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Nur Japan-Anleger darben

Die japanische Börse erholt sich nicht. Doch in den anderen asiatischen Staaten läuft es weiter rund, sagt DWS-Fondsmanager Thomas Gerhardt. Korea, Malaysia und Thailand würden von den Investoren deutlich besser beurteilt. Managers |
e-fundresearch: Vor zwei Wochen fiel der Nikkei auf 9000 Punkte. Nun will die Regierung mit 25 Milliarden Euro den Aktienmarkt stabilisieren. Lockt das die Investoren aus der Reserve? Gerhardt: Nein, damit sorgt man nur kurzzeitig für ein Plus. Erst wenn die Rahmenbedingungen der japanischen Wirtschaft wieder stimmen, geht es in Tokio langfristig nach oben.

e-fundresearch: Wo ist Ihrer Meinung nach der Handlungsbedarf am größten?

Gerhardt: Bei den Banken. Die Finanzinstitute sind nahezu pleite und können die Industrie nicht mit Krediten versorgen. So bleiben Investitionen aus, die Arbeitslosigkeit steigt, der Konsum lässt nach.

e-fundresearch: Zum 30. September müssen die  Banken einen Teil der Buchverluste ihrer Aktienbestände auf das Kapital anrechnen. Droht ein neuer Absturz?

Gerhardt: Das hat der Markt schon eingepreist. Wer jetzt noch panisch verkauft, hat die Entwicklung der letzten Monate verschlafen.

Japan stagniert, Korea wächst

e-fundresearch: Wirkt sich die Schwäche der japanischen Börse negativ auf die übrigen Märkte in Asien aus?

Gerhardt: Korea, Malaysia und Thailand werden von den Investoren deutlich besser beurteilt. Während in Japan die Wirtschaft praktisch stagniert, wächst sie in Korea in diesem Jahr mit voraussichtlich sechs Prozent.

e-fundresearch: Was läuft in Seoul besser als in Tokio?

Gerhardt: Die südkoreanische Regierung hat den 1997/98 schwer in die Krise geratenen Bankenapparat wieder zum Funktionieren gebracht. Faule Kredite wurden abgeschrieben, Banken zusammengelegt und mit Kapital unterstützt. Mit dem Kreditinstitut Kookmin verfügt das Land heute über einen wahren Finanzgiganten.

e-fundresearch: Die Börse dort legt aber nicht so stark zu wie etwa die in Thailand.

Gerhardt: Der Kospi-Index ist stark Hightech-lastig, er liegt aber trotzdem seit Jahresanfang mit rund zwei Prozent im Plus.

Stabile Inlandsnachfrage

e-fundresearch: Die asiatischen Länder sind stark vom Export abhängig, vor allem in die USA. Dort will die Konjunktur nicht so richtig anspringen. Eine Gefahr für die asiatischen Tigerstaaten?

Gerhardt: Die zurückgehenden Exporte nach USA werden in Korea und Malaysia  durch eine stabile Inlandsnachfrage kompensiert. Auch in Thailand halten sich die Konsumenten nicht zurück.  Deutliches Zeichen für einen anhaltenden Aufschwung sind die steigenden Immobilienpreise.

e-fundresearch: Die Rating-Agentur Standard & Poor’s hat vor kurzem die langfristigen malaysischen Staatsanleihen weniger risikoreich eingestuft. Was bedeutet das für das Land?

Gerhardt: Malaysia kann nun zu günstigeren Bedingungen Kredite aufnehmen. Es ist aber auch ein positives Signal an ausländische Investoren.

e-fundresearch: Wie sind die Perspektiven für China?

Gerhardt: Das Land bleibt auf Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um sieben Prozent steigen.

e-fundresearch: Welche asiatischen Unternehmen sind für Sie attraktiv?

Gerhardt: In Korea gefällt uns Samsung Electronics. Trotz des schlechten Marktumfelds gelang es dem Handyhersteller, seinen Marktanteil von vier auf zehn Prozent zu erhöhen. In China favorisieren wir Cnooc. Das Energieunternehmen profitiert davon, dass die chinesische Regierung alte Kraftwerke auf Erdgas umstellen will. Stark in Thailand ist Siam Cement.

e-fundresearch: Werden die asiatischen Börsen – abgesehen von Tokio – weiterhin besser abschneiden als die europäischen oder die amerikanischen?

Gerhardt: Da bin ich mir sicher.

(Quelle: Euro am Sonntag)

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