Japan-Aktien-Insider Staudinger: „20%+ Nippon-Allokation durchaus legitim“

Obwohl Japan mit rund 4.000 börsennotierten Unternehmen das zweitgrößte Anlageuniversum der Welt stellt, fristet das Land in vielen Depots mit einer Gewichtung von 0 bis 5 % ein Schattendasein. Für Japan-Aktien-Insider Dr. Harald Staudinger ist dies ein strategischer Fehler. Nach dem Überschreiten der 100-Millionen-Euro-Marke mit seinem ASPOMA Japan Opportunities Fund erklärt er im Interview, warum eine Allokation von über 20 % fundamental gerechtfertigt ist. Er gibt Einblicke, wie er in den Bilanzen von Small-Caps „Immobilien für einen Euro“ findet und weshalb Nippon das unverzichtbare technologische Rückgrat für den globalen KI-Boom bildet. Managers | 20.02.2026 10:55 Uhr
Dr. Harald Staudinger, CFA, Chief Investment Officer und Gründer von ASPOMA Asset Management / © e-fundresearch.com / ASPOMA Asset Management
Dr. Harald Staudinger, CFA, Chief Investment Officer und Gründer von ASPOMA Asset Management / © e-fundresearch.com / ASPOMA Asset Management

e-fundresearch.com: Herr Staudinger, der klare Wahlausgang in Japan verschafft der Regierung Handlungsspielraum. Welche wirtschafts- und kapitalmarktpolitischen Implikationen erwarten Sie daraus?

Dr. Harald Staudinger: Ein zentraler Fokus der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi ist es, Japans Wirtschaft weiter zu stärken. Eine ihrer Grundüberzeugungen ist, dass nur ein wirtschaftlich starkes Japan auch politisch die erforderliche Kraft haben wird, sich der neuen Ära wachsender Großmachtkonflikte und abnehmender Globalisierung zu behaupten.