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´Dem Dax hätte eine andere Regierung besser gefallen´

Die Wahl ist vorbei: Die Stimmen sind ausgezählt, die Schauplätze der Parteienparties wieder aufgeräumt. Während die Sieger sich auf die Koalitionsverhandlungen vorbereiten und die Verlierer ihre Wunden lecken, wird an der Börse gehandelt wie immer. Was halten Börsianer vom Wahlausgang, was erwarten sie von der alten neuen Regierung? E-fundresearch fragte den Adig-Fondsmanager und Deutschland-Experten Kerstan von Schlotheim. Managers |
e-fundresearch: Die Bundestagswahl ist entschieden – wie wichtig sind solche Ereignisse überhaupt für die Börse? von Schlotheim: Grundsätzlich haben nationale Wahlen in Europa für die Wirtschaft viel weniger Bedeutung als vor 20 Jahren. Heute gibt es einen einheitlichen europäischen Markt und eine gemeinsame Währung. Viele Einflussfaktoren, die auf eine Wahl reagieren können, sind damit entfallen, die Wechselkurse zum Beispiel. Das zeigt die große Stabilität in Europa. Außerdem werden viele Entscheidungen in Brüssel getroffen, nicht von der nationalen Regierung. Bei Wettbewerbskontrolle und Subventionen zum Beispiel kann der Wirtschaftsminister in der Regel nicht selbst entscheiden ? die Entscheidungen kommen von Brüssel.

e-fundresearch: Heißt das, dem Dax ist die Bundestagswahl völlig egal?

von Schlotheim: Nein, das nicht. Der Dax ist gestern rund 4,5 Prozent gefallen, auch der Dow Jones und der Euro Stoxx 50 sind gesunken. Da spielt die Ernüchterung der Börsianer über den Wahlausgang eine Rolle. Ich halte das allerdings nur für ein temporäres Ereignis, ein Nachbeben der Wahlen.

e-fundresearch: Wie beurteilen Sie als Fondsmanager das Wahlergebnis?

von Schlotheim: Wäre die PDS in den Bundestag eingezogen, hätte sich wahrscheinlich eine große Koalition gebildet. Das wäre für die Bürger und für die Börse erklärungsbedürftig gewesen. Schließlich haben beide großen Parteien vor der Wahl deutlich gemacht, dass sie eine große Koalition nicht wollen.

Andererseits: Im Rahmen einer großen Koalition hätte die Regierung eine gute Möglichkeit gehabt, die notwendigen Reformen anzugehen. Zum Beispiel Arbeitsmarkt, Steuern, Gesundheit. Interessant ist, dass es nur wenige Wähler am rechten und am linken Rand gab. Das zeugt von einer soliden Demokratie; das muss auch die Börsianer erfreuen.

e-fundresearch: Welche Folgen sehen Sie für den Dax?

von Schlotheim: Dem Dax hätte eine andere Regierung wahrscheinlich besser gefallen. Man hätte sich mehr von ihr versprochen: dass sie das Wachstum ankurbelt, für niedrigere Steuern und mehr Liberalität sorgt. In der Nachbetrachtung sind konservative Regierungen immer etwas geschätzter gewesen bei den Börsianern ...

e-fundresearch: ... und der Dax hat im Durchschnitt deutlich bessere Renditen gebracht. Heißt das auch: schlechte Aussichten für den Dax und in Deutschland anlegende Fonds?

von Schlotheim: Ich denke, es gibt keinen Grund für einen langanhaltenden Pessimismus. Wir sind bei der Korrektur der Kurse am unteren Ende der Fahnenstange angekommen. Ich erwarte eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse, eine Stabilisierung der Gewinnerwartungen der Unternehmen, und damit insgesamt auf mittlerer Sicht ein Einbiegen auf den Wachstumspfad. Im Augenblick haben wir eine deutliche Unterbewertung. Da sind Szenarien eingepreist, die eigentlich nicht gefürchtet werden müssen. Es gibt Potenzial für eine Korrektur in die bessere Richtung. Langfristig wird jede Regierung erkennen, dass Strukturreformen nötig sind. Und diese werden auch positive Auswirkungen auf die Aktienkurse haben. Mittel- bis langfristig bin ich deswegen positiv gestimmt.

e-fundresearch: Stichwort Strukturreformen. Was wünscht sich die Börse vom neuen alten Bundeskanzler?

von Schlotheim: Vor allem mehr Mut zu Reformen, mehr Interesse für die Überregulierung am Arbeitsmarkt, eine Überprüfung der Rentenreform und ein Angehen der Gesundheitsreform.

e-fundresearch: Welche Branchen werden Ihrer Ansicht nach vom Wahlergebnis profitieren?

von Schlotheim: Ein Beispiel: Die Nicht-Versteuerung von Veräußerungsgewinnen auf Beteiligungsgewinne, die die rot-grüne Regierung eingeführt hat, hat dazu geführt, dass viele Unternehmen vor der Wahl große Aktienpakete zu eilig abgebaut haben. Der Grund dafür war die Erwartung eines Regierungswechsels und damit die Angst vor einer Wiedereinführung der Steuerpflicht. Für weitere Verkäufe können sie sich jetzt jedoch mehr Zeit lassen, da sich die Rahmendaten nicht ändern werden. Davon sollten dann insbesondere Banken und Versicherungenprofitieren.

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