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Strukturelle Bärenmärkte dauern 10 Jahre

Euphorische Prognosen sind Felix Zulaufs Sache nicht. Doch nun haben die Börsen in Europa in der seit zwei Jahren andauernden Baisse mehr verloren als US-Aktien. Sieht der Chef der Vermögensberatung Zulauf Asset-Management da nicht die Chance, dass sich Europa von den USA abkoppeln könnte? (Teil 2) Managers |

"Vielleicht", meint Zulauf, "aber nur in dem Sinne, dass die Kurse nicht mehr so stark fallen wie in Amerika. "Das klingt nicht nach Optimismus. "Dazu besteht auch kein Grund", sagt der 52-Jährige. Schließlich gebe es immense "Ungleichgewichte" in der Weltwirtschaft, die sich nachhaltig auf die Finanzmärkte auswirkten.

e-fundresearch: Könnte sich Europa von den USA auch einmal abkoppeln, wie das die Baumeister der EU geplant haben?

Zulauf: Theoretisch schon. Aber, und das ist ein sehr großes Aber: Zum einen ist Europa bisher den Nachweis schuldig geblieben, dass es eine marktwirtschaftliche Eigendynamik entwickeln kann.

Zweitens hat Europa neben seinen Strukturproblemen – wie zu hohe Staats- und Steuerquoten – ein weiteres Problem: Mit der Unterschrift unter die Maastrichter Verträge haben die einzelnen Staaten ihren Spielraum in der Fiskalpolitik aufgegeben. Massive Steuersenkungen als Konjunktur-Instrument fallen damit aus, weil die Staatsverschuldung ja immer unter der Drei-Prozent-Grenze bleiben muss.

e-fundresearch: Welche Entwicklung halten Sie für wahrscheinlich?

Zulauf: Eine weiche Depression wie in Japan. Das heißt, wir haben über Jahre hinaus im Prinzip kein richtiges Wachstum, stagnieren und arbeiten so Schritt für Schritt die Exzesse aus dem System heraus. Das wird für viele Wirtschaftsteilnehmer, Individuen wie Unternehmen, sehr schmerzhaft sein.

e-fundresearch: Für die Aktienmärkte verheißt das ebenfalls nichts Gutes?

Zulauf: Richtig, das dürfte auch den Aktienmärkten entsprechend zusetzen. Das bedeutet nämlich, dass wir in einer strukturellen Baisse bleiben. In der Vergangenheit haben strukturelle Bären-Märkte dazu geführt, dass die Kurse ihren Boden erst bei den Buchwerten finden, im schlechtesten Fall bei den halben Buchwerten.

Der Buchwert beim Standard &Poor’s-500-Index liegt bei 220, der bereinigte beim DAX bei rund 2000 Punkten. Das heißt, dass sich die Börsenbarometer selbst in Europa noch mal halbieren könnten, bis diese Krise ausgestanden ist. Und in Amerika könnten wir im optimistischen Fall vielleicht bei 350 Punkten im S&P 500 einen Boden finden.

e-fundresearch: Rechnen Sie mit einem schnellen Zusammenbruch, einem Mega-Crash?

Zulauf: Ich kann das nicht voraussagen. Es wird sicher keine lineare Entwicklung sein. Von Zeit zu Zeit dürfte mittels Stimulanzen immer wieder Hoffnung aufkeimen. Die Regierungen werden nicht untätig sein und dieses und jenes versuchen – wie in Japan auch. Dann wird es Aufschwünge geben – für einige Monate bis wenige Quartale –, die dann aber letztlich wieder zusammenbrechen.

e-fundresearch: Düstere Aussichten. Was müsste getan werden, um das Gespenst flott zu verjagen?

Zulauf: Wir können den Pelz ja nicht waschen, ohne nass zu werden. Es wird so oder so weh tun. Am wenigsten noch, wenn man der Öffentlichkeit reinen Wein einschenkt, damit sich alle entsprechend vorsichtiger verhalten. Dann hätten wir in einigen Jahren wieder eine gesunde Plattform, auf der eine längerfristige wirtschaftliche Expansion aufbauen könnte. Aber leider  haben noch nicht einmal die "Experten" die wirklichen Probleme erkannt. Das ist ein mehrjähriger Prozess. Erfahrungsgemäß dauern strukturelle Bären-Märkte mindestens zehn Jahre.

Am Montag Teil 3: Wie Anleger in Zukunft gewinnen können
(Quelle: FINANZEN)

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