
Geldmarktfonds gelten als langweilig, dafür aber als sicher – ist dem wirklich so?
Heute geht es um die wohl langweiligste Anlageklasse – nämlich Geldmarktfonds in Euro. Gemeinhin gilt als zweites Kriterium dieser Anlageklasse deren Sicherheit: täglich verfügbar, geringe Schwankungen und eine niedrige, aber kontinuierliche Verzinsung, die bestenfalls oberhalb des Referenzsatzes der Zentralbank ESTR (aktuell per Mitte Februar 1,93 %) liegt. Schaut man sich dann Performancelisten in dieser Kategorie an, stellt man fest, dass viele Geldmarktfonds Renditen von >3 % über ein Jahr ausweisen. Was auf den ersten Blick für Anleger interessant scheint, kann nur durch die Inkaufnahme höherer Risiken erreicht werden, was den Punkt Sicherheit in Frage stellt. Wenn selbst Fonds mit dem Schwerpunkt „Geldmarkt Staatsanleihen“, zu 50 % in Unternehmensanleihen und Pfandbriefen investiert sind, ist das dann doch nicht das, was man als Anleger erwartet. Solange die Renditen passen und es marktseitig zu keinen Problemen kommt, ist das nachvollziehbar. Aber was ist, wenn es zu Problemen kommt? Wenig verwunderlich, dass solche Ansätze in Krisenphasen (zuletzt beispielsweise im Jahr 2022) 5 % oder mehr verlieren. Ob das dann im Sinne der Anleger ist, darf bezweifelt werden.
Finanzmarktkrise 2008
Gehen wir zeitlich noch etwas weiter zurück in die Zeit der Finanzkrise, sprich ins Jahr 2008: Damals...