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Schweizer Franken bleibt sicherer Hafen

Dr. Daniel Kalt, Chefökonom und Leiter UBS Wealth Management Research Schweiz, sprach exklusiv mit e-fundresearch über das Thema Schweizer Franken, die Schuldenkrise, mögliche Inflation und eine drohende Immobilienblase. Funds | 11.05.2012 04:30 Uhr
Historische Betrachtung der Schweizer Franken Entwicklung Laut dem UBS Experten ist es wichtig den historischen Kontext in die Betrachtung der Franken-Entwicklung mit einzubeziehen. Zu Beginn der 90er Jahre lag der Franken Kurs bei 1,8 und verzeichnete Jahr für Jahr eine Aufwertung. Die Schweiz hatte strukturell immer schon tiefere Inflationsraten als das umliegende Euroland und eine natürliche Tendenz den Schweizer Franken aufzuwerten. Tatsache bleibt, dass die Währung in der Zeit von 2000 bis Mitte 2007 in eine starke Phase der Abwertung fiel. In dieser Zeit hatte der Carry Trade eine Hochblüte. Bei diesem Prozess haben sich Unternehmen für 3 oder 6 Monate in Tiefzinswährungen verschuldet - also in Yen oder Schweizer Franken Kredite aufgenommen - und diese in eine Hochzinswährung gebracht (beispielsweise in Australische oder Kanadische Dollar, Pfund etc.). Je mehr Leute dies gemacht haben umso stärker hat sich der CHF oder der YEN abgewertet. Dies führte zur bereits erwähnten schwachen Phase bis hin zu einem Stand von 1,68 Euro Mitte 2007. Seit Ausbruch der Finanzkrise begann der CHF kontinuierlich aufzuwerten. „Bei 1,5 begann die Schweizer Nationalbank zu intervenieren und konnte dies einige Monate durchhalten. Im Frühjahr 2010, als Griechenland die erste Hilfe benötigte, war dann die Fluchtbewegung in diesen „sicheren Hafen“ Schweizer Franken enorm“, erklärt Dr. Kalt. „Dann musste die Nationalbank, nachdem sie 80 oder 90 Mrd Schweizer Franken an den Währungsmärkten bereits investiert hatte nachgeben und die Währung ist Schritt für Schritte aufgewertet worden“. Als schließlich ein 1:1 Stand mit dem Euro Mitte letzten Jahres erreicht wurde, war die Stimmung in der Schweiz dramatisch, laut dem UBS Ökonomen. Die Kunden und Exporteure „verfielen in eine Panik“. Schließlich konnten sich die Politik und die Nationalbank Anfang September auf die Untergrenze von 1,20 einigen.

Schweiz mit enormen Anlagepositionen

Die Schweiz ist nach Singapur das Land mit dem zweit-meisten Auslandsguthaben (= alle Guthaben gegenüber dem Ausland abzüglich den Schulden). Absolut gesehen ist die Schweiz das 4t-reichste Land der Welt und hat enorme internationale netto Anlagepositionen von etwa 7,5 Mrd. USD gegenüber dem Ausland. Japan ist an erster Stelle positioniert, gefolgt von China und Deutschland - diese stellen die Exportweltmeister dar. Auf der anderen Seite steht die USA als größter Schuldner mit rund 3.000 Mrd. USD Schulden gegenüber dem Ausland. Etwa 2.000 Mrd. USD Schulden haben die USA alleine gegenüber China. Dr. Kalt verdeutlicht hiermit das  „große Ungleichgewicht in der Weltwirtschaft“.

Griechenland - ein Fass ohne Boden

„Die Eurokrise ist noch lange nicht vorbei“, kommentiert der UBS Chef Ökonom. Seiner Meinung nach würde der Griechenland Deal die griechische Staatsschuldenquote lediglich um acht Prozent reduzieren. Damit seien die Griechen keineswegs entschuldet, sondern lediglich umgeschuldet. „Diejenigen, die vorher einen 50 Prozent Haircut akzeptieren mussten, denen hat man jetzt einen 30-jährigen Bond hingestellt mit 2-3 Prozent Verzinsung. Griechenland wird in den nächsten 12-24 Monaten ein weiteres Mal umgeschuldet werden müssen, davon gehen wir aus“, resümiert Dr. Kalt.

Sicherheit des Schweizer Franken bleibt weiter gesucht

„Eigentlich müsste man das Land sanieren mit einem Schuldenschnitt der mindestens 70 Prozent auf allen Verbindlichkeiten ausmacht“, so der Experte weiter. Auch die Schulden, die bei der EZB liegen, die bilateralen Hilfskredite usw. müssten diesem Schnitt unterliegen. Dann gäbe es die Chance den Schuldenstand - der nach wie vor bei 160 Prozent liegt - auf unter 60 Prozent zu drücken. Aber selbst bei einem Schuldenschnitt in dieser Größenordnung würde die Wirtschaft 2-4 Jahre benötigen um den Kapitalmärkten zu zeigen, dass es die Staatsfinanzen managen kann oder für Wachstum sorgen würde. Dr. Kalt rechnet weiter damit, dass Portugal der nächste Fall wird, der im Herbst mit einem Rettungspaket saniert werden muss. Somit steht für ihn außer Frage, dass der Schweizer Franken weiter als Fluchtwährung oder sicherer Hafen für Anleger gesucht werden wird.

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Inflation wird ein globales Problem

Die letzte Möglichkeit die Schuldenkrise zu lösen - neben weiteren Umschuldungsmaßnahmen, Restrukturierungen oder einer gemeinsamen Fiskalunion bzw. -politik - wäre nach Meinung von Dr. Kalt das Anwerfen der Notenpresse. Doch wohin würde das führen? „Ich denke dass wir in den nächsten 3-4 Jahren mit einer höheren Inflation weltweit zu rechnen haben. In den USA wird diese womöglich zwischen 5-7 Prozent sein. Europa wird später in die Inflation rutschen, da wir uns derzeit noch in der Phase der Rezession befinden. Inflation ist aber in der Regel ein globales Problem und daher mache ich mir für Europa langfristig Sorgen“, so der UBS Experte.

Gute Handelsbilanz aber Desindustrialisierung droht

Für die Schweiz befürchtet Dr. Kalt, dass es zu einer Desindustrialisierung kommt. Die Exportwirtschaft befürchte Absetzbewegungen und beobachtet Unternehmer, die ihre produzierende Tätigkeit ins Ausland verlagern. Gerade aufgrund der Globalisierung und der Verlagerung der Textilindustrie zuerst nach Nordafrika und folgend nach Asien, steigt in der Schweiz die Angst vor einem Verlust der industriellen Basis wegen der Schweizer Franken Stärke.

Aktuell sieht die Handelsbilanz der Schweiz gut aus, auch sind die Import- und Exportzahlen auf Rekord-Höchstwerten. Dies sei erstaunlich nach zwei Jahren der Krise und würde für eine solide Volkswirtschaft sprechen, meint der UBS Ökonom. Gerade die Binnenwirtschaft würde boomen. Seit der letzten Krise 1997/1998 sind 600.000 Arbeitsplätze in der Schweiz geschaffen worden.

Immobilienblase vermeidbar?

Sorgen würden dem UBS Experten Dr. Kalt die hohen Immobilienpreise bereiten. Er spricht sogar von einer Immobilienblase. Getrieben wird das Ganze durch die Sogwirkung der Beschäftigung. Einer der größten Beschäftigungstreiber ist der Gesundheits- und Sozialsektor gefolgt vom Exportsektor. 2007 hat die Schweiz den Arbeitsmarkt geöffnet und sämtliche Kontingente fallen lassen. Seitdem strömen pro Jahr etwa 70 bis 80.000 Immigranten ins Land, was wiederum die Binnenwirtschaft antreibt.

Gerade die Immobilienpreise in der Region um den Genfersee oder auch dem Zürichsee seien extrem hoch. Die Preise für Einfamilienhäuser hätten sich in den letzten acht Jahren verdoppelt, einige sogar verdreifacht. Falls es in den nächsten 2-3 Jahren einen Anstieg der Inflation geben sollte, dann könnte der Markt überhitzen und ein Crash am Immobilienmarkt unvermeidbar sein, bringt es der UBS Ökonom auf den Punkt. Langfristig wäre dies ein größeres Risiko als die Frankenstärke.

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