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Institutionelle Anleger-Statistik: Vorsichtig in den Herbst

Weiterhin herausfordernde Zeiten für die Entscheider bei Spezialfonds: Die Inflation steigt, die Zinsen bleiben aber (noch) im Keller. Ankündigungen, wie kürzlich die der FED, noch in diesem Monat mit dem Tapering zu beginnen, bringen zusätzliche Ungewissheit. Die Entwicklungen auf der Plattform von Universal-Investment zeigen auf, wie sich die Expertinnen und Experten in diesem spannenden Umfeld bewegt haben und wie sie das dritte Quartal dennoch mit einer erfreulichen Wertentwicklung beschließen konnten. Funds | 15.11.2021 17:05 Uhr
© e-fundresearch.com / Canva
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Dabei wuchs das hier investierte Spezialfondsvermögen erneut:  In einem Jahr um 15 Prozent auf 482 Milliarden Euro per Ende September 2021. Die Rentenquote der Anlagen erreichte mit 40,4 Prozent zu diesem Stichtag ihren niedrigsten Stand seit Beginn der Analyse vor zehn Jahren. Bei den Aktien gab es in den vergangenen drei Monaten wenig Bewegung. Ihr Anteil liegt allerdings mit 26,3 deutlich über dem noch von der Pandemie gezeichneten Wert von 23,8 Prozent vor einem Jahr.

Rentenmärkte: Tendenz geht weiter nach unten

Zieht man in die Betrachtung die Tatsache mit ein, dass die Aktienvolumina sich schon allein durch die positiven Kursentwicklungen über die vergangenen Monate nach oben entwickelten, wird der Rückgang im Rentensegment noch deutlicher. Die Rentenanteile wurden unter Umständen gar nicht aktiv verringert, sondern sind im Verhältnis zu den Aktien von selbst geschrumpft. Mögliche Inflationssorgen belasten die Rentenmärkte zusätzlich: Standard-Anleihen werden noch uninteressanter. Inflationsgebundene Papiere waren gefragt, aber die verfügbaren Volumina sind vergleichsweise klein. 

In den einzelnen Sektoren liegen Corporate Bonds und Staatsanleihen mit jeweils um die 28 Prozent gleichauf.  In beiden Anlageformen gibt es zwar so gut wie keine Zinsen – etliche Papiere, wie die zehnjährigen Bundesanleihen, rentieren sogar negativ. In diesem Szenario ist es ein Pluspunkt der Unternehmensanleihen, dass sie, im Gegensatz zu Staatspapieren, von einer potenziell guten Wirtschaftsentwicklung profitieren und so das Manko der unattraktiven Verzinsung zumindest zum Teil auffangen können. 

Anlagen in Covered Bonds oder Pfandbriefen stagnieren schon seit dem vergangenen Jahr bei etwa zehn Prozent. Sie sind bei den institutionellen Anlegern zwar beliebt, aber der Markt ist begrenzt, weil sie nach wie vor Teil des EZB-Ankaufprogramms sind – wie auch Staatsanleihen und Corporate Bonds. Ebenfalls kaum Momentum ist bei den Schuldscheindarlehen zu verzeichnen. Diese Anlageform ist eine deutsche Besonderheit, die in den zunehmend internationaler aufgestellten Portfolios der Spezialfonds langsam an Bedeutung verliert. 

Alternative Investments: Mehr Fremdkapitalstrukturen

Das Thema Inflation verstärkt das Interesse an Alternative Investments noch mehr: Weil sie meist weniger liquide und damit weniger volatil sind, hoffen viele Anlageprofis, hier auch im Fall einer länger andauernden Inflationsphase gut aufgehoben zu sein. Per Ende Juni 2021 waren 65,4 Milliarden Euro in dieser äußerst diversen Anlageklasse investiert – rund 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Steigerung spiegelt den Trend aber nur zum Teil wider, denn die Pipeline zum Beispiel mit Infrastrukturprojekten oder privat platzierten Unternehmensfinanzierungen ist bei Universal-Investment gut gefüllt. Das Kundeninteresse ist groß, aber die Umsetzung braucht entsprechend der Komplexität der Engagements mehr Zeit als klassische Investments in Aktien oder Anleihen. Zudem müssen relevante Investitionsziele zunächst gefunden und dann akquiriert werden.

Mit 62 Prozent ist der überwiegende Teil der Alternative Investments in Eigenkapital-Strukturen angelegt. Aber auch die Volumina von Fremdkapitalstrukturen wachsen und lagen im Sommer bei 20 Prozent. Dabei sind besonders Unternehmensfinanzierungen beliebt – ihr Anteil liegt bei 70 Prozent. Dieser Markt wächst stetig, weil private Darlehnsgeber immer öfter die klassische Rolle der Banken übernehmen. Im Niedrigzinsumfeld gibt es hier immerhin die Aussicht auf etwas mehr Ertrag als bei öffentlichen Anleihen. Infrastrukturprojekte machen zwölf Prozent der Debt-Strukturen aus. Immobilien, Kommunaldarlehen und Schiffsfinanzierungen liegen jeweils bei deutlich unter zehn Prozent. 

Auch die Immobilienquoten der Spezialfonds steigen. Die höhere Volatilität liquider Assets geht am Real Estate-Markt meist spurlos vorüber. Dafür profitiert dieser von den positiven Konjunkturaussichten und langfristig stabilen Erträgen wie Miete oder Pacht. Professionelle Anleger sehen sich neben dem deutschen Heimatmarkt auch international um. Allerdings waren im zurückliegenden Quartal Objekte in Deutschland wieder stärker nachgefragt: Ihr Anteil stieg leicht auf 41 Prozent. Das Volumen von Bauvorhaben in Europa ohne Deutschland entwickelte sich ebenfalls positiv von 24 auf 26 Prozent. Dagegen fiel der prozentuale Anteil der USA von 25,6 auf 21 Punkte. Projekte in Asien stellten um die zehn Prozent. 

Wertentwicklung lässt Pandemie-Knick hinter sich

Mit 5,39 Prozent per annum über die letzten zehn Jahre haben die Verantwortlichen der Spezialfonds trotz der anhaltenden Zinsdürre ein gutes Gespür bei ihren Anlageentscheidungen bewiesen. Damit sind sie auch im zurückliegenden Quartal erneut ihrer Aufgabe gerecht geworden, langfristig stabile Renditen etwa für ihre Pensionärinnen, und Rentner oder ihre Stiftungsbegünstigten zu erwirtschaften. Die Entwicklung profitierte dabei neben den Kurssteigerungen an den Aktienmärkten auch von einer starken Performance der Alternative Investments. 

Markus Neubauer, Geschäftsführer, Universal-Investment

Gastkommentare werden von anerkannten Experten verfasst, deren Meinungen nicht mit jener der e-fundresearch.com Redaktion übereinstimmen müssen.

Methodik und Relevanz

Die Auswertung erfasst alle Anlagen in Spezialfonds bei Universal-Investment für den Zeitraum von Januar 2012 bis zum 30. September 2021. Sie wird regelmäßig aktualisiert. Das Gesamtvolumen der analysierten Assets under Administration beträgt derzeit rund 474 Milliarden Euro.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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