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Die Masse liegt immer falsch

Einen sehr unangenehmer Cocktail für Anleger ortet Jürgen Lukasser an den Aktienmärkten. Für 2002 sind die Analysten seiner Meinung nach zu optimistisch und die EZB zu inaktiv. Welche Aktien derzeit dennoch gefragt sind und warum die Konsensmeinung der einzige Lichtblick ist lesen Sie im folgenden Interview mit dem Aktienfondsmanager der Constantia Privatbank KAG. Managers |
Analystenschätzungen 2002 zu optimistisch  e-fundresearch: Jürgen Lukasser, Sie sind Aktienfondsmanager bei der Constantia Privatbank KAG. Welche großen Themen beherrschen den Aktienmarkt zur Zeit? 

Jürgen Lukasser: Diese Themen kann man eigentlich in drei Gruppen einteilen. Erstens die geopolitische Situation mit einem noch immer drohenden Irak Krieg. Zweitens die Ebene der Makroökonomie. Hier stellt sich ein gemischtes Bild dar, es besteht die Gefahr dass der konjunkturelle Aufschwung sich verflacht. Drittens wäre hier die einzeltitelspezifische Ebene zu nennen. Meiner Meinung nach sind die Analystenschätzungen für 2002 zu optimistisch, weshalb ein gewisser Korrekturspielraum vorhanden ist. Auch sind weitere Bilanzskandale nicht auszuschließen. Insgesamt also ein sehr unangenehmer Cocktail für Anleger. 

EZB: Zinssenkung pro/contra 

e-fundresearch: Und wie sieht es auf der zinspolitischen Seite aus?

Jürgen Lukasser: Wir wissen, dass dieamerikanische Notenbank relativ aktiv reagiert hat. Es gibt die Annahme vieler Marktteilnehmer, dass bis zum Jahresende 2002 noch ein 12ter Zinsschritt im Ausmaß von wahrscheinlich 25 Basispunkten folgen wird. Im Gegensatz dazu hat die EZB sehr wenig getan.

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Auch in Europa ist eine Verflachung der konjunkturellen Entwicklung zu erkennen – die Deutsche Bank befürchtet etwa das Abgleiten Deutschlands in ein rezessives Szenario. Daher denken wir wäre es wichtig, wenn auch die EZB aktiver werden würde anstatt nur das Inflationsziel zu bekämpfen, das derzeit ja gar nicht das Thema ist. 

e-fundresearch: Würde aber die EZB durch die Reaktion auf genau solche Zwischenrufe, etwa aus der Politik, nicht ihre Unabhängigkeit gefährden?  

Jürgen Lukasser: Das Ganze ist eine grundsätzliche wirtschaftspolitische Entscheidung: Was ist die Zielsetzung der EZB? Ist das ausschließlich die Inflationsbekämpfung oder gibt es Situationen an den Märkten, die ein Eingreifen auf der Zinsseite erforderlich machen? Ich glaube nicht, dass man im Sinne des Aktionismus auf Zurufe reagieren sollte aber vielleicht ist der Rahmen in dem die EZB derzeit agiert nicht der Richtige… 

Aktien: Was wird derzeit noch gekauft? 

e-fundresearch: Welche Empfehlungen gibt die Constantia Privatbank eigentlich für den Aktienmarkt auf Sektoren- bzw. Einzeltitelebene? 

Jürgen Lukasser: Da die Unsicherheitder Investoren derzeit sehr groß ist, präferieren internationale Anleger zurzeit Unternehmen deren Geschäftsmodell einfach verständlich ist, deren Cash-Flows leicht prognostizierbar sind, die eine relativ solide Finanzierungssituation haben und eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik betreiben.  

Auf Sektorenebene ist es gar nicht so einfach solche Firmen zu finden, die nachhaltig eine gute Dividende bezahlen können und deren Geschäftsmodell ausreichend einfach ist. Die Versicherungsbranche etwa kommt zwar mit der Hochwasserkatastrophe sehr gut zurecht, die deutlich negativ performenden Kapitalmärkte aber greifen deren Reserven deutlich an. Einige Versicherungen notieren derzeit etwa unter dem Buchwert, nur kann ich schwer einschätzen wie hoch der Buchwert ist weil ich deren Bilanzansätze bezüglich der Aktienpositionen nicht kenne. Deshalb gewichte ich diesen Sektor stark unter. Es wird aber auch in 3-5 Jahren noch Versicherungen geben, allerdings wahrscheinlich weniger als heute, und deshalb müsste man jetzt die starken Marktteilnehmer ausfindig machen. 

Die Masse liegt immer falsch 

e-fundresearch: Wie schätzen Sie die Stimmungslage an den internationalen Aktienmärkten derzeit ein? 

Jürgen Lukasser: Derzeit sind die Leute durch die Bank sehr, sehr negativ auf Aktien eingestellt. Wenn man aber zurückblickt und große Aufschwung- und Abschwungphasen vergleicht, dann stellt man Folgendes fest: Immer dann wenn der Konsens davon überzeugt war, das es nur in eine Richtung gehen kann, dann hat er meistens langfristig unrecht gehabt.  

Wir waren für die letzten knapp zwei Jahre relativ negativ für Aktien. Der Konsens schwingt jetzt immer mehr dazu über und das ist auch das einzig Positive daran. Wenn unsere Welt weiterhin so funktionieren wird wie bisher, dann sind viele Unternehmen derzeit mit einer recht günstigen Bewertung zu haben. Das Ganze ist nur die Frage des Investmenthorizontes: Bei Aktien gibt man seinen Positionen im Moment eben nicht ein oder zwei Jahre Zeit.     

e-fundresearch: Vielen Dank für das Gespräch!

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