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Kosten als Entscheidungsfaktor bei Fonds

Während beim Kauf alltäglicher Güter der Preisvergleich eine wichtige Rolle spielt, wird das Thema Kosten bei Fonds bis dato noch wenig wahrgenommen. Obwohl Gebühren bei der Anlageentscheidung nicht als Hauptkriterium herangezogen werden sollten, empfiehlt es sich, Fonds-Research zu betreiben und zu untersuchen, welche Leistungen wieviel kosten. Funds | 07.09.2006 07:54 Uhr

Denn langfristig hat sicherlich die Qualität des Investmentprozesses und die Erfahrung des Fondsmanagers die größte Auswirkung auf die Performance des Fonds. Gebühren und Spesen reduzieren aber die Erträge und sollten deswegen auch in Relation zur erbrachten Leistung gesehen werden.

Bei Fonds gibt es in der Regel zwei Kostenblöcke:

  1. Ausgabeaufschlag (AGA): Diese Gebühr fällt einmalig beim Kauf eines Fonds an und wird vom Anleger an die Vertriebsstelle (Bank, Vermögensberater, Online Broker, etc.) bezahlt. In einer Filialbank wird mit dem AGA sowohl die Beratungs- als auch die Vertriebsleistung abgegolten. Die Kostenspanne erstreckt sich von weniger als 0,5 Prozent bei Geldmarktfonds bis zu 6 Prozent und mehr bei Aktienfonds. Investiert ein Anleger beispielsweise 10.000 Euro bei 5 Prozent AGA, werden effektiv nur 9.500 Euro in den jeweiligen Fonds investiert und 500 Euro von der Bankfiliale oder dem Vermögensberater einbehalten.  In den letzten Jahren gab es zwar Druck auf die hohen Ausgabeaufschläge durch Discount Angebote der Online Broker, in der Gesamtheit sind jedoch die durchschnittlichen AGAs sogar angestiegen. Vielen Anlegern ist auch nicht bewusst, dass die AGA nicht Erträge der Fondsgesellschaften sondern Vertriebsprovisionen für Bank- und Vermögensberater sind. Inwieweit für die bezahlten AGA auch eine entsprechende Beratung geboten wird hängt vor allem von der Kompetenz der Berater bzw. der Fondsverkäufer ab. Umso wichtiger ist es, dass der Anleger mit eigenen Vorstellungen und Informationen in diese Beratungsgespräche geht. In Abhängigkeit vom veranlagten Volumen gibt es entsprechenden Verhandlungsspielraum für Anleger um die Höhe des AGA zu reduzieren. Die Fondsgesellschaft selbst verdient am AGA meistens nichts. Ähnlich zum AGA können auch Rücknahmegebühren beim Verkauf des Fonds verrechnet werden. Diese mindern dann den Verkaufserlös des Anlegers.

  2. Verwaltungsgebühren: Während der AGA nur einmalig anfällt, werden für das Fondsmanagement und die Verwaltung des Fonds durch die Kapitalanlagegesellschaft und Depotbank Kosten verrechnet, die direkt aus dem Fondsvermögen bezahlt werden. Die Verwaltungsgebühr wird in Prozent des jeweiligen Fondsvermögens berechnet. Der Fondsmanager ist für die möglichst optimale Veranlagung des Fondsvermögens verantwortlich. Die Depotbank führt die Konten des Fonds und übernimmt die Abwicklung der Transaktionen und die Koordination der Lagerstellen. Die Kapitalanlagegesellschaft ist auch für die Einhaltung der Bestimmungen des Investmentfondsgesetzes verantwortlich. Seit Februar 2004 wird die prozentuelle Gesamtkostenbelastung bei Fonds in einer eigenen Kennzahl veröffentlicht. Die TER (Total Expense Ratio) wird u. a. im so genannten „vereinfachten Prospekt“ eines Fonds veröffentlicht. Diese Information ist für jeden Anleger über die Internetseiten der Fondsgesellschaften abrufbar. Transaktionskosten, d. h. die Kosten für den Kauf und Verkauf der Wertpapiere im Fonds sind nicht Teil der TER, repräsentieren jedoch in der Praxis den größten Kostenblock. Nachdem jedoch Performancezahlen von Fonds immer netto, d. h. nach Abzug aller Kosten (außer AGA) berechnet und veröffentlicht werden, ist die Höhe der Kosten nur eines von mehreren Entscheidungskriterien bei der Fondsauswahl. Letztendlich zählt für Anleger die erzielte Nettoperformance von Fonds mehr als die Kosten, die mit der Veranlagung verbunden sind. Die TER bietet einen guten Anhaltspunkt zur Bestimmung der Höhe der Verwaltungsgebühren.

TER und Performance

Kosten sind nur einer von vielen Aspekten, die sich auf die Höhe der Performance eines Fonds auswirken können. Wichtiger sind sicherlich die allgemeine Marktentwicklung, das Know-how und die Erfahrung des Fondsmanagers bzw. die Qualität der Analysen. Da alle laufenden Kosten (ausgenommen des AGA) in der dargestellten Performance bereits berücksichtigt sind, wird den Anlegern die Existenz dieser laufenden Kosten in der Regel jedoch gar nicht erst bewusst. In Zeiten niedriger Renditen – der MSCI World erzielte 2004 in Euro 6,9 Prozent – fallen TER von 3 bis 4 Prozent und darüber allerdings besonders stark ins Gewicht. In diesen Fällen leidet zumeist die Nettoperformance des Fonds. Vor allem ist die Chancen- und Risikoverteilung zu beachten. Gebühren sind fix – Erträge sind variabel. Eine Ausnahme von dieser Regel sind erfolgsabhängige Gebühren, die in seltenen Einzelfällen zur Anwendung kommen.   

Teure Fonds leisten weniger…

In zahlreichen Studien haben die Analysten von e-fundresearch die Zusammenhänge zwischen Kosten und Performance von Fonds untersucht und kamen dabei auf interessante Ergebnisse: „Teure“ Fonds bieten nicht unbedingt mehr für ihr Geld. Sowohl über den 3-Jahres Horizont als auch über 5 Jahre erbrachten Fonds mit höherer TER im Schnitt deutlich schlechtere Ergebnisse als ihre „schlankeren“ Kollegen – da es sich bei der angegebenen Performance um die Netto-Werte handelt (d.h. die angefallenen Kosten wurden bereits von den Erträgen abgezogen), ist dieses Ergebnis auch intuitiv einsichtig. Überraschend ist hingegen,  dass dieses Resultat auch bei Betrachtung einer rechnerischen Bruttoperformance - also vor Abzug der Kosten - hält: Insbesondere bei Anleihenfonds liegt das schlechtere Endergebnis für den Investor also nicht nur daran, dass die höheren Kosten den Gewinn schmälerten: Tatsächlich scheint es so als würden gerade die schlecht verwalteten Fonds auch besonders viel für diese „Leistung“ verrechnen.

… große sind billiger

Ein weiteres Phänomen bezieht sich auf den Zusammenhang zwischen Volumen und Performance bei Fonds. Besonders große Fonds mit einem Fondsvolumen mit mehreren Milliarden Euro – die aufgrund der Skaleneffekte eigentlich billiger werden müssten – wurden beispielsweise in Deutschland zuletzt immer teurer. Gleiches gilt für Produkte in Assetklassen, die im Rampenlicht der Anleger stehen (etwa Rohstoffe oder Osteuropa-Aktien). Die erhöhte Nachfrage treibt also auch bei Fonds die Kosten in die Höhe. Ähnliche Entwicklungen wurden zuletzt auch in der Schweiz beobachtet.

Bedeutung von Kosten für die Fondsauswahl

Die TER kann natürlich nicht die alleinige Entscheidungsgrundlage bei der Fondsauswahl sein. Dennoch ist allgemein Skepsis gegenüber Fonds mit ungerechtfertigt hoher TER angebracht, denn unterm Strich schmälert jedes Prozent an höheren Gebühren den Gesamtertrag des Investors. Wer den langfristigen Zinseszins-Effekt kennt, weiß warum Anleger um jedes Prozent bzw. auch um jedes Zehntelprozent kämpfen sollten. Niedrigere Ausgabeaufschläge würden zudem die Mobilität des Kapitals erhöhen und dafür sorgen, dass gute Fonds Mittelzuflüsse erhalten und schlechte - und evt. noch dazu teure - Fonds Mittelabflüsse verzeichnen. 


  • Weitere Infos zum Thema Gebühren finden Sie HIER
  • Die kostenlose Fondsdatenbank www.e-funddata.com 
Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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