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Emerging Markets vor der Abkoppelung?

Das Risiko einer Rezession in den USA steigt. Wie stark würde sich dies auf die Konjunktur der Schwellenländer auswirken und können sich diese von den USA und Europa abkoppeln? William De Vijlder, Global Chief Investment Officer von Fortis Investment Management mit seiner Einschätzung. Managers | 04.02.2008 06:23 Uhr

In den vergangenen beiden Zinssenkungsphasen in den USA waren Zentralbanken auf der ganzen Welt stets dem Vorbild der Federal Reserve gefolgt und hatten ebenfalls die Zinsen gesenkt. Aktuell zeigt sich ein anderes Bild. In machen Märkten wurde die Geldpolitik sogar noch straffer. Insgesamt bedeutet dies, dass der USD weiterhin einem Risiko ausgesetzt ist, analysiert William De Vijlder, Global Chief Investment Officer von Fortis Investment Management im Rahmen einer Präsentation der aktuellen volkswirtschaftlichen Lage.

De Vijlder geht davon aus, daß die EZB nach den aktuellen Zinssenkungen der FED in der zweiten Jahreshälfte ebenfalls die Zinsen um 25 Basispunkte senken wird. 

e-fundresearch: Wie hoch schätzen Sie das Risiko einer Rezession in den USA ein und wie stark kann sich diese auf die US-Nachfrage nach Importen aus Asien bzw. weltweit auswirken? 

De Vijlder: Die Wahrscheinlichkeit dafür ist auf über 50 Prozent gestiegen. Die Hinweise haben sich verdichtet, dass die USA in der ersten Jahreshälfte zumindest hart an der Grenze zu einer Rezession wandeln. Sie wird in den ersten beiden Quartalen ein Null-Wachstum aufweisen oder sogar schrumpfen. Ob die US-Wirtschaft wirklich in eine Rezession abrutscht, hängt davon ab, wie stark die Unternehmen ihre Investitionen zurückfahren und Leute entlassen. Denn damit würgen sie den Konsum ab. Bereits hat die Marktführerin Citigroup massive Rückstellungen für künftige Wertminderungen auf ihren Konsumkrediten gebildet. Das ist alarmierend, der Konsum schwächelt. Die Konjunktur taumelt die Treppe runter. Zuerst kam der Zins-Schock. Dann brachen die Immobilienpeise ein. Das liess die Vermögen schrumpfen. Weil sie nun weniger Sicherheiten bieten, sind die Konsumenten auch weniger kreditwürdig. Mal abgesehen davon, dass die Banken bei der Kreditvergabe sowieso vorsichtiger geworden sind.

e-fundresearch: Wie hart wird Asien von einer möglichen US-Rezession getroffen oder wird es Asien eventuell schaffen, sich von einer derartigen Entwicklung "abzukoppeln"?

De Vijlder: Ein Teil der Aktien, insbesondere in China, sind vielleicht überbewertet. Über alles gesehen ist das aber noch nicht der Fall. Das gegenwärtige Kursgewinnverhältnis von durchschnittlich 19 an den Wachstumsmärkten  ist immer noch attraktiv. Verlangsamt sich die Nachfrage in den USA, bricht das Wachstum in Asien nicht mehr zusammen, sondern wächst immer noch mit 9 statt 11 Prozent. Das ist schneller als in der übrigen Welt. Denn die Ökonomien in Asien sind immer mehr untereinander vernetzt und weniger abhängig von der westlichen Welt.

Niedrige Realzinsen in den Emerging Markets

Durch die steigende Inflation in Asien hatten sich in letzten Monaten die Realzinsen deutlich verringert. In China sind reale Einlagezinsen bei Banken negativ. Die große Frage ist, ob sich Emerging Markets diese niedrigen Realzinsen überhaupt leisten können und ob nicht dadurch das Risiko für weitere Blasen auf verschiedenen Märkten und in speziellen Sektoren ansteigt. Durch eine straffere Geldpolitik könnten asiatische Währungen weiter aufwerten.

US Nachfrage vs. Emerging Markets Angebot

In den letzten Jahren hatte sich folgende Relation auf den Märkten herausgebildet. Die Konsumnachfrage aus den USA wurde durch Importe aus Asien abgedeckt. Das Resultat war ein enormes Handelsbilanz- und Leistungsbilanzdefizit der USA, das von Asien und den ölproduzierenden Ländern finanziert wurde.

William De Vijlder: "Diese Entwicklung hat drei Konsequenzen: Erstens ein starker Anstieg der Industrialisierung in Asien ex Japan, zweitens ein massiver Vermögenstransfer in diese Region und in ölproduzierende Länder und drittens ein starker Druck auf sinkende Zinsen in den USA." Im Jahr 2008 erwartet De Vijlder noch keine abrupte, sondern nur eine leichte Anpassung. Diese Entwicklung kann bereits seit Anfang 2006 beobachtet werden.

Sinkende Zinsen, ein schwächerer USD und weniger Importnachfrage aus den USA hatten zuletzt das US-Handelsbilanzdefizit in Prozent des BIP in den USA wieder leicht sinken lassen. Der Immobilienmarkt bleibt auch 2008 ein Problemfeld, die Industrieproduktion hat ihren Höhepunkt überschritten und der Arbeitsmarkt könnte ins Negative drehen. In einem schwächeren Umfeld ist die US Wirtschaft zudem anfälliger für externe Schocks.

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