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Deutsche Aktien als günstiges Emerging Markets Exposure

Sven Krause, Leiter Aktienfondsmanagement der LBB-INVEST und Fondsmanager des Deutschland-INVEST-Fonds über den quantitativen Investmentansatz, der hervorragenden Performance im Segment der Deutschland Aktienfonds und der Herausforderung, die Klippen auf dem Kapitalmarkt erfolgreich zu umschiffen. Managers | 19.11.2012 02:00 Uhr
Sven Krause, Leiter Aktienfondsmanagement der LBB-INVEST
Sven Krause, Leiter Aktienfondsmanagement der LBB-INVEST
e-fundresearch.com: Herr Krause, Sie sind Fondsmanager des Deutschland-INVEST-Fonds. Seit wann sind Sie für das Management dieses Fonds verantwortlich?

Sven Krause: Anfang des Jahres 2009 hat das Team der LBB-INVEST unter meiner Verantwortung einen quantitativ gestützten Investmentansatz beim Deutschland-INVEST implementiert und Jahr für Jahr fortentwickelt. Seitdem manage ich den Fonds persönlich.

e-fundresearch.com: Orientieren Sie sich an einer Benchmark? Wenn ja, an welcher?

Sven Krause: Die Benchmark für den Fonds ist der DAX30. Zur Diversifikation werden regelmäßig liquide Nebenwerte aus den Indizes MDAX, TecDAX und SDAX beigemischt.

e-fundresearch.com: Managen Sie aktuell auch noch andere Fonds oder Mandate?

Sven Krause: Ja, ich verwalte für die LBB-INVEST überwiegend Long-Only-Mandate aus dem Publikums- und Spezialfondsbereich, die in wachstumsstarke Qualitätsaktien investieren.

e-fundresearch.com: Wie hoch ist das Gesamtvolumen, das Sie derzeit verwalten?

Sven Krause: Das verwaltete Vermögen der von mir verantworteten Aktienfonds liegt bei gut  300 Mio Euro.

e-fundresearch.com: Zur Performance: welche Ergebnisse konnten Sie seit Beginn des Jahres und in den letzten fünf Kalenderjahren, d.h. 2007 und 2008, 2009, 2010, 2011 erzielen? Sowohl absolut als auch relativ gegenüber der relevanten Benchmark.

Sven Krause: Ich kann für die Entwicklung ab 2009 sprechen. 2009 bis 2011 erzielte der Deutschland-INVEST einen Wertzuwachs von 22,6%. Der DAX legte in diesem Zeitraum um 23,9% zu. Dieser leichte Rückstand kehrte sich seit Jahresbeginn 2012 in eine signifikante Outperformance um. Per 31. Oktober 2012 gewann der Fonds 30,0%, während sich der DAX nur um 23,1% verbesserte. Von Januar 2009 bis Oktober 2012 ergibt sich ein kumulierter Wertzuwachs von 60,0% für den Fonds und 50,9% für den DAX. Hieraus errechnet sich eine annualiserte Outperformance von 1,54%.

   
e-fundresearch.com: Wie sind Sie selbst mit Ihrer Leistung in den Vorjahren und in diesem Jahr zufrieden?

Sven Krause: Der quantitativ gestützte, aktive und kombinierte Bottom-Up Ansatz hat sich bewährt. Vorläufiger Höhepunkt ist die Überrendite von gut 560 Basispunkten im laufenden Jahr. Anzumerken ist, dass diese erfreuliche Performance bei überschaubarem Risiko erzielt worden ist. Der Tracking Error liegt in der Bandbreite von 3% bis 5%. Damit belegt der Deutschland-INVEST per 31. Oktober 2012 Platz 1 unter den in Deutschland zugelassenen Aktienfonds mit Investmentschwerpunkt Deutschland.

e-fundresearch.com: Welche Ergebnisse würden Sie in diesem Zusammenhang als sehr gut, mittelmäßig und enttäuschend bezeichnen?

Sven Krause: Wichtig ist uns, dass wir auf Sicht von 3 bis 5 Jahren risikoadjustiert ein nachhaltiges Alpha von 2% - 3% p.a. generieren. Hier sind wir auch dank des sehr guten Ergebnisses des laufenden Jahres auf dem richtigen Weg. Zusätzlich erwarten wir aus der Renditequelle „Options Overlay“ Zusatzerträge in der Größenordnung von 0,5%-1% p.a. Wir verkaufen dabei Calls auf den DAX, wenn die Marktsitation dies nahelegt.   

e-fundresearch.com: Wie können Sie durch Ihre Leistung Mehrwert für Ihre Anleger schaffen?

Sven Krause: Durch unseren Investmentprozess. Die aktuelle Outperformance ergibt sich aus unserem quantitativ gestützten und kombinierten Bottom–Up-Ansatz. Der Selektionsprozess ist systematisch, mehrstufig und transparent. Zudem macht die flexible Skalierbarkeit den Einsatz für unterschiedliche Regionen und Branchen möglich. Aufgrund des daraus resultierenden ausgewogenen Chance-Risiko-Profils bieten sich die nach diesem Ansatz verwalteten Fonds wie der Deutschland-INVEST als Basis-Investment an.

In unseren Investmentprozess fließen sowohl die quantitative als auch die qualitative Analyse und die Risikoanalyse ein. Kernelement der quantitativen Analyse ist die Berücksichtigung fundamentaler und technischer Faktoren. Über die Definition langfristig performancerelevanter Erfolgfaktoren erfolgt eine systematische Rangbildung. Der Management-Filter (Qualitative Analyse) dient zum einen der Verifizierung der Modellergebnisse zur Identifizierung von Kauf-/Verkaufskandidaten. Zum anderen dient der Filter als Basis für die klassische Fundamentalanalyse. Hier steht die Bewertung des Geschäftsmodells und der Unternehmensstrategie im Vordergrund. Abschließend werden im Rahmen des fortlaufenden Risikomanagements Abweichungsanalysen auf Branchen-, Länder- und Marktkapitalisierungsebene durchgeführt.

Zusätzlich erschließen wir über die Umsetzung eines Covered Call Overlays in saisonal schwachen Börsenphasen eine weitere Renditequelle.

e-fundresearch.com: Wie lange sind Sie schon Fondsmanager?

Sven Krause: Ich bin Fondsmanager seit dem Jahr 1999 und habe insgesamt 20 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

e-fundresearch.com: Was waren bisher Ihre größten Erfolge und Misserfolge in Ihrer Fondsmanager Karriere?

Sven Krause: Mein größter Erfolg war die dreimalige Verleihung des Lipper Awards für den besten Fonds im Sektor Technologie, Medien und Telekommunikation in den Jahren 2005 bis 2007. Dass sich der Deutschland-INVEST im bisherigen Jahresverlauf so weit vom Feld absetzen konnte, macht mich ebenfalls ein wenig stolz.
 
e-fundresearch.com: In welchem Kapitalmarktumfeld bewegen wir uns Ihrer Ansicht nach derzeit?

Sven Krause: Die Finanzkrise ist leider noch nicht beendet. Die Folge wird ein weiterhin strukturell schwaches Wachstum bei erhöhter Volatilität sein (Stagnation). Das anhaltend niedrige Zinsniveau wird vielfach zu realen Vermögensverlusten führen. Zudem bestehen politische Risiken. So könnten protektionistische Tendenzen den Welthandel bremsen. In vielen Staaten drohen auch höhere Steuern und Abgaben.

e-fundresearch.com: Wie agieren Sie in diesem Umfeld?

Sven Krause: Der Ausweg ist die Kapitalanlage in Aktien. Wir erwarten die Rückkehr der sogenannten Nifty Fifty Aktien für Europa. Das heißt, europäische und hier speziell auch deutsche Qualitätstitel mit langfristigem Wachtum, Preissetzungsmacht, finanzieller Stabilität, nachhaltiger Dividendenrendite und Emerging Markets – Exposure werden sich für lange Zeit besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Wir denken, dass zum Beispiel SAP, BASF und Bayer zu dieser Gruppe gehören.

e-fundresearch.com: Was sind die speziellen Herausforderungen in der aktuellen Situation?

Sven Krause: Schon Aristoteles hat gesagt: Es ist wahrscheinlich, dass etwas Unwahrscheinliches passiert. Wir müssen heute mehr denn je damit rechnen, dass unvorhergesehene Ereignisse die Finanzmärkte urplötzlich erfassen und durcheinanderwirbeln.  

e-fundresearch.com: Welche Ziele haben Sie bis zum Ende des Jahres und mittelfristig für die kommenden 3-5 Jahre?

Sven Krause: Anspruch jedes aktiven Fondsmanagers sollte es sein, die Benchmark zu übertreffen. Daran orientiere ich mich. Nahziel ist es natürlich, die Outperformance des Deutschland-INVEST bis zum Jahresende zu halten. Dazu haben wir zuletzt den Tracking Error zurückgefahren. Auch 2013 und in den Jahren danach streben wir an, den DAX zu schlagen.       

e-fundresearch.com: Welche Ergebnisse würden Sie in drei Jahren als sehr gut, neutral und enttäuschend empfinden?

Sven Krause: Wie gesagt, ein aktiver Fondsmanager sollte sich an seinem Vergleichsindex messen. Enttäuschend wäre es sicherlich, schlechter abzuschneiden als der Durchschnitt.

e-fundresearch.com: Gibt es für Sie Vorbilder?

Sven Krause: In beruflichen Fragen versuche ich eigentlich nicht, mich an anderen Menschen zu orientieren. Im Gegenteil, nach den Erkenntnissen der Behavioral Finance ist man bei der Kapitalanlage erfolgreich, wenn man gegen die Masse handelt und eigenständig im Denken und Handeln ist.

e-fundresearch.com: Was motiviert Sie als Fondsmanager in Ihrem Job?

Sven Krause: Als große Herausforderung sehe ich es an, die typischen Klippen zu umschiffen, mit denen die Finanzmärkte durchsetzt sind. Wer investiert, spielt sozusagen „The Losers Game“: Ähnlich wie beim Golf ist langfristig derjenige erfolgreich, der weniger Fehler macht als andere. Hier ist es nicht alleine entscheidend, welche Aktien man besitzt. Erfolgsrelevant ist auch, welche Aktien man zu bestimmten Zeitpunkten eben nicht besitzt.

e-fundresearch.com: Was wollen Sie noch erreichen bzw. was sind Ihre weiteren Ziele als Fondsmanager?

Sven Krause: Mein Ziel ist es, das nach dem skizzierten Managementansatz verwaltete Vermögen deutlich zu erhöhen.

e-fundresearch.com: Welchen Beruf würden Sie gerne ausüben, wenn Sie nicht Fondsmanager wären?

Sven Krause: Eigentlich habe ich von Anfang an die Nähe zur Finanzwelt gesucht und nach der Schule eine Banklehre begonnen, studiert und die Post Graduate Ausbildungen zum Chartered Financial Analyst (CFA) und Chartered Alternative Investment Analyst (CAIA) absolviert.

e-fundresearch.com: Vielen Dank!

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