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Ölpreis bleibt im dreistelligen Bereich

Noch vor wenigen Jahren schien ein Ölpreis jenseits der 20 US-Dollar pro Barrel unvorstellbar. Beim Ausbruch des ersten Golfkrieges 2003 übersprang er dann diese Marke doch. 2007 wurden 50 US-Dollar pro Fass erreicht und Experten fragten sich, wohin der Preis noch steigen soll. Markets | 20.05.2008 09:33 Uhr

Inzwischen wurde die 100-US-Dollar-Marke für ein Barrel Öl geknackt. „Während viele Analysten mit einem Preisabschwung unter 100 US-Dollar rechnen, sind wir der Meinung, diese Einstellung ist unrealistisch“, sagt Dominic Rossi, Head of Equities bei Threadneedle. „Es wird Zeit, dass Investoren sich mit dem aktuell hohen Preisniveau anfreunden und ihre Portfolios entsprechend ausrichten.“

Brasilien und Russland als Gewinner 

Der anhaltend hohe Ölpreis hat dabei Auswirkung sowohl auf die geographische als auch auf die Sektorenausrichtung eines Aktienportfolios. „So ist beispielsweise ein massiver Transfer von Reichtum von ölimportierenden Nationen hin zu jenen, die über große Ölreserven verfügen, zu beobachten“, so Rossi. Die großen Gewinner sind hierbei Länder wie Brasilien oder Russland. Brasilien hat erst kürzlich ein Investment Grade Rating von S&P erhalten, was deutlich zeigt, welchen Einfluss natürliche Ressourcen auf die finanzielle Lage eines Landes haben können. Auf der Verliererseite sind hingegen Länder wie die USA zu finden, die etwa 25 Prozent des weltweiten Öls verbrauchen aber nur rund acht Prozent produzieren. Gleiches gilt für Japan: Konsumiert werden rund sechs Prozent – produziert hingegen nichts.

Attraktive Investmentmöglichkeiten lassen sich laut Rossi auf Sektorenebene finden: „Unternehmen aus dem Ölservice-Bereich profitieren, da ältere Ölquellen nach und nach versiegen und neue Vorkommen schwieriger zu erschließen sind.“ Ein Beispiel hierfür sind die Ölfelder in der Nordsee: Die in den 80er-Jahren entdeckten Felder lagen in etwa 100 Meter Tiefe. Das erst kürzlich erschlossene Feld „Tupi“ vor Brasilien liegt 2000 Meter tief und wird zudem von einer dicken Gesteinsschicht geschützt. „Die eher wenig einladenden Konditionen fordern spezielle Ausrüstungen. Und da in diesem Bereich ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herrscht, bestimmen die Produzenten die Preise“, weiß Rossi.

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Konsumnahe Güter profitieren 

Insgesamt profitieren konsumnahe Titel wie der Einzelhandel, die Immobilienbranche oder der  Telekommunikationssektor von der Ölpreisentwicklung. Grund hierfür ist, dass der Wohlstand in den Ländern steigt und Kredite leichter zu bekommen sind. Hinzu kommen hohe Infrastrukturausgaben der Regierungen, die Größtenteils durch Öleinkünfte finanziert werden. „Vom Infrastrukturboom profitieren Unternehmen aus der Baubranche, wie Zement- oder Stahlproduzenten, die wir in unseren Portfolios derzeit übergewichten“, kommentiert Rossi.

Ölpreis schlägt sich auf Inflation nieder

Der hohe Ölpreis macht aber auch vor der Weltwirtschaft insgesamt nicht halt. „Die anhaltend hohe tatsächlich Inflationsrate ist zu einem hohen Maß auf die steigenden Energiepreise zurückzuführen“, sagt Quentin Fitzsimmons, Head of Government Bonds bei Threadneedle. „Die Abweichung zwischen dem schwachen Konsum, gedämpften Gehaltsdruck und den hohen Preisen bei Energie und Rohstoffen öffnet zudem eine breite Palette an Möglichkeiten für künftige Inflationsentwicklungen.“

Fitzsimmons glaubt zudem, dass die derzeit niedrigen Gewinne im Bereich der Staatsanleihen schwer zu rechtfertigen seien: „Es besteht die Möglichkeit, dass die Märkte nahezu apathisch in Bezug auf die Inflation reagieren. Die wirtschaftliche Schwäche und eine erhöhte Risikoaversion der Anleger haben Staatsanleihen in den vergangenen Jahren gestützt. Sobald sich jedoch Wachstum und Vertrauen der Investoren erholen, können sich die negativen Verzinsungen kaum halten. Wir werden diese Situation nutzen, um Vorteile für unsere Portfolios zu generieren.“

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