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Wenig Euphorie in Wien

In den letzten drei Jahren stieg die Wiener Börse um 195 Prozent oder 43 Prozent pro Jahr. Eine Euphorie ist unter den Anlegern aber nicht festzustellen. Manfred Zourek, Fondsmanager des ESPA Stock Vienna, geht für 2006 von einer gebremsteren Performance österreichischer Aktien aus. Managers | 29.11.2005 06:16 Uhr

e-fundresearch: Herr Zourek, wie blicken Sie auf das Jahr 2005 an der Wiener Börse zurück? Seit Jahresbeginn liegt der ESPA Stock Vienna mit 46,9 Prozent deutlich vor dem ATX Prime mit 38 Prozent. Zufrieden, überrascht oder hätte es besser laufen können?

Manfred Zourek: Ich muss gestehen, dass auch ich von der guten Entwicklung der Wiener Börse dieses Jahr überrascht war. Auch die Optimisten, zu denen ich mich zähle, haben nicht mit einer so starken Performance gerechnet. Die Konsequenz daraus ist, dass die Korrektur früher oder später kommen wird. Denn gerade in Osteuropa, und in dessen Windschatten hat Wien zugelegt, ist derzeit viel spekulatives Geld im Markt. Die Korrektur im Oktober hat gezeigt, wie schnell es auf der anderen Seite nach unten gehen kann. Überrascht hat mich das aber nicht und im Fonds war ich schon ab Mitte August vorsichtiger positioniert. Im Vergleich mit meinen direkten Konkurrenten, etwa dem 3 Banken Österreich Fonds, hat mir das im Korrekturmonat Oktober sehr geholfen. Außerdem haben zuletzt besonders die kleinen Werte nachgegeben, Large Caps zeigten sich stabiler. Generell bin ich mit unserer Performance sehr zufrieden. Bei Raiffeisen International war ich vom Start weg übergewichtet, auch mit der Bank Austria haben wir heuer schon sehr gut entwickelt.

e-fundresearch: Trotz den starken Kursanstiegen macht sich bei den Investoren noch keine Euphorie breit. Die meisten Privatanleger dürften den Boom verschlafen haben. Ist das ein gutes Zeichen?

Manfred Zourek: Ein euphorisches Verhalten der Anleger ist in der Tat nicht festzustellen. Wenn der deutsche DAX die gleiche Performance geliefert hätte als der ATX, wäre das sicher anders. Ich denke die graue Erinnerung der faden Wiener Börse lässt viele Anleger skeptisch sein. Außerdem ist in Österreich überhaupt kein Home-Bias vorherrscht, der Patriotismus unter Anlegern ist im Vergleich zu anderen Ländern begrenzt. Diese Zurückhaltung würde ich aber auch als positives Zeichen deuten: Wenn die Stimmung umschlägt wäre das nicht gut.

e-fundresearch: Welche Erwartungen haben Sie für 2006? Letztes Jahr um diese Zeit sind Sie von einer Performance zwischen 10 und 15 Prozent ausgegangen.

Manfred Zourek: Unsere Schätzungen gehen für 2006 von einem durchschnittlichen Gewinnwachstum österreichischer Aktien von rund 15 Prozent aus. Wenn der Markt noch etwas teurer wird - was realistisch wäre da Aktien im Verhältnis zu Anleihen noch günstig bewertet sind - sollte man mit einer Performance von 15 Plus Prozent rechnen. Aktuell ist der Markt mit einem 2006er KGV von 13 bewertet.

e-fundresearch: Von der Zinsseite in Europa sehen Sie gar keine Risiken?

Manfred Zourek: Eher nicht. Denn derzeit ist noch so viel Liquidität im Geldmarkt geparkt, das eher in Anleihen aber besonders in Aktien fließen sollte. Denn neben dem gesunden Gewinnwachstum der österreichischen Unternehmen ist das Thema Osteuropa immer noch intakt. Auch die relative Outperformance von Smaller vs. Larger Caps ist meiner Meinung nach noch nicht zu Ende. Warnende Stimmen gibt es zwar schon seit längerem, trotzdem denke ich das Small und Mid Caps immer noch interessanter sind.

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e-fundresearch: Seit dieser Woche sind an der Wiener Börse auch Indexfonds, also Exchange Traded Fonds, handelbar. Auch auf den ATX selbst. Ist das für Sie nicht eine große Konkurrenz da etwa der ATX EX nur 0,5 Prozent pro Jahr an Verwaltungsgebühr kostet?

Manfred Zourek: Nein, das denke ich nicht. ETFs sind passiv gemanagt und bilden nur die Indexperformance ab. Wir haben den Index zum Beispiel dieses Jahr wieder deutlich geschlagen, weshalb höhere Kosten auch gerechtfertigt sind. Ich sehe das sogar positiv für den Markt: Neue Produkte bringen mehr Liquidität und das hilft allen Teilnehmern. Eher in Konkurrenz treten diese neuen Produkte mit entsprechenden Zertifikaten.

e-fundresearch: Welchen Rat geben Sie eigentlich Privatanlegern, die erst jetzt langsam darüber nachdenken Aktien an der Wiener Börse zu kaufen?

Manfred Zourek: Die Bewertung der Wiener Börse ist im Vergleich zu europäischen Märkten in etwa in-line. Eine große Unterbewertung, wie das 2001 der Fall gewesen ist existiert nicht mehr. Ich würde deswegen nicht mehr so massiv in den Markt einzusteigen, abraten würde ich ihm aber nicht. Österreichische Aktien gehören in ein Aktienportfolio, wobei in so volatilen Zeiten - wie etwa diesen Herbst - eher ein Sparplan einem Einmalinvestment vorzuziehen wäre.

e-fundresearch: Wird die verstärkte Nachfrage nach Zukunftsvorsorge-Produkten zu Jahresende auch wieder für einen guten Ausklang des Aktienjahres 2005 an der Wiener Börse sorgen?

Manfred Zourek: Es stimmt, speziell im Dezember sehen wir immer eine Nachfragebeschleunigung bei der Zukunftsvorsorge. Aber das Volumen ist relativ gering weshalb eine Jahresendrally so nicht begründet werden kann. Es stimmt aber, dass historisch gesehen der Dezember ein relativ freundliches Monat war. Dieses Jahr bin ich aber skeptisch: Ich rechne eher mit einem holprigen Jahresende der dann aber wieder Einstiegsgelegenheiten bieten sollte sich für 2006 zu positionieren. 

e-fundresearch: Vielen Dank für das Gespräch!

Alle Daten per 21.11.2005 in Euro
Quelle:

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