„Keine Kreditausfälle seit den 90ern“: Wie Candriam High Yield defensiv steuert

In einem Marktumfeld, das von engen Spreads und sportlichen Bewertungen geprägt ist, rückt die Assetklasse High Yield wieder verstärkt in den Fokus. Doch wie navigiert man sicher durch einen fortgeschrittenen Zyklus? Tanja Bender, Head of Candriam Germany & Austria, erklärt im Interview, warum ein risikobewusster Ansatz und selektive Emittentenauswahl derzeit die Schlüssel zum Erfolg sind und warum passive Vehikel in Stressphasen oft das Nachsehen haben. Managers | 18.02.2026 10:51 Uhr

Advertorial

Die Top 3 Insights aus dem Video-Interview

1. High Yield als Puffer im späten Zyklus
Trotz enger Risikoaufschläge sieht Bender im aktuellen All-in-Yield von rund fünf Prozent im Euro-High-Yield-Markt ein Argument für die Assetklasse. Im Vergleich zum Earnings Yield europäischer Aktien biete High Yield aus ihrer Sicht insbesondere in schwächeren Marktphasen einen potenziell besseren Schutz vor Verlusten, da laufende Kupons mögliche Spread-Ausweitungen abfedern können.

2. Risikobewusste Positionierung statt Renditemaximierung
Candriam verfolgt im High-Yield-Bereich einen bewusst risikoaversen Ansatz. Sehr selektive Engagements im Ratingsegment unterhalb von B-, der Verzicht auf Finanztitel sowie eine aktive Beta-Steuerung zählen zu den zentralen Elementen. Ergänzt wird dies durch eine konsequente Bottom-up-Selektion mit Fokus auf solide Bilanzen, stabile Cashflows und defensivere Sektoren.

3. Warum High Yield aktives Management verlangt
Bender argumentiert, dass die zunehmende Segmentierung und teilweise geringe Liquidität im High-Yield-Markt aktiven Managern Opportunitäten eröffnen. Passive Strategien würden Zu- und Abflüsse häufig undifferenziert auf starke wie schwache Emittenten verteilen. Ein aktiver Ansatz könne hingegen gezielt Risiken steuern und habe sich insbesondere in Stressphasen bewährt.

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