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Economics Forum: Entwicklungen in Europa

Wie schätzen Sie die Entwicklung des Wirtschaftswachstums, des Preisniveaus und der Arbeitslosenrate in Europa für das Jahr 2012 ein? Für welche Länder gibt es einen optimistischen und pessimistische Ausblick und welche Auswirkungen kann dies auf die Lösung der Schuldenkrise (Staat + Privat) haben? Funds | 24.04.2012 04:40 Uhr
Gerold Permoser (CIO) & Tim Salmutter, Macquarie Investment Management Austria Kapitalanlage AG (16.04.2012): "Zu Beginn des Jahres 2012 befinden sich substantielle Teile Europas in einer Rezession bzw. schrammten nur knapp an einer Rezession vorbei. Nimmt man den Durchschnitt der im jüngsten Consensus Report (10. April 2012) befragten Research Häuser, wird für 2012 ein Rückgang des BIP von 0,4% erwartet, dem 2013 wieder ein Wachstum von 0.9% folgen sollte. Aus Sicht von Macquarie Investment Management Austria Kapitalanlage AG ist diese Prognose derzeit mit vielen Fragezeichen behaftet.
  • Die Stimmung der letzten Monate war durch die LTROs der EZB aufgehellt. Mit dem derzeit zu beobachtenden Nachlassen der Wirkung erodiert nun zusehends auch das Vertrauen in die voreilig proklamierte „Lösung“ der Eurokrise, was wiederum auf die Stimmung und vor allem die Refinanzierungskosten für die Peripherieländern, allen voran Spanien und Italien, durchschlägt.
  • Immer mehr Staaten innerhalb Europas implementieren Austeritätspakete, die, außer im unwahrscheinlichen Falle weiterer substantielle „Schwarzgeld-legalisierungs¬abkommen“ mit der Schweiz, zumindest kurzfristig wohl Wachstum kosten werden.
  • Dazu kommt, dass die Kreditvergabe in Europa weiterhin schleppend vor sich geht, weil einerseits die Nachfrage nach Krediten gering (genau das ist das Wesen einer privaten Schuldenkrise) und andererseits das Kreditangebot immer noch zurückhaltend ist (verstärkt durch immer schärfere Eigenkapitalvorschriften).
  • Und wenn man einen Blick auf die jüngsten Target Salden wirft, dann wird auch klar, dass der Interbankenmarkt trotz LTROs nicht wieder in Gang gekommen ist.
  • In Summe besteht daher aus unserer Sicht das Risiko dieser Prognose in einem Unterschreiten nach unten. Besonders kritisch sehen wir dabei die Situation in Spanien und Frankreich.

Spanien wird vom Markt bereits sehr kritisch gesehen und steht vor der Wahl kurzfristig „teure“ aber notwendige Reformen (Arbeitsmarkt, innerspanischer Finanzausgleich, Bankensanierung) durchzuziehen bzw. zu verstärken oder langfristig von seinen Struktur- und Schuldenproblemen erdrückt zu werden. Die nächsten Monate gleichen damit einem Marsch durch ein Minenfeld. Jeder Schritt kann eine Explosion zur Folge haben.
Frankreich wird derzeit vom Markt zwar deutlich positiver wahrgenommen, als Spanien oder Italien, dennoch wird auch Frankreichs Wirtschaft von zahlreichen Strukturproblemen belastet (hoher Staatsanteil, Banken, starrer Arbeitsmarkt). Aus unserer Sicht kommt erschwerend hinzu, dass die politische Landschaft Frankreichs hinsichtlich der Problemerfassung anderen Ländern Europas deutlich hinterherhinkt. Nach einer wahrscheinlichen Wahl von François Hollande müsste auch die Achse Berlin – Paris neu geschmiedet werden. Aufgrund seiner Größe und politischen Bedeutung ist die Rolle Frankreichs von besonderer Bedeutung: dort wo Frankreich ist, ist derzeit die Mehrheit der Eurozone.
Inflation, gemessen am Konsumentenpreisindex, ist aus unserer Sicht derzeit kein Thema. Angesichts schwacher Wachstumsraten und Austeritätsmaßnahmen allerorten gibt es kein Potential für einen deutlichen Preisauftrieb. Selbst ein deutlicher Anstieg der Rohstoffpreise (Öl) würde eher das Wachstum abwürgen als zu einem echten Inflationsproblem führen. Vor diesem Hintergrund sollte die Inflation in den nächsten 12 Monaten moderat zurückgehen. Risiko für diese Prognose geht aus unserer Sicht in erster Linie von den Währungsmärkten aus.

Die Arbeitslosenrate ist ein nachlaufender Indikator. Aus diesem Grund ist in den nächsten Monaten mit höherer Arbeitslosigkeit zu rechnen.

Eine Lösung der Schuldenkrise ist nach wie vor nicht in Sicht. Schulden abzubauen dauert Zeit. Wenn alle inländischen Aggregate (Haushalte, Unternehmen und Staat) gleichzeitig sparen (wollen) und das Ausland nicht als Nachfrager einspringt, ist ein Rückgang der effektiven Nachfrage die Folge. Vor diesem Hintergrund besteht sogar die Gefahr einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale. Ersichtlich ist dies derzeit bereits in den massiven Steigerungen der Arbeitslosenraten sowohl in Spanien als auch in Portugal. Als Folge der dadurch geringeren Steuereinnahmen und höheren Sozialversicherungsausgaben halten wir ein weiteres Unterschreiten der Defizitziele für relativ wahrscheinlich. Unser Ausblick für beide Länder ist dementsprechend pessimistisch.

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Positiv wäre unseres Erachtens daher, wenn das Wachstum in den Kernländern der Eurozone ausreichen würde, um den schwachen Süden mitzuziehen und in Italien und Spanien das Wachstum gegen Ende des Jahres wieder anspringen würde. Letztendlich gibt es nur 5 Möglichkeiten (öffentliche) Schulden deutlich abzubauen (Reinhart, Sbrancia: The Liquidation of Government Debt): Wachstum, Austerität, Zahlungsausfall, Inflation und finanzielle Repression. Ein Austeritätsprogramm, das im besten Fall noch das Vertrauen in die Zukunft und damit die Konsum- und Investitionsbereitschaft erhöht, gekoppelt mit einem deutlichen Rückgang der Renditen sind letztendlich die einzigen Möglichkeiten, die Schuldenkrise zu „lösen“. Die Alternativen wären Zahlungsausfall und Inflation (wohl als Folge eines Euroaustritts). Beide Szenarien, die mit erheblichen ökonomischen Kosten verknüpft wären."


Anton Brender, Chief Economist, Dexia Asset Management (19.04.2012): "We still believe the level of activity in the euro area economies will on average this year be slightly below what it was last year. But with huge disparities across countries:  there should be some growth in France and Germany while activity will shrink by something around two percentage points in Spain and Italy. Inflation rates should, on average, be above 2% but this should not be a worry.   The real issue in the coming months in all countries but Germany will be the increase in social and possibly political tensions implied by the continuous deterioration in job markets. This will especially be the case in southern Europe, but also to some extent in France. The euro area is hence entering a new phase of the debt crisis: finding a way to loosen in a concerted fashion some of the too ambitious fiscal goals that have been set last year – in order to avoid choking activity – without losing credibility, is the new challenge."

Dr. Holger Sandte, Chefvolkswirt der WestLB Mellon Asset Management KAG mbH (19.04.2012): "Leichte Rezession, wenig Inflation, hohe Arbeitslosigkeit. – Wenn die Zeichen nicht trügen, wird der Euroraum im Sommer aus einer milden Rezession heraus und zu leichtem Wachstum zurückfinden. Im Gesamtjahr dürfte das BIP um 0,2% schrumpfen. Hinter diesem Euro-Durchschnitt verbergen sich enorme Unterschiede zwischen den Ländern. Unter den größeren dürfte Deutschland mit einer Rate von etwa 1% vorne liegen, Italien und Spanien mit -1,5% hinten.
 
Inflation ist allenfalls ein gefühltes Problem. Die Verbraucherpreise dürften in Deutschland und im Euroraum um rund 2,3% steigen, ohne die Energiepreise gerechnet um unter 2%. Perspektivisch dürfte die Teuerung in Deutschland aufgrund des engeren Arbeitsmarktes und stärker steigender Löhne überdurchschnittlich ausfallen.
Der unvermeidliche Abbau der staatlichen und privaten Verschuldung dämpft in den Peripherieländern die Konjunktur und treibt die Arbeitslosigkeit in die Höhe. Besonders die hohe Jugendarbeitslosigkeit birgt großen sozialen Sprengstoff. Für die PIIGS-Staaten hängt alles davon ab, dass Reformen angeführt werden, die mit der Zeit zu Wirtschaftswachstum führen. Wenn es gut läuft, wird 2012 in der Rückschau einmal als das Jahr der schmerzhaften Wende zum Besseren gelten."

Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt, DekaBank (23.04.2012): "Die Weltwirtschaft scheint in eine neue Phase weit überdurchschnittlichen Wachstums getreten zu sein. Zumindest deuten dies die von der OECD berechneten Frühindikatoren an. Die globale Stärke wird erst dann beeindruckend, wenn man die weiteren Frühindikatoren verschiedener Schwellenländer mit berücksichtigt. Fasst man die Schwellenländer zu einem Indikator zusammen, dann stieg dieser nach den jüngsten Daten zum zweiten Mal in Folge überaus kräftig um 1,0 % an. Solch hohe monatliche Zuwächse für die Schwellenländer sind selbst im Vergleich mit den vergangenen Jahrzehnten außergewöhnlich. Durchaus kräftig aber weitaus weniger fulminant sind aber auch die die Industrieländer unterwegs, wo die zusammengefassten Frühindikatoren zuletzt um weitere 0,2 % angestiegen. Fasst man die Frühindikatoren aller Länder zusammen, dann stieg der von der DekaBank berechnete Welt-Frühindikator nach den neuesten Daten um 0,6 % an. Dies ist der stärkste Zuwachs seit November 2009 und signalisiert eigentlich eine globale Boomphase. Problemländer gibt es fast ausschließlich in Euroland. Fasst man die Indikatoren der südeuropäischen Defizitländer zusammen zusammen, dann ist dieser Indikator von einem tiefen Stand weiter im Abwärtstrend. Für Euroland insgesamt deuten die Frühindikatoren jedoch auf eine langsame Erholung hin. Bemerkenswert ist die Entwicklung des Frühindikators für China. Die jetzt vorliegenden Daten signalisieren nun sogar eine erhebliche Zunahme der wirtschaftlichen Dynamik, nachdem die OECD jetzt eine Umstellung ihrer Indikatoren vornahm, die nicht mehr auf die Industrieproduktion, sondern auf die gesamte Wirtschaftsleistung einschließlich Dienstleistungen geeicht sind."

Dieter Guffens, Senior Economist KBC Asset Management (23.04.2012): "Das Wirtschaftswachstum in der EWU als Ganzes wird in 2012 aller Wahrscheinlichkeit nach leicht negativ sein. Die Währungszone ist jedoch nicht homogen. Während die Nordstaaten um Deutschland noch vom relativ robustem Wirtschaftswachstum in den USA und den Schwellenländern profitieren können und eine gemäßigt positives Wachstum haben werden, werden die Südlichen Staaten, wie Spanien und Italien, durch eine Rezession gehen. Dies ist hauptsächlich die Folge der Haushaltssanierungen, die die Binnennachfrage bremst, was nur unzureichend durch einen gesteigerten Export kompensiert werden kann. Dieser Nord-Südunterschied wird auch sichtbar in der Arbeitslosenquote, die spätzyklisch ist und daher hauptsächlich vom Wachstum der ersten Jahrhälfte von 2012 beeinflusst wird. In der Annahme, daß der Ölpreis nicht weiter steigt, wird die Inflationsrate aufgrund der mäßigen Konjunktur im Laufe des Jahres 2012 in Richtung 2% fallen.

Für die Schuldenkrise ist diese Wachstumsprognose nicht so günstig. Es gibt im Wesentlichen vier Ansatzpunkte für die Südstaaten, um ihre Finanzprobleme in den Griff zu kriegen: Sanierungsmaßnahmen, niedrige Zinsen, Inflation und ein starkes Wirtschaftswachstum. Die Sanierungsmaßnahmen werden zwar durchgeführt, aber die Zinsen bleiben noch immer auf einem relativ hohen Niveau. Inflation ist in der EWU keine Option, so daß ein kräftiges Wirtschaftswachstum unerlässlich ist. Da dies aber in 2012 sehr unwahrscheinlich ist, ist eine kurzfristige Lösung der europäischen Währungskrise noch nicht in Sicht."

Reinhold Knaus, Senior Economomist bei BNP Paribas Investment Partners (23.04.2012): "Stark divergierende Trends erschweren eine Standardortbestimmung der Eurozone. Die Eurozone befindet sich in einer „milden“ Rezession und ab dem Frühjahr überwiegen die Chancen auf eine langsame Erholung. Abwärtsrisiken gehen von einer kurzfristig zu ambitionierten Konsolidierung aus, allerdings dürfen keine Zweifel am langfristigen Konsolidierungswillen aufkommen. Insbesondere für Spanien und Italien, wo mit einer tieferen Stabilisierungsrezession zu rechnen ist, ist dies eine Gratwanderung. Im Laufe des Jahres kommen aber Wachstumsimpulse von anderer Seite. Die größte Volkswirtschaft der Eurozone, Deutschland, steht bereits jetzt vor einer Rückkehr auf Wachstumskurs. Die Exporte - nicht nur dort - erhalten Auftrieb von einer Belebung in den USA und in den Emerging Markets sowie der Abschwächung des Euro."


Gerhard Winzer, Chefvolkswirt ERSTE-SPARINVEST (23.04.2012): "In der Eurozone schrumpft die wirtschaftliche Aktivität (BIP: -0,4% p.a.), steigt die Arbeitslosigkeit (10,7%) und sinkt die Konsumentenpreisinflation (2,3% p.a.), kurz: die EWU befindet sich in einer – wenn auch nur moderaten – Rezession. Jene Länder mit der größten Notwendigkeit der Reduktion der multiplen Ungleichgewichte (Budget- und Leistungsbilanzdefizite sowie Lohnstückkosten) haben auch die größte Gefahr einer Deflation / Depression und damit die höchste Versuchung extern (über die Währung) abzuwerten. Die Politik hat mit dem Fiskalpakt und der unbegrenzten Liquiditätsversorgung wichtige Maßnahmen gesetzt, um eine Eskalation der Eurokrise zu verhindern. Bis die notwendigen Voraussetzungen für das nachhaltige Funktionieren der EWU vorhanden sind (Fiskalunion, gemeinsame Wirtschaftspolitik, im Bedarfsfall Monetisierung der Staatsschulden), sind noch einige Hürden zu meistern. Aus meiner Sicht ist der point-of-no-return bereits überschritten, d.h. die EWU wird bestehen bleiben, wenn die beteiligten Parteien rational agieren. Das größte Risiko für die EWU ist damit politischer Natur (siehe die populistischen Entwicklungen auch in den Kernländern wie den Niederlanden und Frankreich)."

Mag. Christian Zima, Fondsmanager im Team Global Fixed Income bei Raiffeisen Capital Management (23.04.2012): "Das Wachstum in den Peripherieländern wird deutlich negativ ausfallen und sich auch im Jahresverlauf nicht erholen. Der Hauptgrund dafür sind die fiskalischen Konsolidierungsmaßnahmen der einzelnen Staaten, die mit Steuererhöhungen und Ausgabensenkungen verbunden sind. Die Konsolidierung setzt sich auch im privaten Sektor, auf Unternehmensebene, fort, was wiederum zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führt und die Kaufkraft der Konsumenten weiter schwächt. Die am stärksten betroffenen Staaten sind Griechenland und Portugal, gefolgt von Spanien und Italien. Aber auch Frankreichs Wirtschaftswachstum ist von dieser Entwicklung betroffen und wird 2012 aller Wahrscheinlichkeit nach stagnieren. Vor diesem Hintergrund kommt in den Peripheriestaaten vom Außenhandel noch am meisten Unterstützung.

Das gegensätzliche Bild dazu bietet Deutschland: Hier schneidet zwar der Außenhandel aufgrund der zum Teil schwierigen Situation in einigen Exportmärkten etwas schlechter ab, dafür aber weist Deutschland die geringste Arbeitslosenquote seit 20 Jahren auf, was wiederum positive Effekte für den privaten Konsum zu Folge hat und die Wirtschaft wachsen lässt.

Bezüglich der Inflation, die stark von den Energiepreisen und hier besonders vom Ölpreis abhängt, rechnen wir damit, dass diese im Jahresverlauf etwas niedriger tendieren wird. Was Deutschland betrifft, ist eher mit einem Verharren auf dem aktuellen Niveau zu rechnen, da hier die Konjunktur besser ist und die Lohnstückkosten leicht steigen. Die Peripheriestaaten der Eurozone stehen aufgrund der wirtschaftlichen Schrumpfung unter starkem Disinflationsdruck, der von indirekten Steuern überlagert wird.

Der Ausblick für die Peripheriestaaten der Euro-Zone bleibt pessimistisch. Zur Diskussion steht nur das Ausmaß der negativen Wirtschaftsentwicklung. Die Konsolidierungsmaßnahmen zur nachhaltigen Sanierung der Staatshaushalte mögen zwar richtig sein, ob der Atem der Länder allerdings für ein „Short-term pain for long-term gain“ ausreichen mag, bleibt vorerst offen. Ohne weitere Unterstützungsprogramme seitens IWF, EZB und der Euro-Kernländer wird die Luft jedenfalls sehr dünn."

Stuart Thomson, Ignis Asset Management Chief Economist (23.04.2012):"We expect Eurozone GDP to contract by 1.0% during 2012, which represents a deeper recession than that predicted by consensus decline of 0.4%. In this contractionary environment, only Germany and Finland are expected to produce modest but positive growth during the year, while mild contractions are expected in France, Belgium, Austria and the Netherlands. In contrast to these mild contractions in the semi-core economies, recessions are expected to be deep and sustained in the peripheral economies struggling under the burden of severe fiscal austerity. This in turn will severely blunt the impact of these austerity programs on reducing deficits and debt. The consequence of this double dip for Europe will be further increases in unemployment. The region’s unemployment rate reached its highest level, 10.8%, since the inception of the €uro and is expected to continue on this upward trajectory to 11.5% by the end of the year. This is disinflationary, and the inflation rate is expected to slow from its current rate of 2.7% to 2.2% by the end of the year. This inflation rate has been elevated by fiscally induced increases in indirect taxation. The underlying inflation rate is expected to fall below 1%. We expect the ECB to reduce its benchmark two week repurchase rate to 0.5% from 1.0% despite objections from the Bundesbank, but the main consequences of the European recession will be a rapid increase in political temperature since there are no votes in deficit reduction."


Dr. Thomas Liebi, Chief Economist Asset Management, Swisscanto Asset Management Ltd. (23.04.2012): "Die Austeritätsmassnahmen in der Eurozone werden die strukturellen Wachstumsschwächen in vielen Staaten der Eurozone verstärken. Während die Eurozone insgesamt wahrscheinlich lediglich eine milde Rezession zu verkraften hat, wird die konjunkturelle Abschwächung vor allem in Südeuropa deutlich stärker ausfallen. Die Teuerung dürfte sich in diesem Jahr bei etwa 2% einpendeln, kann aber beispielsweise in Deutschland durchaus höher zu liegen kommen, da der Lohndruck hier ausgeprägter ist. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt der Eurozone wird sich in den kommenden Monaten aufgrund der konjunkturellen Situation weiter verschlechtern, verstärkt durch die Reformschritte in Südeuropa, welche die Arbeitslosigkeit kurzfristig noch erhöhen. Aufgrund der konjunkturellen Verschlechterung und der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt vieler Mitgliedstaaten, besteht die Gefahr, dass der Reformprozess ins Stocken kommt, weil der politische Druck gegen die Sparmassnahmen zunimmt."

 

Economics Forum: Investment Strategen und Ökonomen antworten
Auf monatlicher Basis stellt e-fundresearch.com eine aktuelle Frage mit Bezug zu volkswirtschaftlichen Zusammenhängen und Entwicklungen auf den Kapitalmärkten an eine Gruppe renommierter Ökonomen und Kapitalmarktstrategen. Die Antworten werden im ECONOMICS Channel dargestellt (seit Mai 2011).

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

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