New Issue Premium fast halbiert: Warum Anleihen-Zeichner 2026 kaum noch Aufschlag bekommen

Lukas Obersteiner, Anleihenfondsmanager der Security KAG, hat rund 3.600 EUR-Neuemissionen seit 2023 ausgewertet. Er zeigt, warum die mittlere New Issue Premium von 4 auf 2,4 Basispunkte gefallen ist, weshalb sich ein Greenium in den Daten nicht belegen lässt und wo Corporates noch Aufschlag zahlen. Managers | 04.08.2026 10:00 Uhr
Lukas Obersteiner, Anleihenfondsmanager bei der Security KAG / © e-fundresearch.com / Julia Dax-Sinkovits
Lukas Obersteiner, Anleihenfondsmanager bei der Security KAG / © e-fundresearch.com / Julia Dax-Sinkovits

AI-generierte Zusammenfassung

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Die New Issue Premium, also der Zeichnungsaufschlag bei Anleihen-Neuemissionen, schrumpft deutlich. Eine Auswertung von rund 3.600 EUR-Senior-Neuemissionen mit Fixkupon, die seit 2023 in den ICE BofA Global Broad Market Index aufgenommen wurden, zeigt einen Rückgang des ungewichteten Medians von 4 Basispunkten im Jahr 2023 auf 2,4 Basispunkte im laufenden Jahr 2026. Der Trend zieht sich durch alle Assetklassen und Ratingkategorien: Corporates zahlen weiterhin höhere Prämien als Agencies, Covered Bonds, Regionen und Staaten, ein Greenium bei Green Bonds lässt sich in den Daten dagegen nicht belegen. Bei BBB-Unternehmensanleihen sank nicht nur der Median, sondern vor allem die Streuung, Neuemissionen werden also häufiger fair auf der Kurve bepreist. Als Haupttreiber gilt der Nachfragedruck im Fixed-Income-Markt: Weil einzelne Bonds am Sekundärmarkt kaum erwerbbar sind, verlagert sich das Nachfragevolumen in den Primärmarkt und drückt die für die Zeichnung nötige Prämie.