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Baring: Thailand statt China

China-Aktien legten, gemessen am MSCI China Index, dieses Jahr um mehr als 60 Prozent zu und zählen zu den Top-Performern weltweit. Trotzdem rät Khiem Do, Asien-Experte von Baring Asset Management in Hong Kong, Anlegern nicht dazu dort zu investieren. Taiwan und besonders Thailand versprechen mehr Rendite. Managers | 14.09.2006 07:20 Uhr
Asien: „Es wird noch besser werden“ e-fundresearch: Herr Do, alles spricht derzeit von Asien. Die Region wird 2007 mit über 7-8 Prozent das höchste reale Wirtschaftswachstum aller Weltregionen aufweisen. Die Märkte scheinen zudem günstig bewertet zu sein und im Vergleich zu ihrem Anteil am globalen BIP, ist „Asien ex Japan“ im MSCI Aktienindex noch immer unterbewertet. War die starke Outperformance Asiens (Anm.: der MSCI AC Asia Pacific ex Japan Index liegt seit Oktober 2000 um 73 Prozent vor dem MSCI World Index), eine korrekte Vorwegnahme der heutigen Situation bzw. ist überhaupt noch Luft für weitere Verbesserungen? Khiem Do: Die Situation wird noch besser werden, was definitiv Raum für weitere Aktiengewinne lässt. Sogar die kommende Konjunkturabschwächung der USA hat der Markt in Asien bereits eingepreist. Das größte Argument für Asien ist aber sicher die trotz der Outperformance immer noch günstigen Bewertung: Gemessen am Preis/Buchwert-Verhältnis liegt Asien bei 1,9. Der größte Aktienmarkt der Welt, die USA, weist derzeit ein Preis/Buchwert-Verhältnis von 2,7 auf. Indien ist weltweit am teuersten mit 3,5.

In Asien hat in den letzten Jahren eine enorme Transformation stattgefunden: Früher wollten asiatische Unternehmen nur größer werden mit dem Ziel später die größten der Welt zu sein, haben dabei aber nicht unbedingt auf die Profitabilität geachtet. Jetzt ist das umgekehrt: Der Return on Equity liegt aktuell bereits bei über 16 Prozent. Die aktuellen Bewertungen spiegeln das aber noch nicht wieder.

„Früher haben asiatische Firmen trotz Wachstum Wert vernichtet“

e-fundresearch: Auch das starke Wachstum Asiens wird oft als Grund für ein Investment genannt. Hilft ein hohes BIP-Wachstum aber wirklich Aktien?

Khiem Do: Generell eigentlich nicht. Denn wirklich entscheidend ist die Qualität dieses Wachstums. Ein Beispiel: Anfang und Mitte der 1990er Jahren lag das BIP-Wachstum Asiens mit 8-10 Prozent pro Jahr über den heutigen Wachstumsraten. Damals lagen die Kapitalkosten aber in der Höhe von 12-15 Prozent und der Return on Equity unter diesem Wert. Das hohe Wachstum in den 90er Jahren hat also sogar Wert vernichtet. Heute liegt der Return on Equity bei 16 Prozent, die Kapitalkosten (WACC=Weighted Average Cost of Capital) aber nur mehr bei 6-7 Prozent. Obwohl das BIP-Wachstum 2007 mit 7-8 Prozent also sogar unter den Werten von damals liegen wird, sind wir jetzt bullish, waren damals aber bearish für die Region.

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Geheimtipp Thailand

e-fundresearch: Asien ist ein großer Markt, sogar wenn man von Japan absieht. In welchen Ländern orten Sie derzeit das größte Potential, wovon sollten Anleger lieber die Finger lassen?

Khiem Do: Zuletzt haben wir Aktien aus Indonesien zugekauft und unser bereits seit einem Jahr bestehende Übergewicht in China bzw. Singapur abgebaut. Unsere bisherigen Untergewichte Taiwan und Thailand schauen zudem immer interessanter aus und auch hier haben wir zuletzt Investmentchancen wahrgenommen.

Finger weg bei Rohstoffen und chinesischen Finanztiteln!
 
Finger weg sollten Anleger zudem von Rohstoffen lassen. Hier sehen wir Überhitzungen und gegebenenfalls Korrekturpotential. Chinesische Finanztitel wie China Life oder China Construction Bank sind derzeit auch nicht gerade billig, auch hier haben wir Gewinne mitgenommen. Diese haben wir in Thailand und Taiwan investiert. Gerade Thailand ist sehr günstig und vielen Investoren stecken noch die letzten Krisen in den Knochen: Vogelgrippe, steigende Ölpreise, der Tsunami und last but not least die innenpolitische Krise dieses Jahr. Mutige Investoren können dort derzeit einige Schnäppchen vorfinden.

China-Aktien: Qualität enttäuscht

e-fundresearch: Apropos mutige Investoren: Chinesische Aktien legten dieses Jahr, gemessen am MSCI China Index, über 60 Prozent zu und gehören zu den Top-Performern. Lohnt hier ein Einstieg noch?

Khiem Do: Die Investmentstory China decken wir großteils durch Aktien ab, die an der Börse in Hong Kong notieren. Mainland China Unternehmen meiden wir eher, da die Qualität dieser Firmen nicht unsere Ansprüche erfüllt. „Growth at a reasonable price“ ist dort kaum zu finden, weshalb wir Anlegern nicht raten an dieser Hausse teilzunehmen. Zudem muss man berücksichtigen, dass chinesische A- und B-Shares (eine Unterscheidung der verschiedenen Aktienkategorien in China finden Sie hier) in den letzten sechs Jahren bis Ende 2005 zu den größten Verlierern weltweit gezählt haben. Was wir jetzt sehen ist zum Teil nur eine Gegenbewegung davon, die zudem auch von der geplanten Einführung von G-Shares (weitere Infos zu den Reformen am chinesischen Aktienmarkt lesen Sie hier) getragen wird.

Indien hat einer der teuersten Börsen weltweit

e-fundresearch: Oftmals wird von Experten angeführt, dass Indien im Vergleich zu China für Aktionäre interessanter ist. Stichwort Corporate Governance, eine demokratisch gewählte Regierung etc. Wie stehen Sie dazu?

Khiem Do: Dem kann ich nur beipflichten. Aber sehen Sie sich aktuell die Bewertungen Indiens an. Der Aktienmarkt dort zählt zu den teuersten weltweit.

Was machen die Währungen?

e-fundresearch: Anleger die in Asien investieren, können zwischen Fonds in verschiedenen Währungen auswählen. Würde Sie diese in Euro hedgen oder haben asiatische Währungen vielleicht sogar Gewinnpotential?

Khiem Do: Asiatische Währungen sind billig und wir raten deswegen niemandem diese gegenüber dem Euro oder dem US-Dollar abzusichern.

e-fundresearch: Vielen Dank für das Gespräch!

Alle Daten per 8.9.2006 in Euro
Quelle:

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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