+44 Prozent in einem Jahr, und immer noch günstig? Wie ein Boutique-Manager aus Sofia den CEE-Aktienmarkt für westliche Investoren öffnet

Konstantin Prodanov (Chief Investment Strategist) und Daniel Ganev (CEO) von Karoll Capital Management über den Investment-Case für Mittel- und Osteuropa, das neue Selbstbewusstsein der osteuropäischen Asset Manager – und warum bei polnischen Finanzwerten nichts schiefgehen darf. Managers | 02.04.2026 13:08 Uhr
Daniel Ganev, CEO und Konstantin Prodanov,  Chief Investment Strategist, Karoll Capital Management / © e-fundresearch.com / Karoll Capital Management
Daniel Ganev, CEO und Konstantin Prodanov, Chief Investment Strategist, Karoll Capital Management / © e-fundresearch.com / Karoll Capital Management

Es ist ein bildhaftes Szenario: Ein Asset Manager aus Sofia, gegründet 2003 und Teil einer Finanzgruppe mit über 550 Millionen Euro an verwalteten Vermögenswerten, verlegt seinen Flagship-Fonds nach Luxemburg und geht auf Roadshow durch Genf, Zürich, Frankfurt und Wien. Nicht als Bittsteller, sondern mit einer Track Record, die sich sehen lassen kann: 44 Prozent im Jahr 2025, über 7 Prozent Alpha p.a. über fünf Jahre, eine Sharpe-Ratio von 1,06. Organisiert vom Placement Agent Roland Schmidt (Touchdown Coordinator Ltd., Anbieter von Placement Agent-Dienste und Fondsanalyse), traf die Redaktion von e-fundresearch.com das Fondsmanagement von Karoll Capital Management zu einem ausführlichen Gespräch – und bekam nicht nur einen Investment-Case präsentiert, sondern erhielt auch Einblick in das neue Selbstbewusstsein einer Region, die es leid ist, übersehen zu werden.

Von Sofia nach Luxemburg: Ein Domizilwechsel als strategischer Coup

Karoll Capital Management ist Teil der unabhängigen Karoll Financial Group und verwaltet fünf UCITS-Fonds. Als regionaler Vertreter von Schroders in Bulgarien und Rumänien hat sich das Haus über zwei Jahrzehnte einen Namen gemacht. Für internationale Investoren war der Fonds dennoch nicht investierbar – nicht wegen seiner Qualität, sondern wegen seines Domizils. „Wir hatten Schweizer...