„Get comfortable being uncomfortable“: Michaela Collet Jackson im Gespräch über Mut, Sales und die Kraft der Reibung

Michaela Collet Jackson blickt auf über 20 Jahre Erfahrung in der Finanzwelt zurück. In unserem „Role Models“-Format spricht die Head of Distribution EMEA (Columbia Threadneedle Investments) offen über anfängliche Selbstzweifel in einer männerdominierten Branche, den Mut zum „Ja-Sagen“ und warum berufliche Reibung oft der wichtigste Motor für persönliche Entwicklung ist. Ein Plädoyer für Neugier, Unperfektheit und den Wert echter Unternehmenskultur. Managers | 17.04.2026 10:30 Uhr

e-fundresearch.com: Was hat Sie dazu bewogen, eine Karriere in der Finanzbranche und speziell im Asset Management anzustreben?

Michaela Collet Jackson: Das ist eine interessante Frage, weil sie mir oft gestellt wird. Mein Vater war in der Finanzbranche tätig, und ich mochte Wirtschaft schon in der Schule. Es war also zunächst keine besonders komplizierte Entscheidung.

Wenn man heute jung ist und ins Berufsleben startet, hat man oft eine viel klarere Vorstellung davon, wohin man will und wofür man steht. Als ich 2002 mein Studium abgeschlossen habe, war das anders. Es war keine leichte Zeit, um einen Job zu finden. Deshalb habe ich mich auch gefragt, ob es wirklich die Finanzbranche sein sollte. Ich habe mir Consulting angesehen, ich habe über Buchhaltung nachgedacht und mir verschiedene Möglichkeiten angeschaut. Am Ende wurde mir aber klar: Es ist doch Finance.

Mein Einstieg war...