Sarah de Lagarde: Wo KI im Gesundheitswesen den größten Unterschied machen könnte

Künstliche Intelligenz dürfte das Gesundheitswesen in den kommenden Jahren tiefgreifend verändern. Sarah de Lagarde, Brighter Future Strategist bei Janus Henderson Investors, erwartet die größten Fortschritte jedoch nicht in spektakulären Robotik-Anwendungen, sondern vor allem dort, wo Prozesse effizienter werden, Wartelisten sinken und Diagnosen unterstützt werden. Im Interview spricht sie außerdem über die Stärken kleiner MedTech-Unternehmen, regulatorische Hürden, demografische Trends und darüber, was Unternehmen aus ihrer eigenen Geschichte über Inklusion und Führung lernen können. Managers | 17.03.2026 12:00 Uhr
Sarah de Lagarde, Brighter Future Strategist im Responsibility Team von Janus Henderson Investors / © e-fundresearch.com / Janus Henderson Investors
Sarah de Lagarde, Brighter Future Strategist im Responsibility Team von Janus Henderson Investors / © e-fundresearch.com / Janus Henderson Investors

e-fundresearch.com: Frau de Lagarde, wenn Sie zehn Jahre in die Zukunft blicken: Wie wird Künstliche Intelligenz das Gesundheitswesen strukturell verändern?

Sarah de Lagarde: Zehn Jahre sind im Kontext von KI eine sehr lange Zeit. Gerade in den vergangenen Jahren hat sich die Entwicklung stark beschleunigt. Ich hoffe vor allem, dass die Effizienzgewinne, die KI-Algorithmen ermöglichen, im Gesundheitswesen breit genutzt werden. Die Schlagzeilen drehen sich oft um Chirurgen, die mit Robotik oder über Distanz operieren. Ich denke allerdings eher pragmatisch: KI kann vor allem in der Administration und in diagnostischen Prozessen viel bewirken. Sie kann helfen, Wartelisten zu verkürzen, menschliche Fehler zu reduzieren und bei Scans oder...