„Die Börsen sind wie auf Droge“ – LAIQON-Fondsmanager Adrian Daniel über KI-Verwerfungen und Klumpenrisiken

Knapp ein Jahr nach seinem Wechsel zu LAIQON zieht Portfoliomanager Adrian Daniel im Video-Interview mit e-fundresearch.com Bilanz. Er analysiert zudem, warum die lockere Geldpolitik angesichts hoher Staatsverschuldung Sachwerte weiterhin stützt, weshalb die KI-Revolution bei reinen Software-Anbietern für Margendruck sorgt und warum aktive Manager abseits des hochkonzentrierten S&P 500 derzeit besonders in Asien fündig werden. Managers | 26.05.2026 12:20 Uhr

Die Top- 3 Insights aus dem e-fundresearch.com Video-Interview:

  • Divergenz im KI-Sektor: Während „Schaufelhersteller“ (Hardware/Infrastruktur) und Cloud-Giganten massiv profitieren, geraten klassische Software-Abo-Modelle unter Druck. Durch generative KI sinken die Hürden für die Software-Erstellung, was das Angebot erhöht und die Austauschbarkeit einzelner Lösungen steigert.

  • Index-Konzentration als Chance für Aktive: Die Dominanz der Top-Titel im S&P 500 – die mittlerweile über 40 % des Index ausmachen – hebelt den historischen Vorteil der breiten Streuung bei passiven Investments aus. Diese extreme Klumpenbildung eröffnet aktiven Managern vermehrt Gelegenheiten, durch gezieltes Stock-Picking außerhalb der „üblichen Verdächtigen“ Alpha zu generieren.

  • Asien als technologisches Kraftzentrum: Gängige Benchmarks wie der MSCI World spiegeln die reale globale Wertschöpfung nur unzureichend wider, insbesondere durch das Fehlen oder die Untergewichtung Chinas und Südostasiens. Daniel sieht vor allem in der asiatischen Halbleiterindustrie (TSMC, Samsung, SK Hynix) und im Bereich der Robotik attraktive Opportunitäten und Bewertungspotenziale.