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China goes Capitalism

China wird von Kommunisten regiert. Doch das will nicht viel besagen. Wirtschaftlich ist das Land auf dem direktem Wege zur Marktwirtschaft. Und so gilt China gilt als einer der aussichtsreichsten Märkte der Zukunft. Durch den Beitritt zur WTO und die Verjüngung der Parteiführung sind die Grundsteine gelegt. e-fundresearch sprach mit Richard Wong, Fondsmanager des HSBC Chinese Equity Fund, über die Entwicklung im Reich der Mitte. Managers |
e-fundresearch: Herr Wong, China ist in aller Munde. Welches sind die Faktoren, die ein Investment lohnend machen? Wong: Der chinesische Markt hat in den letzten fünf Jahren eine Menge an Reformen erlebt. Zudem wächst die Wirtschaft mit sehr hohem Tempo. Dieses Jahr zum Beispiel wuchs das chinesische Bruttosozialprodukt um 7,9 Prozent. Im Vorjahr waren es dagegen nur 7,3 Prozent.

"Den Menschen in China geht es immer besser"

e-fundresearch: Sie zitieren ein Wirtschaftswachstum von etwa acht Prozent. Es gibt aber auch Kritiker, die argwöhnen, dass das nur Propaganda der Regierung sei. Was soll man glauben?

Wong: Was auch immer die Zahlen zeigen, ich traue ihnen nicht zu 100 Prozent. Aber Sie müssen China mit eigenen Augen sehen. Ich verfolge den Markt seit zehn Jahren und beobachte die Wachstumsraten von Jahr zu Jahr und schaue mir das Land sehr genau an. Da erkennt man, dass es den Menschen in China immer besser geht.

e-fundresearch: Können Sie das näher erläutern?

Wong: Wenn man mit den Leuten redet, merkt man, dass sie sehr zuversichtlich für ihre Zukunft sind. Und man stellt fest, dass das Einkommensniveau sehr schnell steigt, besonders in den städtischen Gebieten. Ich denke, der Realitätscheck ist unumgänglich, um sich eine Meinung zu bilden.

Die Wirtschaft wird weiter rasant wachsen

e-fundresearch: Hat der WTO-Beitritt auch mehr ausländische Investitionen angezogen?

Wong: Ja sicherlich. Die ausländischen Direktinvestitionen haben stark zugenommen. In diesem Jahr flossen schon über 46 Milliarden US-Dollar an Direktinvestitionen nach China und es gibt weitere unterzeichnete Verträge über 76 Milliarden US-Dollar.

e-fundresearch: Welche Auswirkungen hat das?

Wong: Dies hat eine Menge neuer Jobs ermöglicht und die wirtschaftlichen Aktivitäten in China beschleunigt. Ich erwarte, dass die Wachstumsrate nachhaltig im hohen einstelligen Bereich bleibt. China kommt von einem relativ niedrigen Stand beim Durchschnitts-Einkommen. Daher gibt es noch genügend Raum für Verbesserungen im Lohnniveau.

Steigende Löhne erhöhen Kaufkraft

e-fundresearch: Wozu führen die steigenden Löhne?

Wong: Durch die steigenden Löhne wird die Kaufkraft stark ansteigen. Das führt zu stark steigendem Konsum und hilft, neue Arbeitsplätze zu schaffen.

e-fundresearch: Es gibt etwa 150 Millionen Arbeitskräfte, die durch das Land ziehen und auf der Suche nach einem Job sind. Ist dies ein Problem?

Wong: Ich denke, die Arbeitslosenrate ist ein Problem, offiziell liegt sie bei 3,9 Prozent. Aber ich schätze, dass die genaue Zahl bei ungefähr neun bis zehn Prozent liegt. Das einzig Positive daran ist, dass die Situation nun schon seit gut vier Jahren auf dem gleichen Level verharrt und sich durch die WTO-Mitgliedschaft nicht verschlechtert. Die Regierung betreibt nun eine Politik, die sich mit diesem Problem beschäftigt. Der erste Schritt war die Einführung einer Arbeitslosenversicherung. Wird jemand arbeitslos, bekommt er für zwei Jahre rund 40 Prozent des Lohns. Und zusätzlich wurden Job-Trainingscenter eingerichtet, die es den Arbeitslosen ermöglichen, neue Fähigkeiten zu erlernen. Zusätzlich haben sie Start-Up-Hilfen eingeführt, für Leute, die Unternehmer werden wollen.

"Frischer Wind" durch 60-jährige Politiker

e-fundresearch: Wie schätzen Sie den neuen KP-Chef Hu und die neuen Politbüro-Mitglieder ein?

Wong: Ich denke, der neue Parteichef Hu Jintao wird den eingeschlagenen Weg der Öffnung fortsetzen. Sein Ziel ist es, China zu einer neuen Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand aufzubauen. Ich glaube, er hat dafür gute Voraussetzungen, denn er stammt aus einer Teehändler-Familie, die während der Kulturrevolution gezwungen wurde, das Geschäft aufzugeben. Zudem ist die Politbüro-Riege mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren für chinesische Verhältnisse jung – und das dürfte für frischen Wind sorgen.

e-fundresearch: Welchen Hintergrund hat die neue Führung?

Wong: Die meisten der neuen Mitglieder des Politbüroausschusses sind studierte Ingenieure, die seit den achtziger Jahren für die Verwaltung und Führung von Provinzen und Großstädten oder als Vizepremiers in der Regierung zuständig waren.

Das Jahrhundert der Chinesen

e-fundresearch: Erwarten Sie, dass China auch für das nächste Jahrzehnt ein interessantes Investment ist?

Wong: Ja, auf alle Fälle. Der chinesische Markt bietet unglaubliche Chancen. Einmal ist da der große Binnenmarkt, der nach wie vor rasant wächst. Zudem profitieren mittlerweile etliche Unternehmen sehr stark vom Outsourcing-Trend in der Wirtschaft. Und auch die Exportrate nimmt schon seit zehn Jahren zweistellig zu. Zusätzlich wird die jetzt beschlossene Öffnung des Kapitalmarktes China für Investoren noch interessanter machen. Ich denke, die Grundlagen sind gelegt, dass das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Chinesen wird.

Zur Person: Richard Wong (39) ist gebürtiger Taiwanese. Er hat mehr als 20 Jahre in den USA gelebt, wo er auch studierte – Ökonomie und Computerwissenschaften an der Columbia University. Schon seit 1993 ist er bei HSBC als Spezialist für chinesische Aktien tätig, seit 1997 managt er von Hongkong aus den HSBC Chinese Equity Fund.

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