsperiode deutlich besser als der Vergleichsindex. Aus der Übergewichtung der Obligationen gegenüber dem Geldmarkt resultierte ein positiver Beitrag. Zudem profitierte der Fonds innerhalb der Obligationen vom Übergewicht in Unternehmensanleihen."

Performance Rückblick 2010

Beat Gerber: "Das erste Halbjahr war von einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung gekennzeichnet. In Europa standen einzelne Peripheriestaaten am Rande des Bankrotts. An der Zinsfront wurden im Sommer rekordtiefe Niveaus erreicht. Der CHF legte gegenüber sämtlichen wichtigen Währungen mit Ausnahme des JPY an Wert zu. Aus der Sicht eines CHF-Investors resultierten negative Erträge für USD-, EUR- und GBP-Anleihen. CHF und JPY-Papiere notierten im Plus. Die Unternehmensanleihen profitierten von den besseren Bilanzen, während vor allem Anleihen der europäischen Peripheriestaaten litten. Bei den Obligationen wies der Fonds eine deutliche Untergewichtung von Staatsanleihen zugunsten von Unternehmensanleihen aus, was in einem Umfeld steigender Staatsverschuldung positiv war."

Performance Rückblick 2011

Beat Gerber: "Das Frühjahr 2011 war geprägt von den Unruhen im Mittleren Osten und in Nordafrika sowie dem Erdbeben in Japan. In der zweiten Jahreshälfte dominierten dann die europäische Verschuldungskrise und Befürchtungen über eine Rezession das Geschehen. Die Investoren flüchteten in sichere Werte. Dies führte zu einer massiven Überbewertung des Schweizer Frankens, so dass sich die Nationalbank gezwungen sah, einen Wechselkurs von 1.20 zum Euro zu fixieren. Die Renditen von Regierungsanleihen bester Qualität sanken auf rekordtiefe Werte, während sie bei europäischen Peripherie-Staaten und teilweise auch bei Unternehmensanleihen, insbesondere im Finanzbereich, stark anstiegen. Der Fonds blieb hinter dem Vergleichsindex zurück, da die Untergewichtung von peripheren Staatsanleihen einen weniger grossen Einfluss hatte als das Übergewicht in Unternehmensanleihen.“

Performance 2012 - Year-to-Date

Beat Gerber: "Die bessere Stimmung, welche nach der Zurverfügungstellung von unbeschränkter Liquidität für die Banken durch die EZB im Dezember einsetzte, hielt grundsätzlich über das ganze erste Quartal an. Es setzte sich die Meinung durch, dass dadurch vorerst keine Konkurse im Finanzbereich befürchtet werden mussten und dadurch auch die Schuldenkrise zumindest temporär entschärft wurde. Vorteilhaft war sicherlich auch die Tatsache, dass die Gewinne sich weiterhin robust entwickelten. Die Zinsen von Regierungsanleihen entwickelten sich per Saldo seitwärts bis leicht ansteigend. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen bildeten sich im Schnitt leicht zurück. Im Fonds wirkte sich die Übergewichtung von Unternehmensanleihen gegenüber Staatsanleihen positiv aus. Anleihen in CHF wurden gegenüber dem Geldmarkt stärker gewichtet, was einen weiteren Beitrag zum Ergebnis lieferte."

Performance seit 2007

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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