Es ist ein Satz, den man im Asset-Management selten so offen hört: „Ich möchte zum Kunden gehen und sagen: Schau her, ich habe was Gutes für dich.“ Marcus Perschke, Leiter Wholesale bei der BayernInvest und selbst an der bayerisch-tirolerischen Grenze lebend, formuliert damit in aller Klarheit, womit die Münchner Boutique jetzt den österreichischen Markt erschließen will: mit einem übersichtlichen Kreis von Fixed-Income-Fonds, an die man im eigenen Haus selbst glaubt – und einer Betreuungsphilosophie, die in Zeiten industrialisierter Mandatsabwicklung zunehmend selten wird.
Vom institutionellen Platzhirsch zum Wholesale-Player – der lange Anlauf
Die BayernInvest, Asset-Management-Tochter der BayernLB, ist seit rund 35 Jahren im Markt – historisch gewachsen aus dem institutionellen Geschäft. Mit knapp 100 Milliarden Euro Assets under Management ist die Gesellschaft alles andere als ein Newcomer. Im Publikumsfondsgeschäft jedoch trat man lange betont leise auf. Perschke, seit fast drei Jahrzehnten in der Branche, heuerte 2019 an, 2020 begann der Aufbau des Wholesale-Bereichs.
„Wir haben vorsichtig in Deutschland angefangen. Unsere Fonds haben teilweise schon einen Track Record bis in die neunziger Jahre zurück – und trotzdem musste viel gemacht werden, um das Publikumsfondsgeschäft überhaupt richtig aufzusetzen“, schildert Perschke die...