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Staat muss sparen

Trotz aller Probleme sieht Dirk Schumacher, Chefvolkswirt Goldman Sachs Asset Management Deutschland, auch positive Signale in den europäischen Peripheriestaaten. Dazu zählt er etwa die voranschreitende Entschuldung der Privathaushalte. Funds | 19.03.2013 02:00 Uhr
Dirk Schumacher, Chefvolkswirt, Goldman Sachs Asset Management, Deutschland / © Goldman Sachs - all rights reserved
Dirk Schumacher, Chefvolkswirt, Goldman Sachs Asset Management, Deutschland / © Goldman Sachs - all rights reserved

„Einigermaßen bereinigt“ hätten dagegen die US-Haushalte ihre Bilanzen, was auch nicht mehr länger auf den Konsum drücken sollte. „Der Staat muss dagegen umso mehr sparen“, so Schumacher.

Schwächephase hält an

Die schlechte Nachricht gleich vorweg: Die Schwächephase der Weltkonjunktur wird laut Schumacher auch 2013 anhalten. Konkret, rechnet er heuer mit einem Plus von 3,3 % und damit einem leicht stärkeren Wachstum als im vergangenen Jahr. Für 2014 stellt er dann ein globales Wirtschaftswachstum von 4,1 % in Aussicht, was auch dem langfristigen Trend entspreche.   

USA: Keine Rezession

Trotz des Sturzes von der fiskalpolitischen Klippe, erwartet Schumacher keine neuerliche Rezession in den USA. Allerdings werden die Probleme bis zum Ende des zweiten Quartals auf das Wachstum in der größten Volkswirtschaft der Welt drücken. In Europa sieht er dagegen aktuell eine „moderate Rezession“: „Auf einen leichten Rückgang zu Jahresbeginn wird ein leichtes Wachstum folgen.“ Die chinesische Wirtschaft sollte sich gut entwickeln. „Ein überschäumendes Wachstum werden wir jedoch nicht sehen“, so Schumacher.

US-Haushalte: Bilanzen bereinigt

Positiv schätzt Schumacher ein, dass die privaten Haushalte in den USA ihre Bilanzen einigermaßen bereinigt hätten. „Sie müssen nicht mehr sparen, der Staat dagegen umso mehr“, sagt er. Allerdings habe der Staat auch mehr Zeit sich zu entschulden und könne sich darüber hinaus zu deutlich geringeren Kosten refinanzieren. Nachsatz des Experten: „Das Gleiche gilt auch für Unternehmen.“

Peripherie: Schwache Kreditvergabe

Kritisch sieht er die schwache Kreditvergabe der Banken in der Peripherie. „Wir sehen deshalb wenig Zeichen, dass dort eine Stabilisierung stattgefunden hat“, so Schumacher. Dabei habe die EZB den Refinanzierungsbedarf der Banken massiv verbessert. Er spricht von einem „gebrochenem geldpolitischen Transmissionsmechanismus“. „Die Banken schrumpfen ihre Bilanzen, um ihre Eigenkapitalsituation zu stärken“, so Schumacher.

Haushalte entschulden sich

„Die Entschuldung des Privatsektors schreitet in der Peripherie dagegen rasch voran“, sieht der Chefvolkswirt durchaus auch Anzeichen einer Besserung der Lage in den europäischen Krisenländern. Gleichzeitig wären auch die Leistungsbilanzdefizite zurückgegangen. Nach wie vor hoch wären dagegen die Auslandsverbindlichkeiten. Eines der größten Probleme bleibe in den Peripheriestaaten die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit.

Strukturreformen notwendig

„Strukturreformen sind notwendig sonst wird ein Rebalancing nicht klappen“, gibt Schumacher die weitere Marschrichtung zur Lösung der Krise vor. Die Maßnahmen der EZB allein würden nicht ausreichen. Die größten Risiken wären in diesem Zusammenhang politischer Natur. „Durch den Druck von außen bewegt sich die Peripherie jedenfalls in die richtige Richtung“, stellt er fest. 

 


Bildquelle: Dirk Schuhmacher, copyright: Goldman Sachs - all rights reserved

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