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Elisabeth Weisenhorn: Back again

Der Weisenhorn Europa zählt zu den besten europäischen Aktienfonds der letzten 12 Monate. Ex-DWS Managerin Elisabeth Weisenhorn erklärt im folgenden Interview die Gründe bzw. die Unterschiede zum Investmentansatz ihres Bruders. In den nächsten Monaten seien weitere Kursgewinne wahrscheinlich, besonders in Deutschland. Funds | 05.02.2004 08:02 Uhr

Der Weisenhorn Europa wurde erst kürzlich von Standard & Poor´s mit vier Sternen ausgezeichnet. Auch die Performance kann sich sehen lassen: Seit März 2003 legte der Fonds um 109 Prozent zu. Seit Jahresbeginn erzielte Elisabeth Weisenhorn mit Ihrem ausgeprägten Stock-Picking-Ansatz und einer starken Deutschland-Übergewichtung 9,3 Prozent Ertrag, der Euro Stoxx 50 nur 3 Prozent. Ihre Entscheidung sich in einer schwierigen Marktphase selbstständig zu machen, scheint sich nun endlich auszuzahlen. „Nach 15 Jahren bei der Deutschen Bank Gruppe war ich für einen Wechsel reif, länger konnte ich mit der Selbstständigkeit nicht mehr warten“, erklärt Sie.

„Setze weniger stark auf Branchenrotationen“

e-fundresearch: Frau Weisenhorn, Sie sind seit Auflage in September 2000 Fondsmanagerin des Weisenhorn Europa. Wie stellt sich der Investmentansatz dar bzw. wie unterscheidet er sich von dem Ihres Bruders, der den Weisenhorn Amerika verwaltet?

Elisabeth Weisenhorn: Wir sind beide fundamental orientiert und verwenden für unsere Produkte keine Benchmark, da wir sowohl Small, Mid und Large-Caps bzw. Value und Growth-Titel in unseren Portfolios haben. Im Gegensatz zu meinem Bruder ist bei mir der Stock-Picking-Ansatz stärker ausgeprägt, ich setzte weniger stark auf Branchenrotationen.

e-fundresearch: Sieht man sich die Performance an, dann fällt einem bis März 2003 eine Underperformance gegenüber dem Euro Stoxx 50 bzw. vielen Konkurrenzprodukten auf. Dann ging es aber sehr stark nach oben: Seit Jahresbeginn allein knapp 10 Prozent. Was waren die Gründe?

Elisabeth Weisenhorn: Ich habe in der Abwärtsphase zu früh in Titel investiert, von denen ich der Meinung war, dass sie schon stark unterbewertet waren. Ab September 2002 hat sich diese Selektion dann ausgezahlt, große Positionen wie eine Schwarz Pharma haben begonnen extrem gut zu laufen. Im Vorhinein war der Zeitpunkt aber nicht abschätzbar.

„Weitere Kursgewinne im nächsten Jahr wahrscheinlich“

e-fundresearch: Ist die gute Performance dieses Jahres nachhaltig bzw. wie geht es mit der europäischen Konjunktur weiter? 63 Prozent Ihres Fonds stammen etwa allein aus Deutschland.

Elisabeth Weisenhorn: Nachdem wir im letzten Jahr schon eine sehr gute Performance erzielen konnten, sind wir weiterhin positiv gestimmt für europäische Aktien. Je nachdem mit welcher Vorlaufzeit die Börse das zyklische Konjunktur-Top antizipiert, sollten wir durchaus noch sechs bis zwölf Monate Kursgewinne sehen. Ich habe deswegen mein Portfolio wiederholt sehr intensiv dementsprechend durchforstet, da wir mit etwa 50 Prozent in Small und Mid-Caps investiert sind. 

Buy and Hold überholt?

e-fundresearch: Sie sind, wie Ihr Bruder auch, bei der Fiduka durch die harte Schule Andre Kostolany´s gegangen. Was würde er, wenn er noch leben würde, dem Investor heute raten?

Elisabeth Weisenhorn: Ich habe zwar für Andre Kostolany gearbeitet, kann aber trotzdem nur schwer für ihn sprechen. Vieles hat sich seit damals einfach geändert, wir alle mussten uns weiterentwickeln. Aktien einfach zu kaufen und sich dann schlafen zu legen ist nicht mehr so einfach, das mussten wir in den letzten Jahren schmerzlich erfahren. Es ist sehr wichtig seine Portfolios regelmäßig unter Aufsicht zu haben. Weiters ist das Risikomanagement heutzutage sicher noch wichtiger als damals.

e-fundresearch: Vielen Dank für das Gespräch!


Über die Person:
Nach über 15 Jahren Tätigkeit in der Deutsche Bank Gruppe, zuletzt als Leiterin für europäische Aktienfonds bei der DWS, machte sich Elisabeth Weisenhorn im Sommer 2000 selbständig und beteiligte sich an dem von ihrem Bruder Johann im Jahr 1999 gegründetem Unternehmen Weisenhorn & Partner Financial Services mit Sitz in Wien. Sie startete ihre Karriere zusammen mit ihrem Bruder bei der Firma Fiduka des Börsengurus André Kostolany in München, bevor sie über eine Zwischenstation bei der Bayrischen Hypo-Bank in der Deutschen Bank landete. Die ehemalige Star-Fondsmanagerin bei der DWS, dort war sie etwa für den DWS Investa zuständig und verantwortete insgesamt knapp 7 Mrd. Euro, wechselte dann aber zur Wirtschaft und studierte VWL. Als geschäftsführende Gesellschafterin von Weisenhorn & Partner ist sie neben dem Fondsmanagement des Weisenhorn Europa (Volumen aktuell: 43 Millionen Euro) als Investment Advisor für den Total Return Long Short Equity Fund "European Pearl Fund" tätig.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.
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