Comgest-Fondsmanager Kaye: „Ohne Japan kein AI“

Richard Kaye managt seit über 30 Jahren japanische Aktien, seit 2009 gemeinsam mit Chantana Ward bei Comgest. Gegenüber der e-fundresearch.com Chefredaktion erklärt er, warum rund 40 kaum beachtete japanische Firmen für die AI-Produktion unverzichtbar sind, weshalb Kioxia und Softbank zu seinen größten Performance-Treibern wurden – und was die Rückkehr japanischer Institutioneller für den Markt bedeutet. Managers | 02.06.2026 12:37 Uhr
Richard Kaye, Analyst und Portfolio Manager für japanische Aktien bei Comgest / © e-fundresearch.com / Comgest
Richard Kaye, Analyst und Portfolio Manager für japanische Aktien bei Comgest / © e-fundresearch.com / Comgest

Richard Kaye bringt eine ungewöhnliche Biografie mit: Aufgewachsen in einer kleinen, von japanischen Industrieansiedlungen geprägten Stadt in Wales, lernt er seit seinem achten Lebensjahr Japanisch – und beschäftigt sich seit 33 Jahren beruflich mit japanischen Aktien, seit 2009 als Portfolio Manager bei Comgest. Ende Mai war er für eine Roadshow in Wien zu Gast, wo ihn e-fundresearch.com-Chefredakteur Simon Weiler zum Gespräch traf. Sein Befund nach drei „verlorenen“ Jahrzehnten: Japan kehre an seinen angestammten Platz in globalen Portfolios zurück – und sei in der AI-Story weit präsenter, als die meisten Investoren glaubten.

„Japan kommt nach Hause“: Wer den Markt jetzt wirklich dreht

Kaye begann seine Laufbahn 1994, kurz nach dem Höhepunkt des japanischen Marktes, als Analyst bei der Industrial Bank of Japan. Aus nächster Nähe erlebte er dort die langsam aufziehende Kreditkrise mit. Sein zentrales Thema seither: die Untertreibung. Japanische Unternehmen, so Kaye, hätten ihre....