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Aktien seit Jahren erstmals deutlich unterbewertet

Die älteste KAG Westösterreichs setzt weiterhin auf Unabhängigkeit und nützt Synergien mit der ERSTE-Sparinvest. Herbert Schmarl, Fondsmanager des Tiroleffekt, eines internationalen Balanced-Fonds, gibt sich weiter überzeugt, dass Aktien zum ersten Mal seit Jahren im Vergleich zu Anleihen deutlich unterbewertet sind. Wie er durch Stillhalter-Geschäfte die Performance verbessert und warum die extreme Konjunkturschwäche noch mindestens 2 Jahre anhält, verriet er e-fundresearch. Managers |
Tirolinvest: Unabhängig trotz Synergien  e-fundresearch / Innsbruck: Herbert Schmarl, Sie sind bei der Tirolinvest verantwortlich für den Tiroleffekt, einen gemischten, international anlegenden Fonds. Könnten Sie bitte kurz Ihr Haus beschrieben bzw. näher darauf eingehen, wie dieses sich von der ERSTE-Sparinvest abgrenzt?  

Herbert Schmarl: Die Tirolinvest gibt es seit 1988 – wir waren die erste KAG Westösterreichs. Zur Zusammenarbeit mit der Sparinvest gibt es folgendes zu sagen: Wir können völlig unabhängig von unseren Kollegen in Wien entscheiden, nützen aber Synergien - vor allem im Research Bereich – und vervollständigen unsere Fondspalette vor allem in Spezialbereichen.  

Anleihen-KGV als Vergleichsmaßstab  

e-fundresearch / Innsbruck: Wie lautet der Investmentansatz des Tiroleffekt?  

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Herbert Schmarl: Wir fahren einen klaren Top-Down Ansatz, weil wir nicht jedes Unternehmen besuchen können. Keine Firma sollte mehr als 1 Prozent des Fondsvolumens repräsentieren, da sich etwaige Fehler der Analysten nicht zu sehr auf die Performance auswirken sollen.

Die Allokation zwischen Aktien und Anleihen, entscheiden wir je nachdem welches KGV, das für Aktien oder das für Anleihen (Anm. d. Red.: 100/Umlaufrendite), niedriger ist.

Wir setzen auch Derivate relativ stark ein um Aktien billiger zu kaufen. Wir agieren hier als klassischer Stillhalter, der die Prämien einnimmt. In einer Seitwärtsbewegung ermöglicht das eine sehr gute Performance. 

„Aktien seit Jahren erstmals deutlich unterbewertet“ 

e-fundresearch / Innsbruck: Stichwort Performance. Wie hat sich Ihr Fonds seit Jahresbeginn entwickelt bzw. welche richtigen oder falschen Entscheidungen sind getroffen worden und wie haben sich diese absolut und relativ auf die Fondsperformance ausgeübt? 

Herbert Schmarl: Die wichtigste Entscheidung ist eigentlich vor 3 Jahren getroffen worden: Damals war ich extrem negativ auf Aktien und habe diese mit einem Minimum von nur 20 Prozent gewichtet (aktuell etwa 33 Prozent). In der derzeitigen Situation sind Aktien gegenüber Anleihen erstmals seit Jahren deutlich unterbewertet. Deshalb denken wir jetzt vermehrt über Gewinnmitnahmen bei den Anleihen nach. Wir haben damit sehr gute Gewinne erzielt, da wir auf fallende Zinsen gesetzt haben. Teilweise haben wir noch AAA-Schuldner, die uns 9 Prozent Zinsen zahlen, da wir auf Reverse-Floater gesetzt haben.  

Heuer haben wir mit dem Fonds knapp 11 Prozent verloren, der durchschnittliche Aktienmarkt hat aber 40 Prozent verloren. Für den Fonds hätte das bei einer Aktiengewichtung von 50 Prozent -20 Prozent bedeutet. Anleihen global haben heuer 0 Prozent gebracht, Anleihen im Euroraum +7 Prozent. Insgesamt wäre ein Minus von 16-17 Prozent normal gewesen. Durch die Untergewichtung der Aktien haben wir aber eine relative Outperformance erreicht. Der Fonds befindet sich deshalb seit Jahresbeginn auch unter den besten 25 Prozent aller gemischten Fonds. 

20 Prozent Cash als Stillhalter-Sicherheit 

e-fundresearch / Innsbruck: Wie stellt sich denn Ihre aktuelle Asset Allokation dar? Sie halten ja knapp 20 Prozent Cash oder? 

Herbert Schmarl: Das ist richtig. Mit diesem Geld wird aber gearbeitet: Ich verpflichte mich dazu auf tieferem Niveau Aktien zu kaufen. Das ist das typische Prinzip des Stillhalter-Geschäftes. Für diese Kaufverpflichtung bekomme ich aber eine relativ hohe Prämie, derzeit etwa 10-15 Prozent pro Halbjahr. Den Cash brauche ich aber als Sicherheit.

Die weiterhin leichte Untergewichtung bei Aktien steht derzeit aber zur Diskussion und könnte schon bald zurückgeführt werden. 

Extreme Konjunkturschwäche hält noch 2 Jahre an 

e-fundresearch / Innsbruck: Wagen wir vielleicht einen Ausblick: Wie geht es mit der Konjunktur, mit den Zinsen und den Aktienmärkten weiter und wie werden Sie darauf reagieren? 

Herbert Schmarl: Die zentrale Erwartung für mich ist eine extreme Konjunkturschwäche, die noch mindestens 2 Jahre andauern wird. Wir stehen meiner Meinung nach wirtschaftlich vor der schwierigsten Phase seit dem 2. Weltkrieg und kämpfen mit einer Deflationsphase und einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit. Historisch gesehen bieten aber genau diese Zeiten Chancen für Aktien, da diese die ersten sind die ein kleines „Licht im Tunnel“ erkennen. Aktien sind Frühindikatoren und wir erwarten deshalb auf Sicht der nächsten 5 Jahre eine deutliche Erholung der Aktien. Die nächsten 6 Monate würde ich deshalb nutzen um schrittweise in diese Assetklasse zu investieren. 

e-fundresearch / Innsbruck: Vielen Dank für das Gespräch!


Das aktuelle Factsheet zum Tiroleffekt finden Sie als pdf-File rechts oben.


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