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Wo Risiken, da Chancen

Friedrich Erhart, Senior Fund Manager bei Pioneer Investments, hält am FONDS professionell Kongress 2013 ein Plädoyer für die Wiener Börse, verschweigt aber auch die Risiken nicht, die mit ATX-Investments verbunden sind. Funds | 07.03.2013 17:00 Uhr
Friedrich Erhart, Senior Fund Manager bei Pioneer Investments
Friedrich Erhart, Senior Fund Manager bei Pioneer Investments

Vor Optimismusphase

„Haussemärkte entstehen in Pessimismus, wachsen in Zweifel und Misstrauen, reifen in Optimismus und sterben schließlich in Euphorie“, bedient sich Erhart zu Beginn seines Vortrags eines beliebten Zitats. Seiner Einschätzung nach, steht die Wiener Börse kurz davor in eine Phase des Optimismus überzugehen. Nachsatz: „Wir haben also noch genug Zeit bevor es zu einer Übertreibung des Marktes kommt.“

Unternehmen zurückhaltend

Was das aktuelle Marktumfeld betrifft, wären die Unternehmen in ihren Prognosen nach wie vor zurückhaltend und würden die geringe Visibilität beklagen. Neu sei hingegen, dass sich mehr und mehr Investoren aus den USA und Großbritannien für Österreich und den CEE-Raum interessieren. „Wie der Investor-Confidence Index bestätigt, hat sich die generelle Stimmung unter den Investoren deutlich gebessert“, so Erhart.

Schwieriges Makroumfeld

Zu den Makrorisiken zählt Erhart das nach wie vor schwierige wirtschaftliche Umfeld. Positiv: Eine gesamteuropäische tiefe Rezession erwartet er nicht. „Trotzdem darf man nicht vergessen, dass wir erst am Anfang eines schmerzhaften und langen weltweiten Entschuldungsprozesses stehen.“ Besorgniserregend sei die hohe Arbeitslosigkeit in den USA und Südeuropa, was die Gefahr sozialer Spannungen erhöhe.

Krise: Weckruf für Reformen

„Wo es Risiken gibt, da gibt es auch Chancen“, so Erhart weiter. So sei etwa die Krise für die Politik ein wichtiger Weckruf gewesen, um notwendige Reformen in Gang zu setzen. Positiv sei, dass das Quantitative Easing der Nationalbanken die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer – zumindest vorübergehend – fördere. Auch ein schwacher Euro sei nicht grundsätzlich schlecht, sondern erhöhe die Wettbewerbssituation im Export.

Unternehmen effizienter

Zu den positiven Entwicklungen auf der Mikroebene zählt Erhart die Tatsache, dass sich die Kapitalisierung und Refinanzierung der Unternehmen stark verbessert hat. „Die Unternehmen sind durch die Krise effizienter geworden“, sagt er. Insgesamt würden letztlich die attraktiven Bewertungen – unter anderem KGV, Buchwert und Risikoprämien – für Aktien sprechen.

Nischen-Weltmeister im ATX

Das Thema Bewertungen rückt die Wiener Börse jedenfalls ins Rampenlicht. Denn, wie Erhart erklärt, liegen diese unter dem europäischen Durchschnitt. Die heimischen Unternehmen – darunter zahlreiche Nischen-Weltmeister – würden Anlegern vor allem die Chance bieten, überproportional an einer Erholung der CEE-Region zu partizipieren. Positiv: Der ATX notiert noch immer 50 % unter dem historischen Höchststand von 2007.

Osteuropa: Viele Risiken

„Osteuropa birgt insgesamt ein hohes Risiko“, hält Erhart fest. Die Kreditverknappung bei gleichzeitiger Exportflaute würde derzeit den Aufschwung bremsen. Auch Länderrisiken wie die Leistungsbilanzdefizite in Rumänien und Bulgarien oder die hohe Verschuldung in Ungarn, Slowenien und der Ukraine wären nicht von der Hand zu weisen. Nicht zuletzt wären die heimischen Banken von der hohen Verschuldung des Privatsektors betroffen.

Konvergenzstory intakt

„Trotz aller Risiken ist der Megatrend, die Konvergenzstory, nach wie vor intakt“, sagt Erhart. Enormes Potenzial sei angefangen von der Infrastruktur bis hin zum privaten Konsum gegeben. „Je weiter östlich wir gehen, desto höher ist auch derzeit das Wirtschaftswachstum“, spricht er eine wichtige Tatsache an. Nachsatz: „Die Staatsverschuldung ist im CEE-Raum im Durchschnitt niedriger als in der Eurozone.“

ATX: Hohes CEE-Exposure

Als größter Investor in der CEE-Region sei Österreich gut positioniert, um am Aufschwung zu positionieren. Er verweist auf das erhebliche CEE-Exposure von ATX-Titeln wie Raiffeisen Bank International, Erste Group, CA-Immo oder Vienna Insurance Group. Für 2013 geht Erhart von einem durchschnittlichen Gewinnwachstum von 15,9 % der ATX-Unternehmen aus. 

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