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Wachstumsaktien - Metzler Manager Klaus Hagedorn

Hagedorn: "In den USA ist der Punkt erreicht wo wir wieder darüber nachdenken können wann es eine Konjunkturerholung gibt. Die Gewinnwarnungen die wir in den USA in den letzten Quartalen hinter uns gebracht haben stehen uns in Europa möglicherweise erst zuvor." Managers |
e-fundresearch / Frankfurt: Die Aktienmärkte erlebten in den letzten 18 Monaten eine dramatische Berg- und Talfahrt. Wo stehen wir jetzt?

Hagedorn: "Wenn man sich ansieht warum die Märkte diese großen Kursverluste erlitten haben, dann wird es auch klar wo wir jetzt stehen. Zwei Gründe waren wesentlich. Zum einen hatten wir aufgrund der sehr starken Wirtschaft in den USA im ersten Halbjahr 2000 und aufgrund des Anstiegs des Ölpreises auf 37 USD alle enorme Inflationsbefürchtungen. Diese Befürchtungen haben auf die Kurs/Gewinnverhältnisse gedrückt und auch gute Aktien herunterkommen lassen.

Dann hatten wir einen etwas überraschenden starken Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums, zuerst in den USA mittlerweile auch in Europa. Das hat bei vielen Wachstumsaktien, besonders im Technologiebereich, zu Gewinnwarnungen geführt.

Das Inflationsproblem wird sich in den nächsten Monaten auflösen. Wir befinden uns aktuell an den Spitzenständen der Inflationsraten und werden in den nächsten Monaten einen Rückgang sehen. Verbunden mit den Zinssenkungen in den USA wird das wieder zu einer Expansion der Kurs/Gewinnverhältnisse führen. Auch die Technologieaktien werden sich im Zuge einer Konjunkturerholung wieder verbessern."

e-fundresearch / Frankfurt: Inwieweit treffen diese Aussichten auch auf den Neuen Markt in Deutschland zu?

Hagedorn: "Ich glaube im Prinzip funktioniert das da auch so, nur haben wir am Neuen Markt einige spezielle Probleme, die wir in etablierteren Märkten nicht haben. Es sind sehr viele junge Unternehmen an den Markt gebracht worden, die teilweise aufgrund der Unerfahrenheit des Managements, teilweise weil die Geschäftspläne nicht so funktionierten wie sie sollten, mittlerweile in ernsthaftere Schwierigkeiten geraten sind als nur durch einen Konjunkturrückgang möglich gewesen wäre.

Es gibt aber am Neuen Markt eine Reihe von sehr guten Unternehmen, wie Qiagen im Biotech Bereich, Medion oder Aixtron. Diese Aktien würden auch in jedem anderen Marktsegment bestehen und tun das auch am Neuen Markt."

e-fundresearch / Frankfurt: In welchen Branchen sehen Sie für das heurige Jahr das größte Potential für Wachstumsaktien?

Hagedorn: "Man muss hier zwischen den USA und Europa unterscheiden, weil die Konjunkturlage eine andere ist. Nach den sehr aggressiven Zinssenkungen der US Notenbank haben wir in den USA den Punkt erreicht wo wir wieder darüber nachdenken können wann es eine Konjunkturerholung gibt. Aufgrund dessen kann man dort beginnen, aus den defensiven Anlagen herauszugehen und in Biotechnologie oder einige Technologieaktien, bei denen es keine allzu großen fundamentalen Probleme gibt, umzuschichten. In Europa laufen wir etwas phasenversetzt zur amerikanischen Konjunktur, wir hinken etwa 3 bis 4 Quartale hinterher. Die Gewinnwarnungen, die wir in den USA in den letzten Quartalen hinter uns gebracht haben, stehen uns in Europa möglicherweise erst zuvor. Das bedeutet, dass wir uns in Europa auf Aktien mit einem stabilen Gewinnwachstum konzentrieren sollten. Pharmaaktien, Finanzdienstleister und Versicherungen fallen darunter.

e-fundresearch / Frankfurt: Welche Anlagestrategie wird für den Metzler Wachstum International und Metzler Wachstum Europa umgesetzt?

Hagedorn: "Wir investieren in Wachstumsaktien. Aber hier gibt es ein Problem, da verschiedene Anleger unter Wachstumsaktien etwas verschiedenes verstehen. Wir suchen Aktien die ein langfristiges, 5-10 Jahre überdurchschnittliches Wachstum haben. Wenn Unternehmen über einen so langen Zeitraum wachsen, dann müssen sie von strukturellen Veränderungen profitieren. Solche strukturellen Veränderungen sind beispielsweise die demographischen Veränderungen. Finanzdienstleister und Gesundheitsvorsorge-Unternehmen werden z. B. vom Trend zur privaten Vorsorge profitieren. Dazu kommt aus anderen Gründen der Technologiebereich. Aber hier muss man auf die Langfristigkeit aufpassen, weil Technologiezyklen häufig deutlich kürzer sind.

Nachdem wir auf diese Weise die Branchen, in die wir investieren wollen, herausgefunden haben, gehen wir dann in einem reinen Bottom-Up Ansatz in die einzelnen Segmente und suchen uns die attraktivsten Aktien aus. Diese Werte bleiben dann für längere Zeit im Portfolio."
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