Ein Family Officer gesteht: „Sinn macht es erst ab 100 Millionen“ - Monika Rosen interviewt

Macht Geld glücklich? Diese Frage beschäftigt die Menschheit spätestens, seit König Krösus vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren das Bezahlen mit Münzen erfunden hat. Noch komplexer wird die Lage, wenn es nicht um das Vermögen einer einzelnen Person, sondern um das einer ganzen Familie geht. Da sind Konflikte eigentlich vorprogrammiert. Um dem zu begegnen, wird heute gern ein Family Office eingesetzt. Monika Rosen hat einen erfahrenen Family Officer zum (diskreten) Interview getroffen und ihn gefragt, wie die Reichen Investmententscheidungen treffen, wovor sie sich fürchten und welche Torheiten sie gelegentlich begehen. Machen Sie einen Blick durchs Schlüsselloch mit dem neuen RosenCorner. Managers | 28.04.2026 12:43 Uhr
Monika Rosen, e-fundresearch.com Gastautorin & Vizepräsidentin der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft / © oecolution
Monika Rosen, e-fundresearch.com Gastautorin & Vizepräsidentin der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft / © oecolution

Zunächst, was ist und macht ein Family Office?

Ein Family Office ist das “Familienbüro“ einer (vermögenden) Familie. Es kümmert sich um alle administrativen Angelegenheiten. Hierzu gehören neben der Vermögensverwaltung auch Tätigkeiten wie Versicherungsmanagement, der An- und Verkauf von Fahrzeugen, die Hausverwaltung, aber auch die Organisation von Reisen, Theatertickets, Familiengeburtstagen oder Geschenken.

Ab welchem Vermögen macht ein Family Office Sinn?

In der Regel wird ein Family Office ab einem verwalteten Vermögen von 100 Mio. € eingesetzt. Manchmal kann es schon ab 50 Mio. € sinnvoll sein. Hierbei kommt es auf die Struktur der Anlagen an.

Inwieweit unterscheidet sich Ihre Tätigkeit von der eines „normalen“ Fondsmanagers?

Ein Fondsmanager hat eine strikt festgelegte Anlagestruktur bzw. Anlagekriterien. Innerhalb ...