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Mitarbeitervorsorge-Kassen unter der Lupe

Ein ereignisreiches Jahr liegt vor den neun MV-Kassen in Österreich: Erstmals können Arbeitnehmer nach 36 Beitragsmonaten 2006 ihr Geld entnehmen. Auch ein Blick auf die erzielten Anlageergebnisse lohnt sich. Denn die Rendite-Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind groß. Funds | 04.04.2006 07:12 Uhr

2006: Mehr als 2 Millionen Personen mit „Abfertigung Neu“

Im Gesamtjahr 2005 erhöhte sich die Anzahl der Arbeitnehmer von 1,3 auf 1,7 Millionen Personen. Dieses Jahre werden erstmals mehr als zwei Millionen Arbeitnehmer in Österreich vom System der Mitarbeitervorsorgekassen erfasst. Damit fallen im vierten Jahr nach Einführung der neuen Regelung deutlich mehr als die Hälfte aller Beschäftigten unter die Abfertigung Neu.

MV-Kassen verwalten rund 700 Millionen Euro

Dementsprechend stark wuchs auch das verwaltete Vermögen der neun am Markt agierenden MV-Kassen: Wurde Ende 2004 noch ein Abfertigungsvermögen von 364 Millionen Euro verwaltet, stieg dieses bis Ultimo 2005 auf 696 Millionen Euro, also um 81 Prozent.

2005 brachte "Zwangszuteilung"

Trotz gesetzlicher Verpflichtung sind aber auch drei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes einige Arbeitgeber noch gar keiner Mitarbeitervorsorgekasse beigetreten. Durch eine Novelle des BMVG (Betriebliche Mitarbeitervorsorge Gesetz), welche eine automatische Zuordnung von bisher nicht beigetretenen Arbeitgebern zu einer Mitarbeitervorsorgekasse vorsieht (diese erfolgte anhand der Marktanteile), konnte Ende 2005 die Anzahl der Anwartschaftszeiten, die noch keiner Mitarbeitervorsorgekasse zugeordnet waren, von 10,4 Prozent aller Dienstverhältnisse im Jahr 2004 auf 3,5 Prozent reduziert werden.

Performance vor dem Hintergrund rechtlicher Einschränkungen

Das Veranlagungsergebnis für 2005 ist im Hinblick auf die strengen Risikovorgaben, insbesondere unter der gesetzlichen Vorgabe der jederzeitigen Kapitalgarantie, relativ zufrieden stellend. Denn mehr als 80 Prozent des gesamten Abfertigungskapitals in Österreich muss im Hinblick auf die jederzeitige Kapitalgarantie defensiv (gemäß Klassifikation der Österreichischen Kontrollbank) veranlagt werden. Dies bedeutet, dass Aktien im Gesamtportfolio nur eine untergeordnete Bedeutung zukommt und überwiegend in Staatsanleihen und in Anleihen mit höchster Bonität investiert wird.
Dieses Faktum und das aktuell niedrige Zinsniveau sind auch der Grund, warum die Mitarbeitervorsorgekassen die in sie gesetzten Erwartungen im Bereich der nicht erfüllen werden können. Zur Erklärung: Um auch in der Mitarbeitervorsorge auf den im alten System erzielten Höchstanspruch (ein Jahresgehalt nach 25 Jahren) zu kommen, wäre rund 35 Jahre lang eine Verzinsung von sechs Prozent nötig.

Die Anlageergebnisse im Vergleich

Diese Performance übertraf in den letzten beiden Kalenderjahren allerdings nur eine MV-Kasse, die Siemens Mitarbeitervorsorgekasse. Mit einer jährlichen Performance von 7,8 Prozent liegt diese deutlich vor der zweitgereihten VBV mit 5,9 Prozent (siehe Tabelle). Als einzige betriebliche MV-Kasse, die anderen acht sind überbetrieblich, ist Siemens jedoch einen Sonderfall. Denn da die Beitragszahler überwiegend aus Siemens-Mitarbeitern bestehen (per Ende 2005 betreute sie rund 15.000 Anwartschaftsberechtigte, heuer werden zumindest weitere 1.000 Mitarbeiter aus der übernommenen VA Tech dazukommen) kann die Fluktuation besser abgeschätzt werden kann und lässt damit eine riskantere Anlagestrategie zu. 

Platz drei nimmt im 2-Jahres-Vergleich die BONUS-MVK mit 5,1 Prozent vor der NÖ Vorsorgekasse mit 4,5 Prozent ein. Dahinter folgen: BUAK (4,4), Victoria Volksbanken (4,1) und APK mit 4,05. Weniger als vier Prozent p.a. erzielten einzig die BAWAG Allianz MVK (3,9) bzw. die ÖVK (3,8).

396 Basispunkte zwischen Platz 1 und 9

Im Schnitt erzielten alle neun MV-Kassen in den letzten beiden Jahren eine p.a. Rendite von 4,8 Prozent. Der Unterschied zwischen der erstplatzierten Siemens und der letztgereihten ÖVK beträgt 3,96 Prozent. Und auch die Performance-Schere zwischen den acht überbetrieblichen Kassen (VBV: 5,85, ÖVK 3,85) ist mit knapp zwei Prozent signifikant groß. Der prozentuale Unterschied beträgt dabei 52 Prozent. 

Ausblick 2006

Im laufenden Jahr stehen die MV-Kassen vor neuen Herausforderungen. Denn im ersten Quartal werden erstmals Anwartschaftsberechtigte die erforderlichen 36 Beitragsmonate bei Beendigung des Dienstverhältnisses erreichen, sodass mit einem sprunghaften Anstieg der Auszahlungen gerechnet werden muss. Wie die bisherigen Erfahrungen gezeigt haben, werden die Abfertigungsansprüche aber gegenüber den Mitarbeitervorsorgekassen bei erster Gelegenheit abgerufen und keiner langfristigen Altersvorsorge zugeführt.

Zudem sollte sich - nachdem nicht zuletzt durch gesetzliche Maßnahmen fast alle österreichischen Arbeitgeber Mitglied einer Kasse geworden sind - der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von der Akquisition zur Verwaltung der Verträge bewegen, wobei die Auszahlung von Abfertigungsansprüchen in den Vordergrund treten wird.

Alle Daten per 31.12.2005
Quelle: Angaben der MVKs, APA 

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