Fondsselektor Award: Diese 20 Dachfondsmanager überzeugen langfristig

Nicht Stock Picking, sondern Managerauswahl: Das Greiff Research Institut vergibt erstmals einen Award für die stärksten Fondsselektoren im Dachfondssegment. Aus 735 untersuchten Dachfonds haben 20 Manager den zweistufigen Filter aus Tracking Error und Information Ratio über drei, fünf und zehn Jahre bestanden. e-fundresearch.com zeigt die komplette Liste inklusive ISIN, Kategorie und Volumen. Funds | 13.08.2026 11:30 Uhr
20 aus 735: Greiff prämiert erstmals die aktivsten & erfolgreichsten Dachfondsmanager / © Greiff Research Institut
20 aus 735: Greiff prämiert erstmals die aktivsten & erfolgreichsten Dachfondsmanager / © Greiff Research Institut

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Das Greiff Research Institut (Freiburg im Breisgau) hat am 13. August 2026 erstmals den Fondsselektor Award für Dachfonds vergeben. Prämiert werden 20 Dachfondsmanager aus den zehn Kategorien der Dachfonds-Studie 2026, also jene Selektoren, deren Zielfondsauswahl langfristig getragen hat. Der Filter läuft zweistufig: Zunächst blieben nur Fonds im Rennen, die gemessen am Tracking Error zu den aktivsten 50 Prozent ihrer Vergleichsgruppe zählen. Anschließend musste die Information Ratio über drei, fünf und zehn Jahre belegen, dass aus dieser Aktivität tatsächlich Mehrwert entstand. Unter den Preisträgern finden sich internationale Asset Manager, Privatbanken und spezialisierte Vermögensverwalter. Anbieter aus Österreich sind auffallend stark vertreten, laut Mitteilung stellt Erste Asset Management fünf der ausgezeichneten Fonds, IQAM Invest zwei. Die 20 Fonds kommen zusammen auf rund 4,4 Mrd. Euro Volumen (Stand 31.12.2025).

Wer einen Dachfonds managt, betreibt Fondsselektion als Kerngeschäft: Aus einem Universum von tausenden Zielfonds wird ein Portfolio gebaut, laufend überwacht und umgeschichtet. Genau diese Auswahlleistung stellt das Greiff Research Institut, eine hundertprozentige Tochter der Greiff capital management AG, nun in den Mittelpunkt einer eigenen Auszeichnung. Grundlage des am 13. August 2026 erstmals vergebenen Fondsselektor Award 2026 sind die im Mai veröffentlichte Dachfonds-Studie 2026 sowie die seit 2011 im Haus etablierte Methodik zur Messung der Aktivität von Fondsmanagern.

Warum klassische Rankings zu kurz greifen

Der methodische Anspruch des Awards liegt in der Verknüpfung zweier Dimensionen, die sonst getrennt betrachtet werden. „Während klassische Rankings häufig allein auf die Performance eines Fonds schauen, verbindet der Fondsselektor Award erstmals den Grad aktiven Managements mit dessen langfristigem Anlageerfolg“, sagt Werner Lang, Geschäftsführer des Greiff Research Instituts. Entscheidend sei, dass ein Fondsmanager bewusst eigene Entscheidungen treffe und daraus langfristig Mehrwert entstehe. Kurzfristige Ausreißer sollen ausdrücklich nicht belohnt werden, sondern, so Lang, „über viele Jahre nachweisbare Qualität im Fondsmanagement“.

Damit adressiert der Award die zentrale Schwachstelle vieler Selektionsprozesse: Ein guter Zwölfmonatswert kann aus einer einzigen glücklichen Zielfondsentscheidung stammen. Erst die Wiederholbarkeit über drei Zeiträume trennt Handwerk von Zufall.

Zwei Filter, drei Zeiträume

Ausgangspunkt waren die zehn Kategorien der Dachfonds-Studie. Im ersten Schritt blieben nur jene Fonds im Universum, die anhand ihres Tracking Errors zu den aktivsten 50 Prozent ihrer jeweiligen Vergleichsgruppe zählen. Im zweiten Schritt prüfte das Institut über die Information Ratio, ob diese aktive Positionierung über drei, fünf und zehn Jahre tatsächlich nachhaltigen Mehrwert für Anleger erzeugt hat. Nur Manager, die in allen drei Analysezeiträumen bestanden, erhielten den Award.


Kurz erklärt: die beiden Kennzahlen hinter dem Award
Tracking Error: misst, wie stark die Wertentwicklung eines Fonds von jener seiner Benchmark abweicht. Ein hoher Tracking Error zeigt an, dass ein Manager bewusst vom Index abweicht, sagt für sich genommen aber nichts über die Qualität dieser Entscheidungen aus.
Information Ratio: setzt die erzielte Überrendite ins Verhältnis zum eingegangenen aktiven Risiko. Sie beantwortet die Frage, ob sich die Abweichung von der Benchmark für den Anleger ausgezahlt hat.

20 aus 735: der Markt hinter dem Award

Die Auszeichnung ist damit hochselektiv. Die zugrundeliegende Dachfonds-Studie 2026, erstellt in Kooperation mit Wellington Management, erfasst 735 Dachfonds mit rund 210,58 Mrd. Euro Volumen per Ende 2025, ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein neues Allzeithoch. Der Markt ist zugleich stark konzentriert, allein die DWS Investment verwaltet 17,25 Prozent des Gesamtvolumens. Wie sich das Segment über 25 Jahre entwickelt hat, welche Kategorien dominieren und welche Rolle ETF-Bausteine in den Portfolios spielen, haben wir bereits ausführlich analysiert: Was die Dachfonds-Studie 2026 über den 210-Milliarden-Markt verrät.