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BLOG - Weitere ETF-Anbieter werden kommen

Immer wieder kommt die Frage auf, ob am europäischen Markt für börsennotierte Indexfonds (ETFs) noch Platz für weitere Anbieter ist. Ich denke ja. Denn erstens bevorzugen viele Investoren heimische Anbieter. Zweitens gibt es beim Produktangebot noch weiße Flecken auf der Landkarte. Und drittens besteht Spielraum bei den Kosten. Auf diesen drei Gebieten können neue Anbieter bei den Investoren punkten. Funds | 18.06.2012 16:19 Uhr

Die US-Fondsgesellschaft Vanguard und die schwedische Swedbank Robur sind erst seit Mai 2012 am europäischen ETF-Markt aktiv. Beide Unternehmen sind gute Beispiele dafür, mit welchen Strategien neue ETF-Anbieter erfolgreich werden können.
 
Der US-Gigant Vanguard ist mit fünf börsengehandelte Indexfonds an der Londoner Börse (LSE) gestartet. Bei diesen Produkten handelt es sich um Fonds auf Standardmärkte ohne spezielle Strategien: einen ETF auf den S&P 500, den FTSE 100, den FTSE Emerging Markets und den FTSE All World sowie einen Fonds britische Staatsanleihen als Anbieter internationaler Märkte. Mit exotischen Nischenprodukten will Vanguard also offenbar nicht bei den Investoren punkten. Vielmehr setzt die Gesellschaft auf den Kostenaspekt wie Managementgebühren oder Spannen zwischen den An- und Verkaufskursen. Zudem hat sich Vanguard als drittgrößter ETF-Anbieter in den USA einen Namen gemacht.
 
Die ersten drei ETFs von Swedbank Robur beziehen sich auf den schwedischen Aktienmarkt. Einer der Fonds vollzieht die Wertentwicklung eins zu eins nach, einer als gehebelte Version in doppeltem Maße und einer als Short-Variante umgekehrt. Swedbank Robur ist erst der zweite schwedische ETF-Anbieter. Die Gesellschaft kann darauf bauen, dass sie im Geschäft mit klassischen, aktiv gemanagten Investmentfonds auf ihrem Heimatmarkt eine große Nummer ist und in Schweden über ein dichtes Filialnetz verfügt.
 
Vanguard setzt also auf Reputation und Kosten, Swedbank Robur auf Expertise auf dem Heimatmarkt und seine Vertriebsstärke. Obwohl beide Vorgehensweisen unterschiedlich sind, haben sie etwas gemeinsam: Bei den ETFs, die beide Gesellschaften nach dem ersten Schritt anbieten,  handelt es sich um Produkte, mit denen sich schnell große Summen von den Investoren einwerben lassen.
 
Dies ist ein Umstand, den man im ETF-Geschäft, das von kleinen Margen bestimmt ist, nicht unterschätzen darf. Zwar dürften Vanguard und Swedbank Robur im Ernstfall einen langen Atem haben. Aber es lebt sich auch in der ETF Industrie leichter, wenn man geschäftliche Erfolge vorweisen kann und profitabel ist. Das ist die Lektion für alle, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen, auf dem europäischen ETF-Markt Fuß zu fassen.
 
Und welche Lektion können Anleger lernen, beziehungsweise was bringen ihnen die zusätzlichen Anbieter? Ein größeres Produktangebot, klar. Ansonsten sind kurzfristig keine Vorteile erkennbar. Mittel- und langfristig könnte der zunehmende Wettbewerb der einzelnen Anbieter aber die Managementgebühren und die Handelsaufschläge (Spreads) verringern. Dadurch würden die Kosten für die Anleger sinken.
 
Nun mag der eine oder andere Skeptiker darauf hinweisen, dass die Kosten aktiv gemanagter Fonds im Zuge eines stärkeren Wettbewerbs nicht gesunken seien. Aber: Der ETF-Markt verhält sich in diesem Punkt anders als der für klassische Investmentfonds – und zwar aufgrund fehlender Vertriebsprovisionen. Denn je stärker die Konkurrenz bei den aktiv gemanagten Fonds wurde, umso mehr mussten die Anbieter bei ihren Vertriebspartnern mit immer höheren Provisionen um die Gunst werben. Da in der ETF-Branche generell keine Vertriebsvergütungen gezahlt werden, entfällt diese Strategie.
 
Bei ETFs hat der zunehmende Wettbewerb tatsächlich zu fallenden Kosten geführt, während diese im Bereich der aktiv gemanagten Produkte – trotz oder gerade wegen des steigenden Wettbewerbs – kontinuierlich gestiegen sind.

 


Für den Inhalt der Kolumne ist allein der Verfasser verantwortlich. Der Inhalt gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder, nicht die von Thomson Reuters.

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Über den Autor Detlef Glow, MBA (UoW):

Glow begann im Jahr 2005 als Leiter der Fondsanalyse für Deutschland und Österreich bei Thomson Reuters - Lipper. Seit Anfang 2007 war er dort Leiter der Fondsanalyse für Zentral-, Nord- und Osteuropa. Seit Herbst 2010 ist Herr Glow Head of Lipper EMEA Research und damit Leiter der Fondsanalyse Europa, Mittlerer Osten und Afrika. Zuvor war er als Direktor Portfoliomanagement bei der Feri Wealth Management GmbH in Bad Homburg als Portfoliomanger für vermögende Privatkunden tätig. Seine Karriere begann Glow neun Jahre zuvor bei der tecis Holding AG in Hamburg, wo er zuletzt als Leiter der Fondsanalyse sowohl für das quantitative als auch das qualitative Fondsresearch der tecis Asset Management AG verantwortlich war.

 


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