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"Prestigemarken profitieren von Megatrends" | Im Gespräch mit Lombard Odier IM Fondsmanager Mendoza

Juan Mendoza, Senior Portfoliomanager bei Lombard Odier IM, spricht im Interview mit e-fundresearch.com über die Vorteile von prestigeträchtigen Marken in turbulenten Zeiten. Managers | 08.03.2019 09:42 Uhr
Juan Mendoza, Senior Portfoliomanager, Lombard Odier IM / © Lombard Odier IM
Juan Mendoza, Senior Portfoliomanager, Lombard Odier IM / © Lombard Odier IM

2018 war ein sehr schwieriges Börsenjahr mit extremen Schwankungen. Wie hat sich Ihre Strategie in diesem Umfeld behauptet?

Juan Mendoza: Wir haben das Portfolio des LO Funds Global Prestige sozusagen als Allwetter-Depot ausgerichtet, das von Megatrends profitiert. Das hat im vergangenen Jahr gut funktioniert. Die Euro-Tranche hat in einem schwachen Gesamtmarkt um 0,5 Prozent zugelegt, auf Dollar-Basis war es ein Plus von 2,5 Prozent.

Wie haben Sie Ihr Portfolio an die unterschiedlichen Rahmenbedingungen angepasst?

Juan Mendoza: Im Sommer haben wir die im ersten Halbjahr hohen Gewichtungen von Unternehmen aus den Sektoren Verbrauchsgüter, E-Commerce und Luxus heruntergefahren, um uns defensiver zu positionieren. Auch Schwellenländer-Titel haben wir verkauft. Gleichzeitig haben wir im Bereich Basiskonsumgüter Aktien wie Procter & Gamble, L’Oréal und Hèrmes zugekauft. Grundsätzlich teilen wir alle potenziellen Anlagen auf drei Kategorien auf, um ein widerstandsfähiges Portfolio zu erstellen: Best-in-Class, Wachstum und Corporate Events.

Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage an den Finanzmärkten?

Juan Mendoza: Seit Dezember kristallisiert sich eine Trendwende heraus. Die schlimmsten Befürchtungen wurden dank vieler guter Unternehmensergebnisse erstmal zerstreut. Titel, die im November und Dezember stark unter Druck standen, gewinnen wieder an Attraktivität. Ein gutes Chance-Risiko-Profil bieten beispielsweise die Emerging Markets, allen voran China. Auch der europäische Luxussektor dürfte sich wieder besser entwickeln, da er so niedrig bewertet ist, wie zuletzt 2015. Auf der anderen Seite haben wir keine Luxusaktien aus den USA im Portfolio. Dort sind mit Blick auf die Bewertung vor allem Tech-Titel, aus unser Sicht, interessant.

Was sind die wichtigsten Grundsätze Ihrer Anlagestrategie?

Juan Mendoza: Wir investieren in etablierte Unternehmen mit einer renommierten Marke, von der wir glauben, dass sie über einen signifikanten und dauerhaften Wettbewerbsvorteil verfügt. Gerade in unsicheren Marktphasen haben sie aus unserer Sicht das Potenzial, nachhaltige Renditen zu generieren. Der Erfolg von Qualitätsunternehmen mit Prestigemarken basiert auf einer Reihe von Gemeinsamkeiten, allen voran diversifizierte und beständige Erträge, Preismacht mit hohen Margen sowie die nachhaltige Generierung von freien Cashflows. Im Rahmen unseres Bottom-up-Ansatzes gehen wir der Frage nach: Sind diese Firmen für die Megatrends der Zukunft gewappnet – und spielen sie eine tragende Rolle? Nicht zuletzt deswegen liegt die Eigenkapitalrendite, der im Fonds befindlichen Unternehmen, bei 25 Prozent, verglichen mit 13 Prozent im MSCI-Index. Der Free Cash Flow ist auch mehr als 2x höher als der Reference Benchmark MSCI World.

Können Sie uns ein Beispiel für einen Megatrend geben?

Juan Mendoza: Nehmen wir den demografischen Wandel, abzulesen etwa an der explodierenden Mittelschicht in China. Im Jahr 2005 umfasste die obere Mittelschicht in China – definiert durch ein Einkommen zwischen 21.501 und 53.900 Dollar – rund 53 Millionen Menschen. Bis 2025 dürfte sie auf 525 Millionen anwachsen. Diese schnell wachsende Gruppe von Verbrauchern mit einem höheren verfügbaren Einkommen, begünstigt Unternehmen wie den japanischen Premium-Kosmetikhersteller Shiseido oder sein US-Pendant Estée Lauder.

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LOIM spricht von Nachhaltigkeit als die nächste wirtschaftliche Revolution. Inwiefern findet sich dieser Aspekt in ihrem Portfolio wider?

Juan Mendoza: Nachhaltigkeit ist auch bei Prestigemarken ein zentraler Gedanke, forciert von fünf Megatrends, die in diesem Bereich die Rendite möglicherweise steigern werden. Dazu gehören neben dem demografischen Wandel und der digitalen Revolution auch der Klimawandel, die Verknappung natürlicher Ressourcen und die zunehmende Ungleichheit. Wir verfolgen daher einen Drei-Säulen-Ansatz. Anhand dieses Prinzips bewerten wir die Nachhaltigkeit des Finanzierungsmodells, der Geschäftspraktiken und des Geschäftsmodells von Unternehmen.

Welches Segment erachten Sie als besonders aussichtsreich?

Juan Mendoza: Wir glauben, dass zum Beispiel Athleisure eine fulminante Entwicklung bevorsteht. Dieses Kunstwort vereint «Athletic» sowie «Leisure» und steht für ein Segment, das über viele Jahre überdurchschnittlich wachsen und immer mehr Akteure anziehen wird. Beispiele sind Lululemon, Canada Goose oder auch Nike, das seinen Umsatzwachstum sogar in China steigern konnte. Auch für E-Commerce-Plattformen sehen wir weiter Potenzial, denn immer mehr Menschen wünschen sich Convenience und gute Produkte. Das beflügelt Titel wie Alibaba, Amazon und Farfetch.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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