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Marktschwäche offenbart attraktive Bewertungen

Nach einer Phase des überschwänglichen Optimismus, ausgelöst durch die erfolgreiche Rettungsaktion der Fed für Bear Stearns, richten die Marktteilnehmer nun erneut ihre Aufmerksamkeit auf die Schwäche der US-Wirtschaft. Markets | 25.06.2008 09:00 Uhr

Auslöser der letzten Verkaufswelle waren die enttäuschenden Zahlen vom Arbeitsmarkt. So gelten die Arbeitslosenzahlen als guter Indikator für die Stärke der Wirtschaft, denn ein Anstieg der Arbeitslosigkeit hat Folgen für das Ausgabeverhalten der Verbraucher. Allerdings lassen die jüngsten Einzelhandelszahlen den Schluss zu, dass die negativen Folgen durch die Steuererleichterungen der US-Regierung vorübergehend etwas abgemildert werden. Zurzeit versucht der Markt, das ganze Ausmaß der Konjunkturabkühlung abzuschätzen.

Hierzu Adrian Brass, Fondsmanager des Fidelity America Fund:

"Nach den jüngsten Verkaufswellen an den Märkten haben die Bewertungen vieler Aktien inzwischen ein extrem niedriges Niveau erreicht, auf dem ein stark pessimistischer Ausblick eingepreist zu sein scheint. Negativschlagzeilen könnten kurzfristig zwar den Anstieg bei US-Aktien bremsen. Aber angesichts der vorherrschenden Bedingungen bieten sich Stockpickern hervorragende Chancen. Viele Aktien werden derzeit auf Kursniveaus gehandelt, die sich am unteren Ende der historischen Bandbreite befinden. Damit bieten sich mir fantastische Chancen, Titel mit echtem Wertpotenzial günstig zu kaufen. Lange vor den Industrieländern Europas zeigte die US-Wirtschaft Anzeichen einer Abschwächung. Sie dürfte deshalb zu den ersten Ländern des Westens gehören, denen eine Erholung gelingt."

Die Inflation in Europa hat kurzfristige Folgen für das Wachstum

Bei Marktbeobachtern setzt sich mehr und mehr die Überzeugung durch, dass die US-Rezession kürzer und milder ausfallen wird als zunächst befürchtet. Allerdings mehren sich die Anzeichen dafür, dass die Wirtschaft in Europa als nächste schwächeln könnte. Einige Märkte wie Deutschland erweisen sich zwar dank ihrer starken Exportwirtschaft als erstaunlich robust. Großbritannien und Spanien aber haben zunehmend mit Druck aus der Binnenwirtschaft als Folge ihrer schwachen Immobilienmärkte zu kämpfen. Wie andere Märkte rund um den Globus bekommt auch Europa den vom beschleunigten Preisauftrieb ausgehenden Druck zu spüren.

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Hierzu Alexander Scurlock, Fondsmanager des Fidelity European Growth:

"Zurzeit scheint von der Kreditklemme keine ernsthafte Bedrohung für das weltweite Finanzsystem auszugehen. Viele Marktbeobachter richten ihr Augenmerk inzwischen aber auf die schleichenden Gefahren, ausgehend von Rekordölpreisen und vom weltweit beschleunigten Preisauftrieb. Einige sind gar der Meinung, dass wir es bereits mit einer kräftezehrenden Stagflation zu tun haben könnten und uns deshalb auf eine Wiederholung der schmerzhaften Erfahrungen von Anfang der 70er Jahre einstellen müssen."

"Gute Gründe sprechen dafür, dass es den Märkten erneut gelingt, sich einen Weg durch das aktuell schwierige Fahrwasser zu bahnen. So verschärfen die Geldpolitiker in Europa derzeit ihren Ton und schließen Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation nicht mehr aus. Selbst eine Senkung der Einfuhrzölle auf Erdöl ist im Bereich des Möglichen. Die aktuellen Schwierigkeiten können das Wachstum zwar abbremsen und kurzfristig für mehr Schwankungen an den Märkten sorgen. Anlegern rate ich aber dennoch dazu, sich weiter auf die Fundamentaldaten zu konzentrieren, statt sich von den täglichen und manchmal widersprüchlichen Bewegungen an den Märkten beeinflussen zu lassen."

Stärkeres Wachstum in der Region Asien-Pazifik, doch die Inflation birgt auch Gefahren

Während das Wachstum in den USA und Europa ins Stocken gerät, sehen viele Anleger in Asien einen Rettungsanker. Von der Abkühlung im Westen bleiben jedoch auch die Märkte in der Region Asien-Pazifik nicht gänzlich verschont. Asien mag zwar inzwischen von der in den letzten Jahren deutlich höheren Binnennachfrage profitieren, die Bedeutung seiner Handelsbeziehungen mit dem Westen ist aber weiterhin nicht zu unterschätzen. Trotzdem gehören die BIP-Wachstumsraten in der Region aktuell zu den höchsten der Welt. Die möglicherweise größte Gefahr für das Wachstum in Asien geht vom zunehmenden Preisauftrieb aus. Wie der Westen leidet auch Asien unter der Last steigender Rohstoffpreise. Da die Lebensmittelpreise in Asien größeren Anteil an den Verbraucherpreisindizes haben, ist die Region vermutlich sogar höherem Druck seitens der beschleunigten Teuerung ausgesetzt.

Hierzu Allan Liu, Fondsmanager des Fidelity South East Asia Fund:

"Ich bin optimistisch, dass die Märkte in Asien besser abschneiden als die globalen Aktienmärkte. Gründe sind die erstklassigen Unternehmensergebnisse und das gesunde Wachstum beim Konsum sowie bei den Infrastrukturausgaben. Mein Fonds kann kurzfristig zwar durchaus Schwankungen unterliegen. Ich bin aber davon überzeugt, dass das unsichere Marktumfeld meinem Stockpicking-Ansatz längerfristig entgegenkommt. Besonders gute Chancen mache ich derzeit bei Banken und Energiefirmen sowie Energiedienstleistern aus. Meine Bestände an ausgewählten Technologiewerten mit attraktiven Bewertungen habe ich auch schon aufgestockt."

Die langfristig positiven Fundamentaldaten Chinas bleiben intakt

Beim Thema Bewertung steht derzeit die Schwäche am chinesischen Markt klar im Mittelpunkt. Auf fulminante Kursgewinne im Jahr 2007 folgte 2008 die rasante Talfahrt. Dessen ungeachtet setzt sich das starke Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte fort.

Hierzu Wilson Wong, Fondsmanager des Fidelity Greater China Fund:

"Seit einiger Zeit steht der chinesische Markt unter Druck, und der inländische Markt für A-Aktien ist unter die psychologisch wichtige Marke von 3.000 Punkten abgerutscht. Hierin spiegelt sich die kurzfristige Sorge der Anleger mit Blick auf den zunehmenden Inflationsdruck und die Rentabilität der Unternehmen wider. Zwar ist mit anhaltend hohen Schwankungen zu rechnen. In China wird sich aber schon bald wieder Wertpotenzial eröffnen. Das schafft erstklassige Chancen für Stockpicker. Ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass die langfristigen Fundamentaldaten des Landes intakt bleiben und sich der langfristige Trend der Industrialisierung und Urbanisierung fortsetzt. Dieser Trend wird sich auch künftig als wichtigster Wachstumsmotor in China erweisen, selbst wenn sich die Konjunktur im Rest der Welt abschwächt." 

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