Halbzeitanalyse 2026: 11 zentrale Fragen & Antworten

Luca Paolini, Chefstratege bei Pictet Asset Management, analysiert die erste Jahreshälfte 2026. Im Interview spricht er über die robuste US-Konjunktur, Inflation und Zinsen, Chancen in Schwellenländern sowie die Aussichten für KI-Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Gold. Managers | 15.06.2026 12:39 Uhr
Luca Paolini, Chefstratege bei Pictet Asset Managemen / © e-fundresearch.com
Luca Paolini, Chefstratege bei Pictet Asset Managemen / © e-fundresearch.com

Hinweis der Redaktion: Das folgende Interview fasst die zentralen Inhalte unseres Marktausblick-Webinars redaktionell zusammen. Die vollständige Aufzeichnung mit allen Einschätzungen steht auf der Replay-Landingpage zur Verfügung. 

e-fundresearch.com: Herr Paolini, schön, dass Sie sich die Zeit für unsere Halbzeitanalyse 2026 nehmen. Bevor wir zu den Märkten kommen: Mein Beileid, dass Italien die WM verpasst hat. Aber bleiben wir beim Geschäftlichen. In den ersten sechs Monaten ist enorm viel passiert – von der Nahost-Eskalation bis zu Sorgen rund um KI-Releases –, dennoch zeigten sich die Märkte extrem robust. Was hat Sie am meisten überrascht? 

Luca Paolini: Die größte Überraschung war zweifellos die Resilienz der US-Konjunktur. Die Konsumausgaben sind solide, die Investitionen steigen, und trotz Inflationsdruck bleibt die globale Wirtschaft widerstandsfähig. Was die Aktienmärkte enorm beflügelt hat, ist der starke Trend bei den Unternehmensgewinnen: In den USA sahen wir ein Plus von fast 30 Prozent bei gleichzeitig steigenden Margen. Diese Kombination...