Liquid Alts 2.0: Warum viele Long/Short-Konzepte am „Split Brain“-Syndrom scheitern

Zehn Jahre nach der großen „Liquid Alts“-Euphorie kehrt die Assetklasse nun gereift wieder in viele Portfolios zurück. Richard Geller (Loomis Sayles) analysiert im Exklusiv-Gespräch mit der e-fundresearch.com Redaktion, warum viele Manager an der Short-Seite scheitern und weshalb das aktuelle Marktumfeld eine Renaissance aktiver Selektion erzwingt. Ein Blick auf asymmetrische Risikoprofile und die Strategie der „Zeit-Arbitrage“. Managers | 17.03.2026 12:14 Uhr
Richard Geller, Spezialist für Alternative Investments bei Loomis Sayles (ein Affiliate von Natixis Investment Managers) / © e-fundresearch.com / Loomis Sayles
Richard Geller, Spezialist für Alternative Investments bei Loomis Sayles (ein Affiliate von Natixis Investment Managers) / © e-fundresearch.com / Loomis Sayles

Am 23. Februar 2026 traf die e-fundresearch.com Redaktion Richard Geller, Global Head of Alternative Investments bei Loomis Sayles (Teil von Natixis IM), zu einem Hintergrundgespräch in Wien. Mit ihm konnten wir unter anderem die strukturelle Entwicklung des Long/Short-Marktes, die Lehren aus vergangenen Liquid-Alternatives Boom-Phasen und die harten Anforderungen an ein persistentes Short-Book diskutieren.

e-fundresearch.com: Herr Geller, vor rund zehn Jahren gab es im Bereich der „Liquid Alternatives“ eine regelrechte Euphorie, die jedoch oft nicht die Erwartungen erfüllte. Befinden wir uns aktuell in einem bloßen Comeback oder einer neuen Qualitätsstufe?

Richard Geller: Wir befinden uns heute in einer Normalisierungsphase, die sich deutlich von der „Mode“ um das Jahr 2016 unterscheidet. Damals waren liquide Alternativen das „neue glänzende Objekt“, und nahezu jedes große Haus lancierte hastig entsprechende Plattformen. Heute ist die Nutzerbasis wesentlich gebildeter und erfahrener. Investoren betrachten diese Produkte nicht mehr...