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Jens Erhardt: Lieber T-Anleihe statt T-Aktie

Aktien oder Anleihen? In den vergangenen drei Jahren lagen die vermeintlich langweiligen Bonds vorn. Vermögensverwalter Jens Ehrhardt sieht Anleihen auch auf mittlere Sicht vorn. Am Beispiel der Deutschen Telekom sprach e-fundresearch mit Erhardt über die Vorteile von Anleihen gegenüber Aktien. Managers |
e-fundresearch: An den Rentenmärkten erleben wir derzeit eine Hausse. Was macht Anleihen so attraktiv? Ehrhardt: Viele Leute sind wegen der langen Aktien-Baisse aus dem Aktienmarkt in die Anleihen geflüchtet. Das sieht man auch am riesigen Absatz etwa der Bond-Fonds in den USA. Unternehmensanleihen sind eben dann vergleichsweise attraktiv, wenn die Ertragslage der Unternehmen quasi antriebslos dahindümpelt. Eine solche Phase haben wir derzeit: Die Konjunktur bricht nicht ein, sie kommt aber auch nicht richtig in Schwung. Hier rentieren sich die Anleihen am besten, weil sie eine Verzinsung bringen.

Kein Crash am Bond-Markt

e-fundresearch: Wie lange hält die Hausse? Überdauert sie auch einen Irak-Krieg?

Ehrhardt: Für die nächsten zwei oder drei Jahre sehe ich keine Gefahr eines Crashs am Bond-Markt. Es sei denn, wir bekommen einen langen Krieg und einen Flächenbrand im Nahen Osten. Dann könnte ein dauerhaft hoher Ölpreis Inflationsgefahr bringen, was den Anleihen schadet. Derzeit gibt es aber auch keine Anzeichen einer anziehenden Konjunktur, welche die Anleger aus Anleihen raus und rein in die Aktien treiben würde.

Erhardt mag T-Aktie, bevorzugt aber T-Anleihen

e-fundresearch: Beispiel Deutsche Telekom: Was wählen Sie derzeit, Aktie oder Anleihe?

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Ehrhardt: Im DAX ist die T-Aktie eine gute Wahl. Bei der Frage Aktie oder Anleihe entscheide ich mich allerdings für die Anleihe.

Bei einer Schieflage der Telekom, würde der Staat bürgen

e-fundresearch: Wegen der Konjunktur und der Kriegsgefahr?

Ehrhardt: Die Telekom ist de facto immer noch ein Staatsunternehmen. Käme sie in akute finanzielle Schieflage, würde der Bund bestimmt bürgen. Ähnlich war es ja jüngst bei France Telecom. Deshalb ist die Bonität im Grunde viel besser, als es die Noten der Rating-Agenturen zeigen. Klar, Ex-Vorstand Ron Sommer hat einen riesigen Schuldenberg hinterlassen. Dennoch bieten die Anleihen eine recht hohe Verzinsung in Relation zur tatsächlichen Bonität.

Schuldenabbau kommt Anleihen zugute

e-fundresearch: Der neue Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke fährt eine konservative Unternehmensstrategie. Spricht das eher für die Aktie oder die Anleihe?

Ehrhardt: Rickes oberstes Ziel ist der Schuldenabbau, das kommt klar den Anleihen zugute. Würde das Unternehmen in einen Wachstumsbereich investieren, spräche das für die Aktie. Doch für große Investitionen oder gar Übernahmen ist zurzeit zu wenig Geld da.

Verkauf von Voicestream nicht sinnvoll

e-fundresearch: Die Telekom hat sich mit dem Kauf des US-Mobilfunkers Voicestream hoch verschuldet. Sollte Ricke jetzt verkaufen?

Ehrhardt: Damit nähme man der Aktie jegliche Wachstums-Phantasie. Immerhin nehmen die Kundenzahlen bei der ehemaligen Voicestream zu, auch wenn das Geschäft derzeit noch nicht rentabel ist.

Dividende leidet, wenn Telekom Zinsen zahlen muss

e-fundresearch: Die Telekom hat die Dividende 2001 drastisch gekürzt, 2002 soll es gar keine geben…

Ehrhardt: Die Telekom muss zusehen, dass sie die Anleihezinsen verdient, das geht zu Lasten der Dividende. Das dürfte auch längerfristig so sein. Klarer Punkt für die Anleihe.

Börsengang von T-Mobile besser für T-Anleihen

e-fundresearch: Wer hätte mehr von einem Börsengang von T-Mobile: Aktionäre oder Anleihegläubiger?

Ehrhardt: Die Anleihebesitzer. Die Telekom bekäme eine Menge Cash, die Bilanzrelationen würden besser. Wie gut ein Börsengang für die Bonität wäre, sieht man daran, dass die Rating-Agenturen die Telekom herabstuften, nachdem der Börsengang immer weiter verschoben wurde. Ron Sommer hat es verpasst, T-Mobile rechtzeitig an die Börse zu bringen. Das war ein großer Fehler.

Im Konkursfall stehen Aktionäre schlechter da

e-fundresearch: Wer steht im Falle einer Pleite besser da?

Ehrhardt: Der Aktionär ist als Eigenkapitalgeber der Erste, der leer ausgeht. In der Praxis sieht es aber für die Anleihebesitzer meist auch nicht toll aus, siehe Beispiel Worldcom. Die Ausnahme: Es sind bestimmte Sicherheiten mit der Anleihe verbrieft.

Bei langen Laufzeiten Inflationsgefahr beachten

e-fundresearch: Welche Laufzeit empfehlen Sie bei Anleihen etwa der Telekom?

Ehrhardt: So um die fünf Jahre finde ich optimal, da gibt es schon gute Zinsen. Die 30-jährige Anleihe kann man zwar auch kaufen. Auf eines muss man aber achten: die Inflation.

Inflation schlecht für Langläufer

e-fundresearch: Wegen der Zinserhöhungen ...

Ehrhardt: Ja, das ist die Gefahr, die den Anleihen droht. Der Ölpreis könnte weiter steigen. Zudem weitet sich auf Grund der niedrigen Zinsen in den USA und Japan die Geldmenge stark aus. Bei großem Geldmengenwachstum gibt es auch irgendwann Inflation. Die Zentralbanken steuern dann in der Regel mit Zinserhöhungen gegen und die Anleihekurse fallen. Kurze Laufzeiten sind besser.

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